Die TSG 1899 Hoffenheim (offiziell: Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim e. V.) ist ein Sportverein, der aus dem Sinsheimer Stadtteil Hoffenheim stammt. Die Frauenfußballabteilung besteht seit 2007. Die erste Mannschaft stieg im Jahre 2013 in die Bundesliga auf. Heimspielstätte ist das Dietmar-Hopp-Stadion.
Geschichte Im Jahre 2000 gründeten die Vereine 1. FC Mühlhausen und der VfB St. Leon eine Spielgemeinschaft im Mädchenbereich. Mit dem Gewinn von zahlreichen Meisterschaften und Pokalsiegen stieg diese Spielgemeinschaft schnell zu den Spitzenvereinen im badischen Mädchenfußball. Zur Saison 2006/07 stellte die Spielgemeinschaft unter dem Namen SG Hoffenheim/St. Leon erstmals eine Frauenmannschaft unter der Leitung von Holger Obländer und Udo Metz, die in der badischen Landesliga antrat und prompt Meister wurde. Am Ende der Saison wurde die Spielgemeinschaft aufgelöst und sämtliche Mannschaften wurden von der TSG 1899 Hoffenheim übernommen. Grund hierfür war, dass Spielgemeinschaften nicht in den oberen Spielklassen erlaubt sind. Aus demselben Grund traten die B-Juniorinnen der Spielgemeinschaft schon 2005/06 als 1. FC Mühlhausen und 2006/07 als VfB St. Leon in der Oberliga Baden-Württemberg, der damals höchsten Spielklasse, an.Tabellen der diversen Spielzeiten, auf fussball.de
Gleich in der ersten Saison als TSG 1899 Hoffenheim wurde die erste Mannschaft unter Trainer Holger Obländer und Udo Metz überlegen Meister der Verbandsliga Baden und erzielte dabei in 20 Spielen 152 Tore. Darüber hinaus sorgten die Hoffenheimerinnen für ein Novum, da sich im badischen Pokalfinale die erste und die zweite Mannschaft des Vereins gegenüberstanden. Die erste Mannschaft gewann das Spiel mit 8:2. Auch in der folgenden Spielzeit kam es im badischen Pokalfinale zu einem vereinsinternen Duell. Da die badischen Pokalendspiele nur noch Trainingsspielcharakter hatten, darf als Folge seit der Spielzeit 2009/10 jeder Verein nur noch mit seiner ersten Mannschaft am Landespokal teilnehmen. Durch den Landespokalsieg qualifizierte sich die TSG für den DFB-Pokal, wo die Mannschaft in der ersten Runde erst nach Elfmeterschießen gegen den damaligen Zweitligisten Bayer 04 Leverkusen unterlag.
Auch in der Oberligasaison 2008/09 sicherten sich die Hoffenheimerinnen überlegen und mit mehr als 100 erzielten Toren die Meisterschaft und stiegen in die drittklassige Regionalliga Süd auf. In der ersten Runde des DFB-Pokals 2009/10 besiegte die TSG den Zweitligisten FV Löchgau mit 2:0 unterlag anschließend dem VfL Sindelfingen mit 0:1. Auch die Regionalligasaison 2009/10 beendete die Mannschaft als Meister und schaffte mit dem vierten Aufstieg in Folge den Sprung in die 2. Bundesliga Süd. Dort wurden die Hoffenheimerinnen zunächst Dritte und ein Jahr später Zweite.
In der Zweitligasaison 2012/13 lieferte sich die TSG ein spannendes Titelrennen mit dem 1. FC Köln. Am letzten Spieltag kam es zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Titelanwärter in Hoffenheim. Vor 3.050 Zuschauern, ein neuer Rekordwert für die Liga, trennten sich beide Mannschaften mit 3:3 Toren, wodurch die Hoffenheimerinnen den Aufstieg schafften. Während der Saison absolvierte die deutsche Rekordnationalspielerin Birgit Prinz einige Einsätze für die TSG.
In der Folge gelang es Hoffenheim, sich in der Bundesliga zu etablieren. Nach Platz 9 im Aufstiegsjahr wurde die TSG in der Spielzeit 2014/15 Sechster. In der Saison 2019/20 konnte Hoffenheim erstmals den dritten Platz in der Bundesliga erreichen. Der 3. Platz in der Saison 2020/21 bedeutete gleichzeitig die erstmalige Qualifikation zur Champions League. In der Gruppenphase schieden sie als drittplatziertes Team hinter Barcelona und Arsenal London aus.
Statistik Grün unterlegte Spielzeiten markieren einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg.
Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal 2007/08 Verbandsliga Baden 1. 19 1 0 152:7 58 – 2008/09 Oberliga Baden-Württemberg 1. 19 0 1 113:10 57 1. Runde 2009/10 Regionalliga Süd 1. 15 1 2 57:17 46 2. Runde 2010/11 2. Bundesliga Süd 3. 13 4 5 46:22 43 Achtelfinale 2011/12 2. Bundesliga Süd 2. 15 3 4 56:26 48 Achtelfinale 2012/13 2. Bundesliga Süd 1. 18 2 2 73:23 56 Viertelfinale 2013/14 Bundesliga 9. 6 5 11 39:61 23 2. Runde 2014/15 Bundesliga 6. 7 5 10 29:40 26 2. Runde 2015/16 Bundesliga 8. 8 4 10 33:33 28 Achtelfinale 2016/17 Bundesliga 7. 9 3 10 23:23 30 Achtelfinale 2017/18 Bundesliga 8. 8 1 13 22:32 25 Achtelfinale 2018/19 Bundesliga 6. 9 6 7 48:29 33 Halbfinale 2019/20 Bundesliga 3. 16 1 5 67:24 49 Viertelfinale 2020/21 Bundesliga 3. 14 2 6 54:23 44 Viertelfinale 2021/22 Bundesliga 5. 12 5 5 56:32 41 Achtelfinale 2022/23 Bundesliga 4. 15 3 4 55:25 48 Viertelfinale 2023/24 Bundesliga 5. 10 4 8 43:35 34 Viertelfinale 2024/25 Bundesliga 6. 12 0 10 49:30 36 Halbfinale 2025/26 Bundesliga 4. 14 4 8 48:30 46 Achtelfinale
Europapokalbilanz
Aktuelle Mannschaften
1. Mannschaft – Frauen-Bundesliga 2. Mannschaft (U20) – 2. Frauen-Bundesliga U17 Juniorinnen U15 Juniorinnen U13 Juniorinnen U12 Juniorinnen
Erste Mannschaft
Kader Saison 2026/27 (Stand: 17. Juli 2026)
Nr. Nat. Name Tor 1 Laura Dick 28 Lisa Lichtfus 31 Romy Bräutigam Abwehr 4 Lisann Kaut 13 Wiëlle Douma 14 Lisa Doorn 18 Ilse Kemper 20 Laura Gloning 22 Sara Ritter 25 Jonna van de Velde 30 Nadine Bitzer 34 Svenja Vöhringer 36 Leni Wilescheck Mittelfeld 6 Vanessa Diehm 10 Valesca Ampoorter 16 Milena Röder 17 Franziska Harsch 21 Laia Martret 23 Chiara Hahn 24 Féli Delacauw 26 Janna Grimm 36 Vivien Thomann Angriff 7 Naomi Luyet 9 Marie Steiner 11 Linda Natter 15 Martine Fenger 19 Svenja Fölmli
Transfers der Saison 2026/27 Stand: 17. Juli 2026
Zugänge Abgänge Sommerpause Martine Fenger (FC Barcelona) Svenja Fölmli (SC Freiburg) Ilse Kemper (PEC Zwolle) Laia Martret (FC Barcelona) Lisa Lichtfus (Le Havre AC) Jonna van de Velde (Ajax Amsterdam) https://www.tsg-hoffenheim.de/aktuelles/news/2026/06/jonna-van-de-velde-kommt-zur-tsg Emilie Byrnak (BK Häcken; Leihende) Selina Cerci (FC Arsenal) Nikée van Dijk (Inter Mailand; Leihende) Dominika Grabowska (Legia Warschau) Jill Janssens (1. FC Union Berlin) Sophie Lindner (RB Leipzig) Jamilla Rankin (Eintracht Frankfurt) Juliane Schmid (1. FFC Turbine Potsdam) Napsugár Sinka (FC Carl Zeiss Jena)
Aus der eigenen U20 wechselten zu Beginn der Saison 2026/2027: Romy Bräutigam Milena Röder Svenja Vöhringer
Aktueller Trainerstab (Stand: 17. Juli 2026)
Seit Januar 2026 ist Eva-Maria Virsinger Cheftrainerin der Frauenmannschaft der TSG 1899 Hoffenheim. Sie wechselte vom VfL Wolfsburg, wo sie viereinhalb Jahren als Co-Trainerin arbeitete. Ihr Vorgänger Theodoros Dedes war bis November 2025 im Amt. Zwischenzeitlich hatte Co-Trainer Thomas Johrden die Mannschaft als Interimstrainer übernommen. Nat. Name Funktion seit Eva-Maria Virsinger Cheftrainerin 1/2026 Thomas Johrden Co-Trainer(in) 7/2025 Mirella Junker 7/2024 Otmar Rösch Athletiktrainer 7/2023 Julian Tschuschke 7/2026 Benjamin Wunder Torwart-Trainer 7/2025 Nadine Nilius Individual-Trainerin 7/2021 Patrick Waltenberger Spiel- und Videoanalyst 7/2026
Trainerhistorie Nat. Name von bis Erfolge Udo Metz 07/2006 06/2008 Aufstieg in die Oberliga Baden-Würrtemberg Holger Obländer Jürgen Ehrmann 07/2008 06/2020 Aufstieg in die Regionalliga Süd, 2. BL Süd & 1. BL Gabor Gallai 07/2020 12/2022 Qualifikation zur Champions League Nadine Rolser 12/2022 03/2023 Stephan Lerch 03/2023 06/2024 Qualifikation zur Champions League Theodoros Dedes 07/2024 11/2025 DFB Pokal Halbfinale Thomas Johrden 11/2025 01/2026 Eva-Maria Virsinger 01/2026 Die SG Hoffenheim / St. Leon trat in der Saison 2006/2007 erstmals mit einer Frauenmannschaft an, die von Holger Obländer und Udo Metz trainiert wurde. Das Team wurde in dieser Saison Meister der badischen Landesliga und stieg auf in die Verbandsliga Baden.
