Eschen () ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Eckersdorf im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Eschen hat eine Fläche von 4,947 km². Sie ist in 514 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 9625,38 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Lahm und Windhof.
Geografie Durch das Dorf fließt der Eschenbach, ein rechter Zufluss des Seitenbaches, der mit der Weides zur Truppach zusammenfließt. 1,5 Kilometer nordnordwestlich befindet sich der Braunstein (), einen Kilometer südöstlich die Hohenbuche (). Die Bundesstraße 22 führt nach Eckersdorf (4,2 km östlich) bzw. nach Busbach (3 km westlich). Die Kreisstraße BT 16 führt nach Lahm (0,8 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Windhof (0,6 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1401 erstmals als „Neschendorf“ (=zum Eschendorf) erwähnt, 1409 als „Escha“ und 1421 als „Eschen“. Der Ortsname leitet sich von den Eschen ab, die wohl zur Zeit der Gründung in der Gegend standen.C. Schimpf: Busbach, S. 26.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Eschen zehn Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Hofkastenamt Bayreuth. Grundherren waren das Hofkastenamt Bayreuth (5 Drittelhöfe, 2 Häuser), die Hofkanzlei Bayreuth (1 Söldengütlein), das Kloster- und Pfründamt Kulmbach (1 Halbhof), Hinzu kommt 1 Söldengütlein, das freieigen war.R. Winkler: Bayreuth, S. 353f.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. 1810 kam Eschen an das Königreich Bayern. Infolge des Gemeindeedikts wurde Eschen dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Busbach zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Eschen, zu der Windhof gehörte. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 kam Lahm hinzu. Die Gemeinde war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt). Ab 1862 gehörte Eschen zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Bayreuth (1879 in Amtsgericht Bayreuth umgewandelt).R. Winkler: Bayreuth, S. 470. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,920 km². Am 1. Mai 1978 wurde sie im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Eckersdorf eingegliedert.
Baudenkmal Horlachen: Gedenkstein für Bürgermeister Braun, Sandstein mit ovaler Kartusche und Fruchtgehängen, bezeichnet 1702; am Vogelherd auf dem Braunstein
Einwohnerentwicklung Gemeinde Eschen Jahr 1822 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 156 158 159 150 172 165 174 180 166 154 153 148 148 143 148 156 140 143 123 223 172 166 163 154HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 20 27 23 27 26 26 24 30 Quelle
Ort Eschen Jahr 1819 1822 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2016 20212024Einwohner 63 74 91 90 81 77 74 94 111 102 106 120 117118Häuser 9 14 14 15 13 19 26 Quelle
Religion Eschen ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Neustädtlein am Forst) gepfarrt.
Vereine Freiwillige Feuerwehr Eschen
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ortsteil von Eckersdorf Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Ersterwähnung 1401 Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth