Bisten-en-Lorraine (, lothringisch Beschten ém Loch) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2016 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle und zum Kanton Boulay-Moselle.
Geographie Die Gemeinde Bisten-en-Lorraine liegt in Lothringen, rund 30 Kilometer östlich von Metz und acht Kilometer östlich von Boulay-Moselle (Busendorf) in einer Talschlucht. Nachbargemeinden sind Coume im Norden, Varsberg im Nordosten, Boucheporn im Südosten, Obervisse im Südwesten und Niedervisse im Nordwesten.
Der Ort liegt am Ursprung und Oberlauf des Flüsschens Bist, das nach Nordosten abfließt und im Saarland in die Saar mündet.
Geschichte Der Ort wurde erstmals 1115 als Bistan erwähnt, dann Bistein (1393), Bisten Im Loch (1793), Bisten-Imloch (1801), Bisten im Loch (1871) und Bisten in Lothringen (1907–1919). Die Ortschaft gehörte früher zum Bistum Metz, einem Fürstbistum des Heiligen Römischen Reichs. Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 349–450 (google.books.com). Das Dorf entstand durch Ansiedlung um ein Kloster, das von der Abtei Glandern in Longeville-lès-Saint-Avold (Lubeln) abhing und dessen letzter Abt Marcellus hieß.
Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Bolchen im Bezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreidebau; auf der Gemarkung gab es eine Mühle und einen Kalkofen.
Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2019Einwohner 263 254 241 257 255 273 248
Wappen Die obere Wappenhälfte mit den drei silbernen Alérions im roten Schrägbalken auf goldenem Grund zeigt das Wappen von Lothringen. Die drei Eicheln in der unteren Wappenhälfte repräsentieren die Abtei von Longeville-lès-Saint-Avold, die die Herrschaft über Bisten besaß; der goldene Halbmond symbolisiert die Unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Maria, die in der Pfarrkirche angerufen wurde.Wappen auf genealogie-lorraine.fr (französisch)
Sehenswürdigkeiten Kirche der Unbefleckten Empfängnis (Église de l’Immaculée-Conception-de-la-Vierge-Marie) von 1780 Nachbildung der Lourdes-Grotte
Literatur Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 118 (books.google.com).
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Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Grand Est