Birkenbeul ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) an.

Geographie Die Ortsgemeinde liegt nördlich der Sieg-Wied-Wasserscheide oberhalb von Hamm (Sieg) und Pracht, die sich im Norden befinden; weitere Nachbargemeinden sind Ölsen im Westen, Breitscheidt im Nordwesten und Heupelzen im Süden.

Zu Birkenbeul gehören die Ortsteile Kratzhahn, Pfaffenseifen und Weißenbrüchen. mini|Birkenbeul Kratzhahn, Luftaufnahme (2017) mini|Birkenbeul Weissenbrüchen, Luftaufnahme (2017)

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung Birkenbeuls stammt aus einem im Jahre 1381 von Johann Ruysgin, genannt von Birkenbeul, abgeschlossenen Pachtvertrag.

Bis Mitte des 17. Jahrhunderts gehörte Birkenbeul landesherrlich zur Grafschaft Sayn. Die Einwohner wurden nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn erst lutherisch und später reformiert.Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74–80. Nach der Landesteilung der Grafschaft Sayn im 17. Jahrhundert gehörte Birkenbeul zur Grafschaft Sayn-Hachenburg.

Birkenbeul bildete innerhalb des Kirchspiels Hamm einen „Sende“ genannten eigenen Verwaltungsbezirk, zu dem auch die Orte Kratzhahn, Pfaffenseifen und Weißenbrüchen gehörten.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 371. Die Grafschaft Sayn-Hachenburg war 1799 auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg gefallen. Im Zusammenhang mit der Bildung des Rheinbundes kam Birkenbeul 1806 an das neu errichtete Herzogtum Nassau.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde das Kirchspiel Hamm an das Königreich Preußen abgetreten.Verhandlungen der durch Beschluss der Landesdeputirten-Versammlung ..., Band 1, 1836, S. 583 Unter der preußischen Verwaltung wurde Birkenbeul der Bürgermeisterei Hamm im neu errichten Kreis Altenkirchen im Regierungsbezirk Coblenz zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Seit 1946 ist Birkenbeul Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Birkenbeul, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 198 1835 210 1871 326 1905 389 1939 360 1950 402 1961 369 Jahr Einwohner 1970 431 1987 402 1997 446 2005 485 2011 424 2017 431

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Birkenbeul besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister Ortsbürgermeister von Birkenbeul ist Sven Merzhäuser. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 68,42 % gewählt. Merzhäuser ist Nachfolger von Eckhard Voigt, der das Amt sieben Jahre ausgeübt hatte. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde Merzhäuser ohne Gegenkandidat mit 73,8 % der Stimmen für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.

Wappen

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Birkenbeul

Weblinks

Ortsgemeinde Birkenbeul auf den Seiten der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg)

bei SWR Fernsehen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Kategorie:Ersterwähnung 1381