mini|Tejal Shah Tejal Shah (; * 1979 in Bhilai) ist eine indische Künstlerin. Sie verwendet Medien wie Fotografie, Video und Installation und versteht ihre Arbeit als feministisch und queer positioniert.tejalshah.in: Abgerufen am 9. Juli 2013.

Sie studierte an der RMIT University in Melbourne und lebt und arbeitet heute in Mumbai, Indien.

Werk Shahs Arbeit ist thematisch stark verknüpft mit ihrem Leben und ihren Erfahrungen als lesbische Frau in Indien. Sie beschreibt sich selbst und ihr Werk als feministisch, queer und politischledimages.com/tejal: Abgerufen am 9. Juli 2013. und schuf einer Reihe von Videokunstwerken, Installationen und Fotoarbeiten, mit denen sie auch international Beachtung fand.

So entstand 2003 ihre Fotoserie „Women Like Us/I AM“, worin sie sich – ähnlich wie Zanele Muholi in Südafrika – gender-nonkonformen Lebensweisen annähert. Shah porträtierte hierfür indische Frauen, die sich den von der indischen Gesellschaft vorgegebenen Rollen verweigern. Ziel der Sichtbarmachung dieser Lebensweisen ist Aufklärung und Abbau von Vorurteilen zur Verbesserung der schwierigen Lebensverhältnisse dieser Menschen in der indischen Gesellschaft. Shah sagt dazu: „In letzter Konsequenz zahlen Leute, deren Gender-Identitäten sich nicht einfach einfügen in das herrschende Paradigma, einen hohen, manchmal mit Gewalt verbundenen Preis dafür, dass sie so sind, wie sie sind“. Seit 2003 ist Tejal Shah auch Ko-Kuratorin von „Larzish“, Indiens erstem Filmfestival zu den Themen Sexualität und Geschlechtervielfalt.Elke Koepping: Zeitgenössisch, Künstlerisch, queer. In: L-Mag Juli/August 2012, S. 18–20, hier: S. 19.

2004 veröffentlichte sie ihren Dokumentarkurzfilm „Calcutta Pride March 2004“ über Indiens zweite Gay-Pride-Parade „Walk on the Rainbow“.lesbenfilmfestival.de: Filme 2004, C Abgerufen am 9. Juli 2013.

Für die Documenta 13 im Jahr 2012 in Kassel schuf sie die Videoinstallation „Between the Waves“, in der sie sich fantasiereich jüngeren Erkenntnissen von Biologie und Physik annäherte. In einer künstlerischen Utopie von einer diskriminierungsfreien Wissenschaft führte Shah hier das Konzept vom „biologischen Überschwang“ aus, das Abweichungen von in der Natur gegebenen biologischen Formen oder Phänomenen als produktiv für die Weiterentwicklung einer Art beschreibt. Damit konzeptualisierte der Biologe Bruce Bagemihl seine Aufdeckung regelmäßiger gleichgeschlechtlicher sexueller Verhaltensweisen einer ganzen Reihe von Tierarten, die bis vor wenigen Jahren von der Forschung verdrängt wurden. Die Videoinstallation stellte darüber hinaus Verbindungen zu Post-Porn-Theorien, Kommunikationsstudien und buddhistischer Philosophie her.Zwischen den Wellen in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 2. Juni 2013, Seite 35

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellung: 2013: Between the Waves, Galerie Barbara Gross, München

2011: La Centrale Galerie Powerhouse, Montreal

Gruppenausstellungen: 2012: Documenta 13, Kassel 2011: Centre Pompidou, Paris 2010: Whitechapel Gallery, London 2008: Devi Art Foundation, Neu-Delhi 2007: Brooklyn Museum, New York

Weblinks Internetseite der Künstlerin Tejal Shah bei artfacts.net Die indische Künstlerin Tejal Shah: Zwischen Sex und Gender - Eine Suche in Bildern Interview mit Tejal Shah (englisch) (Video; 38 min) Trailer zum Video Calcutta Pride March 2004 (englisch)

Einzelnachweise

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