Die Liste abgegangener Bauwerke in Lübeck-St. Jürgen enthält Bauten des Lübecker Stadtteils St. Jürgen, die nicht mehr existieren.

Die Bauwerke sind nach Straßennamen und Hausnummern geordnet, wobei – außer in Ausnahmefällen – die heutige Straßeneinteilung und das heute verwendete Hausnummernschema zugrunde gelegt werden.

Am Brink Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungAm Brink 9 (vor 1884: An dem Kienräucherhofe, Vorstadt St. Jürgen)Wilhelm-Theater18671970zentriert|80px

Am Flugplatz Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungAm Flugplatz 1Kommandantenvilla1936/372014Die Kommandantenvilla der 1993 aufgelösten Hanseaten-Kaserne wurde zum Schluss nur noch als gelegentliche Unterkunft für Straßenbautrupps verwendet. Im Dezember 2014 erfolgte der Abriss, da das Gelände als Teil der Ausgleichsmaßnahmen für den Bau der neuen Strecke der Bundesstraße 207 in diesem Bereich renaturiert werden soll.zentriert|80px

Bäckerstraße Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungBäckerstraße 1bGesellschaftshaus St. Jürgen18811981Das Gebäude befand sich zuletzt im Besitz der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lübeck.zentriert|80px

Beidendorfer Hauptstraße Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungBeidendorfer HauptstraßeHaus Harms1785 oder früher1928zentriert|80px

Blankenseer Straße Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungBlankenseer Straße 101Lagerhaus des Flughafens Lübeck-Blankensee19162017Das Lagerhaus war das letzte erhaltene Bauwerk der ursprünglichen preußischen Militärflugschule. Es wurde Mitte September 2017 abgebrochen.zentriert|80px

Brömbsenmühle Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungBrömbsenmühle 1Brömbsen-WindmühleMehrere Baudaten; letzte Mühle von 18271973/1993; Ruine noch vorhandenBei der Brömbsen-Windmühle handelte es sich um mehrere Windmühlen, die nacheinander in räumlicher Nähe zueinander errichtet wurden. Wie viele Mühlen es genau waren, ist ebenso unklar wie die präzisen Standorte und Ausführungen der älteren Bauten, da die Dokumente keine eindeutigen Rückschlüsse zulassen. 1760/61 wurde erstmals eine Krummesser Windmühle erwähnt, deren Ursprünge nicht fassbar sind. 1784 und 1801 könnten Neubauten erfolgt sein, aber letzte Sicherheit herrscht dazu nicht. Eindeutig greifbar ist nur die letzte Mühle, eine 1827 neu errichtete Holländerwindmühle. Die bereits seit langer Zeit stillgelegte Mühle brannte 1973 aus, das verkohlte Holzskelett stürzte im Januar 1993 ein. Das achteckige Erdgeschoss aus Ziegelmauerwerk ist noch als Ruine vorhanden.zentriert|80px zentriert|80px

Falkenstraße Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungFalkenstraße 352022Der Abriss des bereits längere Zeit nicht mehr genutzten Gewerbegebäudes erfolgte im November 2022.zentriert|80pxFalkenstraße 41–571920er/1930er Jahre2014/15 und 2023Die in den 1920er und 1930er Jahren entstandenen, später mehrfach umgebauten und umgenutzten Gewerbebauten wurden in zwei Etappen abgebrochen. Der Abriss der Gebäude 51–57 erfolgte von Dezember 2014 bis Januar 2015; an ihrer Stelle entstanden Wohnhäuser. Die verbliebenen Gebäude 41–49 wurden Ende August und Anfang September 2023 abgerissen, um gleichfalls Platz für neue Wohnbauten zu schaffen.zentriert|80px

Feenwiese Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungFeenwiese 20 (vor 1884: Rettungshaus auf dem Dritten Fischerbuden)Rettungshaus1846/471901An Stelle des alten Dritten Fischerbuden, einer verfallenen Fischerkate an der Wakenitz, wurde das Rettungshaus nach dem Vorbild des Rauhen Hauses als Rettungshaus (Heim) für verwahrloste Kinder und Jugendliche errichtet. Das Gebäude brannte 1901 durch Brandstiftung eines Zöglings ab. An gleicher Stelle entstand ein Neubau, der heute zum Kinder- und Jugendheim Wakenitzhof gehört.zentriert|80px

