David Askevold (* 30. März 1940 in Conrad, Montana; † 23. Januar 2008 in Halifax) Nettime mailing list archives Alan Sondheim über David Askevold abgerufen am 7. Juli 2013 (englisch) war ein US-amerikanisch-kanadischer Konzept- und Videokünstler sowie Kunstprofessor.Ian Murray artnet abgerufen am 7. Juli 2013 (englisch)

Leben und Werk Askevold wurde 1940 in Montana geboren und studierte Anthropologie und Kunst an der dortigen Universität. Um sein Studium zu bezahlen, verkaufte er in seinem Laden Landschaftsbilder und Töpferwaren für seine Mitstudenten. In seinen Anfangsjahren war er stark beeinflusst von Kandinskis Schrift: Über das Geistige in der Kunst. Insbesondere in der Malerei. Jackson Pollock und Willem de Kooning waren seine bevorzugten Maler.

Als Max Beckmann Stipendiat für Malerei studierte 1963 an der Brooklyn Museum School of Art in New York. Bis 1966 lebte er in Brooklyn und Manhattan, wo er mehrere Jahre im Buchladen des Museum of Modern Art tätig war. In dieser Zeit lernte er die Werke von Ad Reinhardt, Donald Judd, Andy Warhol, James Rosenquist und Claes Oldenburg kennen. 1968 machte er dem Bachelor of fine Arts in den Fächern Zeichnung, Malerei und Skulptur.

Von 1972 bis 1973 besuchte er während eines Sabbatjahrs Europa, im Speziellen England, wo er mit Hilfe des niederländischen Konzeptkünstlers Jan Dibbets Kontakte zu zahlreichen Galeristen knüpfte. 1974 gab er seine Lehrtätigkeit an der NSCAD auf und wurde dann in Boutiliers Point auf Nova Scotia ansässig.

Zwischen 1976 und 1980 wurde Askevold zu Lehrtätigkeiten an verschiedenen Hochschulen berufen. Dazu gehören die University of California, Irvine, die California Institute of the Arts, das Art Center College of Design in Pasadena. 1973 hatte er eine Lehrtätigkeit am California Institute of the Arts (Cal Arts), anfangs als Vertretung für John Baldessari, dann von 1977 bis 1978 als Lehrauftrag. 1982 zog er wieder nach New York und lehrte 1985 Madison Media Institute in Minneapolis. Dort entstand in Zusammenarbeit mit Studenten sein einziges Musikvideo Makes No Sense at All & Love is All Around mit zwei Songs der Alternative/Punk-Band aus Minneapolis/Saint Paul namens Hüsker Dü.

Seit 1990 produzierte er, auch durch den Einfluss seiner neuen Partnerin Norma Ready, Interview with Norma Ready, 2012 abgerufen am 7. Juli 2013 (englisch) eine große Anzahl neuer Werke.

Sein Hauptausdrucksmittel ist in seiner frühen Werkphase das Video. Damit kombiniert er in den Ausstellungssituationen Zeichnung, Fotografie und Text zu einer Installation. Cliff Eyland David Askevold cultural geographies and other works abgerufen am 7. Juli 2013 (englisch)

Projects Classes Während seiner Lehrtätigkeit an dem Nova Scotia College für Kunst und Design von 1968 bis 1974 entwickelte David Askevold die Projects Classes:Love Mansion, Canadian photographic portfolio society abgerufen am 7. Juli 2013 (englisch)

Konzeptkünstlern, die in New York ansässig waren, schickte Askevold eine Einladung, ihm schriftliche Aufträge für seine Studenten zukommen zu lassen. Dieser Einladung folgten: Lawrence Weiner, Robert Smithson, Lucy Lippard, Joseph Kosuth, Mel Bochner und Sol LeWitt.

Sol LeWitt präsentierte der Künstlerklasse eine To-do-Liste, auf der es u. a. hieß:

Ein Werk, welches mit der Idee des Irrtums arbeitet. Ein Werk, welches mit der Idee der Unvollständigkeit arbeitet. Ein Werk, welches mit der Idee der Unendlichkeit arbeitet.

Videos (Auswahl) 1970: Fill 1972: Learning about Cars and Chocolates 1977: Bliss D.F.2 1982: Rhea 1986–1987: ¼ Moon 1993: Once Upon a Time in the East 1995: Don't Eat Crow

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 1980: Van Abbemuseum, Eindhoven, Niederlande 2011: David Askevold, Camden Arts Centre, London, Vereinigtes Königreich 2013: David Askevold: Once Upon a Time in the East Kurator: von David Diviney Art Gallery of Nova Scotia Kanada Art Gallery of Nova Scotia (AGNS) abgerufen am 7. Juli 2013 (englisch)

Gruppenausstellungen 1971: Projects: Pier 18 MoMA Museum of Modern Art, New York 1974: Project 74 Wallraf-Richartz Museum, Köln 1977: documenta 6, KasselMuse Extracts: David Askevold abgerufen am 7. Juli 2013 (englisch) 1979: Im Reich der Phantome Museum Abteiberg, MönchengladbachFotografie des Unsichtbaren, die Gemeinschaftsarbeit Poltergeist von Mike Kelley und David Askevold Museum Abteiberg, abgerufen am 7. Juli 2013. 1979: Narrative Art Groninger Museum, Niederlande 1984: Recent Canadian video art SMAK Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent, Belgien 1990: 1965-1975 Reconsidering the Object of Art, Kurator: Ann Goldstein Museum of Contemporary Art, Los Angeles 1992: David Askevold und Mike Kelley, Whitney Museum, New York

Literatur David Askevold: Once Upon a Time in the East David Diviney 2011, ISBN 978-0-86492-659-3 Jan Peacock, Corpus Loquendi Body for Speaking. Halifax: Dalhousie Art Gallery, 1994 Frederick M. Dolan und Peggy Gale. David Askevold. Eindhoven: The Van Abbe Museum, 1981 Alan Sondheim, ed. Post Movement Art in America Dutton Books. New York, New York. 1977

Einzelnachweise

Kategorie:Videokünstler (Vereinigte Staaten) Kategorie:Videokünstler (Kanada) Kategorie:Konzeptkünstler (Vereinigte Staaten) Kategorie:Konzeptkünstler (Kanada) Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Performancekünstler (Vereinigte Staaten) Kategorie:Hochschullehrer (University of California, Irvine) Kategorie:Hochschullehrer (California Institute of the Arts) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Kanadier Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Gestorben 2008 Kategorie:Mann