Der Powiat Tarnogórski ist ein Powiat (Kreis) in der Woiwodschaft Schlesien in Polen mit der Kreisstadt Tarnowskie Góry (Tarnowitz). Er hat eine Fläche von 643 km², auf der Einwohner leben (Stand ).

Der deutsche Landkreis Erlangen-Höchstadt ist Partnerlandkreis des Powiat.

Geografie Der Powiat liegt relativ zentral in der Woiwodschaft Schlesien, im Norden der Oberschlesischen Platte. Nachbarpowiate sind im Norden Lubliniec, im Osten Myszków und Będzin, im Süden die kreisfreien Städte Piekary Śląskie, Bytom, Zabrze und Gliwice und im Westen die Powiate Gliwice sowie Strzelce Opolskie (Woiwodschaft Opole).

Geschichte Das Gebiet des heutigen Powiat Tarnogórski ist historisch gesehen recht heterogen. Bis auf die kleinpolnische Gemeinde Ożarowice, die östlich der Brinitz liegt, gehört er der historischen Region Oberschlesien an. Der östliche Teil des heutigen Powiats fiel 1922 an Polen (Autonome Woiwodschaft Schlesien), der westliche Teil, grob umrissen von den Gemeinden Krupski Młyn, Tworóg und Zbrosławice blieb bis 1945 durchgehend beim Deutschen Reich. Der historische Vorläufer des heutigen Kreises, der preußische Kreis Tarnowitz entstand 1873 aus dem früheren Landkreis Beuthen, hatte aber kleinere Ausmaße. Von 1922 bis 1939 gab es einen ersten polnischen Powiat Tarnogórski, der im Süden heute zum kreisfreien Piekary Śląskie gehörende Orte umfasste. Der heutige Powiat wurde wie alle polnischen Kreise von 1975 bis 1998 aufgelöst und umfasst noch Gebiete des früheren Landkreises Tost-Gleiwitz im Westen, im Norden mit dem Ort Krupski Młyn von Groß Strehlitz und mit Drutarnia von Lublinitz.

Wappen Das Wappen des Powiat Tarnogórski wurde 2002 eingeführt.

Beschreibung: Auf blauem Schild ein halber gelber (goldener) Adler, darunter eine fünfblättrige weiße (silberne) Rose mit rotem Knopf.

Bedeutung: Der goldene Adler auf blauem Grund steht für die jahrhundertelange Verbundenheit des Großteils des Kreises mit den oberschlesischen Piasten und ist das Wappentier Oberschlesiens. Die Rose ist im Wappen zweier Adelsfamilien enthalten, die große Teile des Kreisgebiets beherrschten. Für die Wrochems steht der rote Knopf, für die Henckel von Donnersmarcks die weißen (Kelch-)Blätter.

Gemeinden Der Powiat Tarnogorski umfasst vier Stadtgemeinden sowie sechs Landgemeinden:

Einwohnerzahlen vom

Stadtgemeinden Kalety (Kalet) – Miasteczko Śląskie (Georgenberg) – Radzionków (Radzionkau) – Tarnowskie Góry (Tarnowitz) –

Landgemeinden Krupski Młyn (Kruppamühle) – Ożarowice (Oßorowitz) – Świerklaniec (Neudeck) – Tworóg (Tworog) – Zbrosławice (Broslawitz) –

Politik Die Kreisverwaltung wird von einem Starosten geleitet. Bis 2024 war dies Krystina Kosmala vom Wahlkomitee „Bürgerinitiative des Powiat Tarnogórski“. Sie wurde 2024 durch Adam Chmiel (KO) abgelöst.

Kreistag Der Kreistag besteht aus 25 Mitgliedern, die von der Bevölkerung gewählt werden. Die turnusmäßige Wahl 2024 brachte folgendes Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 9. Juli 2024. Koalicja Obywatelska (KO) 32,8 % der Stimmen, 9 Sitze Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 26,4 % der Stimmen, 8 Sitze Wahlkomitee „Bürgerinitiative des Powiat Tarnogórski“ 25,7 % der Stimmen, 7 Sitze Wahlkomitee „Unsere Verwaltung“ 11,2 % der Stimmen, 1 Sitz Trzecia Droga (TD) 3,8 % der Stimmen, kein Sitz

Die turnusmäßige Wahl 2018 brachte folgendes Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 26. August 2020. Wahlkomitee „Bürgerinitiative des Powiat Tarnogórski“ 27,3 % der Stimmen, 9 Sitze Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 23,1 % der Stimmen, 8 Sitze Koalicja Obywatelska (KO) 17,0 % der Stimmen, 5 Sitze Wahlkomitee „Unsere Verwaltung“ 9,8 % der Stimmen, 2 Sitze Wahlkomitee „Solidarität mit der lokalen Verwaltung“ 6,8 % der Stimmen, kein Sitz Wahlkomitee „Für eine bürgerfreundliche Verwaltung im Powiat Tarnogórski“ 6,7 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee des schlesischen Bundes 5,1 % der Stimmen, kein Sitz Kukiz’15 4,2 % der Stimmen, kein Sitz

Weblinks

Webpräsenz des Powiats Webpräsenz des „Freundeskreises“ in Erlangen-Höchstadt

Einzelnachweise