Friedrichstraße Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungFriedrichstraße 22Friedrich-Franz-Halle1928Das Ausflugslokal mit Saalbau wurde für die Errichtung einer noch heute bestehenden Wohnanlage abgebrochen.zentriert|80px

Geniner Straße Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungGeniner Straße 54Voss-Haus und Villa Kunterbunt19. JahrhundertKW 34 2010mini|150px|Zustand 2010Einst als Gaststätte „Voss-Haus“ bekannt. Unmittelbar am Berliner Platz stehend, war es, da es zuletzt eine weithin populäre Gaststätte dieses Namens beherbergte, in Lübeck nahezu ausschließlich unter dem Synonym Villa Kunterbunt bekannt.zentriert|80pxGeniner Straße 80Gasometer19542021Bis 2015 nutzten die Stadtwerke Lübeck den Gasometer als Bestandteil ihrer Gasversorgungs-Infrastruktur. Da die technische Entwicklung den Gasbehälter überflüssig gemacht hatte, war geplant, ihn nach der Stilllegung abzubrechen, was im August 2015 von der städtischen Bauverwaltung auch genehmigt wurde. Im September 2015 jedoch stellte die Lübecker Denkmalschutzbehörde den Gasometer aufgrund seiner technikgeschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz, wodurch ein Abriss vorerst nicht mehr möglich war. In den Folgejahren wurde ergebnislos nach einem Umbau- und Nutzungskonzept für den Gasbehälter gesucht. Im Februar 2019 musste der Gasometer komplett in Planen mit einer Gesamtfläche von 12.000 Quadratmetern eingehüllt werden, da korrodierte hinabfallende Nieten eine Gefahr darstellten. Im August 2021 hob Bürgermeister Jan Lindenau in seiner Eigenschaft als Oberster Denkmalpfleger der Stadt den Denkmalschutz auf, da der weitere Erhalt des ungenutzten Gasometers, dessen Sanierung Kalkulationen zufolge einen zweistelligen Millionenbetrag erfordert hätte und dessen bloße Unterhaltung pro Jahr rund 100.000 Euro kostete, für die Stadtwerke nicht zumutbar seien. Der Abbruch begann am 16. August.zentriert|80px

Hüxtertorallee Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungHüxtertorallee ohne NummerEingangstor des St.-Annen-Friedhofs18081952Das klassizistische Tor wurde 1808 bei der Erweiterung des St.-Annen-Friedhofs errichtet. Seit 1868 fanden auf dem Friedhof keine Beisetzungen mehr statt, und in den Jahren 1898 bis 1900 wurde ein Großteil des Friedhofsgeländes mit Erdaushub vom Bau des Elbe-Lübeck-Kanals überformt und zu einer Parkanlage umgestaltet, das Tor verblieb jedoch an seinem Standort. 1952 wurde bei der Neufassung des Mühlentorplatzes die Hüxtertorallee über den einstigen Friedhof gelegt; ein Baum, der dabei gefällt wurde, stürzte auf das Tor und zertrümmerte es, womit der letzte sichtbare Überrest des St.-Annen-Friedhofs verschwand.zentriert|80pxHüxtertorallee 1Fortuna1880er Jahre1930Mindestens seit Mitte des 18. Jahrhunderts bestand an dieser Stelle ein Gasthaus, das aus unbekannten Gründen den Namen Fortuna trug. Das ursprüngliche Fachwerkgebäude wurde in den 1880er Jahren abgebrochen und durch einen Neubau mit Veranstaltungssaal ersetzt. 1924 stellte die Gastwirtschaft den Betrieb ein; das Gebäude wurde von Pastor Gustav Lahusen erworben und der St.-Aegidien-Gemeinde zum Geschenk gemacht, die hier ihr Gemeindehaus einrichtete. 1930 wurde die Fortuna abgebrochen, um auf dem Grundstück das Andreas-Wilms-Haus als neues Gemeindehaus errichten zu können.zentriert|80pxHüxtertorallee 4Bootshaus der Lübecker Ruder-Gesellschaft von 188519021979Das Klubhaus des Rudervereins wurde abgebrochen, um an gleicher Stelle einen Neubau zu errichten.zentriert|80pxHüxtertorallee 26Mühlentor-Pavillonvermutlich 18941955Das Fachwerkhäuschen an der Straßenbahnhaltestelle beherbergte öffentliche Toiletten und war vermutlich im Zuge der Elektrifizierung der Strecke 1894 errichtet worden. 1955 wurde es abgebrochen und ein Nachfolgebau im Stil der 1950er Jahre errichtet, der sich dort bis heute befindet.zentriert|80pxHüxtertorallee 41Kinderhospital18591952Das Kinderhospital nach Hamburger Vorbild konnte dank einer 1856 von Victorine Boissonnet eingerichteten Stiftung erbaut und im Mai 1859 seiner Bestimmung übergeben werden. 1913 wurde das Kinderhospital in die Kahlhorststraße verlegt und das Gebäude diente fortan als Wohn- und Geschäftshaus. 1952 erfolgte der Abbruch; das im Folgejahr auf dem Grundstück errichtete Neubau-Wohnhaus existiert bis heute.zentriert|80px