Da in den oberen Spielklassen keine Spielgemeinschaften erlaubt waren, wurde die SG aufgelöst und von der TSG 1899 Hoffenheim übernommen. Holger Obländer und Udo Metz waren damit die ersten Trainer in der Geschichte der Mannschaft. In der folgenden Saison gelang ihnen der Durchmarsch in die Oberliga Baden-Württemberg.
Anschließend übernahm Jürgen Ehrmann das Team für 12 Jahre. Unter seiner Führung gelang direkt der nächste Durchmarsch in die Regionalliga Süd (2008/2009) und anschießend auch in die 2. Bundesliga Süd (2009//2010). In den nächsten 3 Spielzeiten setze man sich oben in der 2. Bundesliga Süd fest (3. Platz, 2. Platz und 1. Platz) und spielte ab der Saison 2013/2014 in der 1. Bundesliga. Jürgen Ehrmann trainierte die Mannschaft sieben Jahre in der 1. Bundesliga, ehe er am Ende der Saison 2019/2020 nach insgesamt 12 Jahren als Trainer in die Position des Sportlichen Leiters wechselte.
Auf ihn folgte im Juli 2020 Gabor Gallai, der mit der Mannschaft in der Saison 2021/2022 die Qualifikation für die Champions League schaffte. Anschließend übernahm die Co-Trainerin Nadine Rolser als Interimstrainerin, die an Stephan Lerch übergab. Auch er schaffte mit der Mannschaft die Qualifikation für die Champions League.
Zu Beginn der Saison 2024/2025 übernahm Theodoros Dedes die Mannschaft als Cheftrainer. Im DFB-Pokal der Frauen 2024/25 traf die Mannschaft im Viertelfinale auf den VfL Wolfsburg. Mit einem 1:0 wurde die beeindruckende Serie der Wölfinnen von 10 Pokalsiegen in Folge beendet. Im Halbfinale in München brachte die Mannschaft den FC Bayern München an den Rande einer Niederlage, verlor aber trotz früher 0:2-Führung am Ende knapp mit 3:2.
Im November 2025 trennten sich Trainer und Verein. Co-Trainer Thomas Johrden übernahm die Mannschaft als Interimstrainer. Er übergab im Januar 2026 an die neue Cheftrainerin Eva-Maria Virsinger, die bis dahin Co-Trainerin beim VfL Wolfsburg war.
Ehemalige Spielerinnen Tiffany Cameron, jamaikanische und kanadische Nationalspielerin Mana Iwabuchi, japanische Nationalspielerin Birgit Prinz, deutsche Rekordnationalspielerin Martina Moser, schweizerische Rekordnationalspielerin Jule Brand, deutsche Nationalspielerin Katharina Naschenweng, österreichische Nationalspielerin Chantal Hagel, deutsche Nationalspielerin Nicole Billa, österreichische Nationalspielerin, Deutschlands Fußballerin des Jahres 2021 und mit 85 Toren in 180 Bundesligaspielen Rekordtorschützin Hoffenheims Paulina Krumbiegel, deutsche Nationalspielerin Sarai Linder, deutsche Nationalspielerin Julia Hickelsberger-Füller, österreichische Nationalspielerin Jana Feldkamp, deutsche Nationalspielerin Fabienne Dongus, deutsche Nationalspielerin Martina Tufekovic, deutsche Nationalspielerin Melissa Kössler, deutsche Nationalspielerin Selina Cerci, deutsche Nationalspielerin, Torschützenkönigin der Frauen Bundesliga 2024/25 (16 Tore für TSG 1899 Hoffenheim) Dominika Grabowska, polnische Nationalspielerin Jill Janssens, belgische Nationalspielerin Jamilla Rankin, australische Nationalspielerin
Zweite Mannschaft Die zweite Frauenmannschaft wurde 2007 angemeldet und wurde in der Saison 2007/08 wie schon die erste Frauenmannschaft im Jahr zuvor Meister der Landesliga. In der nachfolgenden Saison wurde ebenso der Meistertitel in der Verbandsliga gewonnen. Für den Aufstieg in die drittklassige Regionalliga Süd brauchte die zweite Mannschaft nur drei weitere Jahre, wo sie im Jahre 2013 auf Anhieb Vizemeister wurde. In der Saison 2013/14 folgte schließlich der Meistertitel und der letzte Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga. Dies stellt die höchste Spielklasse für zweite Mannschaften dar. In der Süd-Staffel wurde die Mannschaft von 2016 bis 2018 dreimal in Folge Meister.