Der Schulze-Delitzsch-Platz ist ein Platz in der Ortslage Luisenstadt des Berliner Ortsteils Mitte. Im Kreuzungsbereich der Insel-, Neuen Jakob- und Köpenicker Straße wurde am 4. August 1899 auf der Mittelinsel der Straße mit kleinen Parkelementen ein DenkmalSchulze-Delitzsch-Denkmal. Denkmaldatenbank Berlin, abgerufen am 31. Juli 2021 für Hermann Schulze-Delitzsch (1808–1883), den Politiker und Begründer des deutschen Genossenschaftswesens enthüllt.

Die Mittelinsel liegt gegenüber der früheren Luisenstädtischen Bank, die 1863 als Kreditgenossenschaft des Bezirksvereins des Köpenicker Viertels gegründet worden war. Schulze-Delitzsch gilt als Gründer der Genossenschaftsbewegung.

mini|hochkant|Bankgebäude der Luisenstädtischen Bank, Köpenicker Straße 95 gegenüber dem Schulze-Delitzsch-Platz

Im Jahr 1974 wurde das Denkmal, eine Bronzestatue des Bildhauers Hans Arnoldt, ebenso wie die Straßenschilder, entfernt und im nahegelegenen Märkischen Museum eingelagert: Der Schulze-Delitzsch-Platz wurde für die Baustelleneinrichtung belegt, da in der Nähe eine baulichen Ergänzung der Parteihochschule Karl Marx entstand und der Straßenzug Köpenicker Straße zwischen der Neuen Jakobstraße und der Heinrich-Heine-Straße abgerissen und neu bebaut wurde. Der Name Schulze-Delitzsch-Platz war seit 1984 in Stadtplänen nicht mehr verzeichnet.Die LuisenstadtGeschichte und Geschichten über einen alten Berliner Stadtteil. Edition Luisenstadt, Berlin 1995, S. 204: Von den Wanderungen eines Denkmals, ISBN 3-89542-023-9 Der Platz wurde Inselplatz genannt, ohne dass eine offizielle Benennung stattgefunden hatte. 1990 wurde das Denkmal ohne die Figurengruppe am Sockel wieder an seinem ursprünglichen Platz aufgestellt und der Platz wieder mit dem alten Namen geführt, den er am 1. Juni 1910 erhalten hatte.

Siehe auch Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Mitte

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