Kahlhorststraße Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungKahlhorststraße 1a18872020zentriert|80px

Krog Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungKrog 217551926Die Fachwerkscheune, errichtet von Johann Iwe (laut Inschrift über dem Tor Iohann Iwee), gehörte zum alten Gehöft Iwe, dessen Haupthaus im Herbst 1986 durch einen Brand vernichtet wurde.zentriert|80px

Kronsforder Allee Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungKronsforder Allee 25 (vor 1884: Vorstadt St. Jürgen an der Hamburger Chaussee)Colosseum bzw. Kolosseum18751972Die Bauten des alten Kolosseums wurden bei einem Umbau der Jahre 1972–1974 durch einen Wohnblock ersetzt; der eigentliche Konzertsaal blieb jedoch erhalten und wurde in den Neubau integriert.zentriert|80px

Kronsforder Landstraße Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungKronsforder Landstraße 60–68Hansa-Ziegelei19202013Die 2005 stillgelegte Ziegelei, gegründet 1920 als Dampfziegelwerk Röthebeck, Cronsforder Chaussee, Besitzer Carl Beckmann wurde im Oktober und November 2013 abgebrochen.zentriert|80px

Moltkestraße Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungÜbergang der Moltkestraße in den MoltkeplatzMoltkebrücke18941973Diese erste Moltkebrücke wurde vom Bauunternehmer Ferdinand Wallbrecht, der das umgebende Gebiet ab 1892 erschloss, ebenso wie die Moltkestraße auf eigene Kosten errichtet. 1973 wurde sie durch einen bis heute bestehenden Neubau ersetzt.zentriert|80px

Mönkhofer Weg Adresse und/oder Standort Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungSüdliches Ende des Mönkhofer WegsBrücke über den Landgraben19412021Die Brücke, die sich unmittelbar vor dem Tor zum stadteigenen Gut Mönkhof befand und die einzige Zufahrt zum Gutsgelände darstellte, war seit ihrer Erbauung 1941 niemals umfassend saniert worden. Die einzigen Erhaltungsarbeiten waren 1975 die Erneuerung der Geländer und des Asphaltbelags und 1997 die Anbringung von Zugbändern zu Sicherungszwecken gewesen. Nachdem eine Brückenprüfung die Note 4 ergeben hatte, die den schlechtesten möglichen Zustand bezeichnet, wurde beschlossen, sie nach Errichtung einer Behelfsbrücke abzubrechen und anschließend durch einen Neubau zu ersetzen.zentriert|80pxMönkhofer Weg 17919. Jahrhundert2024Ehemaliges Gärtnerhauszentriert|80px

Ratzeburger Allee