Die Compesmühle war eine Wassermühle mit einem unterschlächtigen Wasserrad am Gladbach in der Stadt Mönchengladbach.

Geographie Die Compesmühle hatte ihren Standort an der linken Seite des Gladbachs, am Compesmühlenweg im Stadtteil Lürrip. Oberhalb hatte die Gierthmühle ihren Standort, unterhalb befand sich die Engelsmühle. Das Gelände, auf dem das Mühlengebäude stand, hat eine Höhe von rund .Deutsche Grundkarte 1:5000

Gewässer Der Gladbach, (GEWKZ 28614)lanuv.nrw.de MS Excel der auch Namensgeber der Stadt Mönchengladbach ist, war über Jahrhunderte eine wichtige Lebensader. Er versorgte die Anwohner und insgesamt acht Mühlen mit Wasser und war der Ursprung der aufblühenden Textilindustrie in Mönchengladbach. Der etwa 6,3 km lange Gladbach entsprang in Waldhausen, durchquerte die Stadtteile Pesch und Lürrip und mündete bei Uedding in die Niers. Er ist heute größtenteils verrohrt und fließt ab der Volksbadstraße auf 1.904 m als offenes Gerinne entlang der Bahnstrecke Mönchengladbach–Düsseldorf bis zur Niers. Das Einzugsgebiet des Gewässers beträgt 26,208 Quadratkilometer. Die Pflege und der Unterhalt des Gewässers obliegt der NEW AG.

Geschichte Ebenso wie die Gierthmühle blieb die Compesmühle stets selbstständig und geriet nicht in den Besitz des Konvents. Die Mühle war Familienbesitz und trug über Jahrhunderte den gleichen Namen. Erster Besitzer waren ab 1559 Henrich tho Kompis und seine Frau Catharina. 1786 beantragte Heinrich Compes den Bau einer Ölmühle am rechten Ufer des Gladbachs. Der Abt genehmigte den Bau gegenüber der bisherigen Getreidemühle. Im Laufe der Jahre wurden in den Mühlengebäuden auch eine Brauerei und eine Gastwirtschaft betrieben. Das Bachbett des Gladbachs wurde 1824 begradigt, um die Antriebskraft an den Wasserrädern zu verstärken. Der Mühlenbetrieb wurde 1890 aus Rentabilitätsgründen und steigender Konkurrenz eingestellt. Die Stadt kaufte 1902 das Staurecht. Nach einer Restaurierung der Gebäude im Jahr 1990 dienen sie heute als Wohnhaus.

Galerie

Denkmalschutz Die Compesmühle wurde am 4. Dezember 1984 unter der Denkmalnummer C 001 in die Denkmalliste der Stadt Mönchengladbach mit folgendem Text eingetragen:

Literatur Hans Vogt: Niederrheinischer Wassermühlen-Führer. 2. Auflage. Verein Niederrhein, Krefeld 1998, ISBN 3-00-002906-0, S. 502–503. Robert Lünendonk: Auf den Spuren des Gladbachs und seiner Mühlen. 1. Auflage. 2008, ISBN 3-8375-0030-6, S. 67–69. Robert Lünendonk: Die Niers und ihre Mühlen. 2012, ISBN 978-3-8375-0741-6, S. 66–70.

Weblinks

Website der Stadt Mönchengladbach. Die Compesmühle als Baudenkmal. limburg-bernd.de

Einzelnachweise

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