Das Kloster Arqakaghni () war ein armenisches Kloster im Süden der Provinz Adana in der heutigen Türkei, neun Kilometer südöstlich der antiken Stadt Mopsuestia, des heutigen Yakapınar im Osten der Çukurova.

Es wurde im Jahr 1122 erbaut und 1915 beim Völkermord an den Armeniern zerstört.

Namensgebung Das Kloster hat zwei unterschiedliche Namen:"Christian Armenia" Encyclopaedia, Yerevan 2002, S. 163 Arqakaghni (oder Arqakaghin), das im Armenischen Königseiche bedeutet, da das Kloster von Eichenbäumen umrundet war. Hachoyakatar (Հաճոյակատար), das in der armenischen Sprache wörtlich Liebster Rücken bedeutet, jedoch mit Mutter Gottes identifiziert wird.

Außenbau Das Arqakaghni-Kloster bestand aus mehreren Kirchen und befand sich in einem Wald aus Eichen, Platanen und Olivenbäumen. Die Hauptkirche war der Muttergottes (Surb Astvatsatsin) geweiht.

Geschichte Das Arqakaghni-Kloster wurde im Jahre 1122 nach Christus nahe Mopsuestia, einer antiken Stadt im Königreich Kleinarmenien als Sitz des Bischofs von Mopsuestia gegründet."Sisuan" by Ghevond Alishan, Venice 1885 Es war Bibliothek für seltene mittelalterliche armenische Bücher und Manuskripte,"Cilicia's Monasteries" by H. Voskyan, Wien 1957 Schule und Universität. Es hatte ein Skriptorium und war Zentrum für armenische Volks- und Kirchenmusik.

Die folgenden mittelalterlichen Geschichtswissenschaftler erwähnten das Arqakaghni-Kloster: Vardan Areveltsi (Վարդան Արևելցի, XIII Jh.) Kirakos Gandzaketsi (Կիրակոս Գանձակեցի, XIII Jh.)Kirakos Gandzaketsi's "History of Armenia", Jerewan 1982 Smbat Gundstabl (Սմբատ Գունդստաբլ, XIII Jh.)"Smbat Sparapet" von Taregirq magazine, Venedig 1956 Hovhannes Yerznkatsi (Հովհաննես Երզնկացի, XIII cen.)

Der mittelalterliche armenische Autor und Priester Vardan Aygektsi studierte hier.Vardan Aygektsi's biography at "hayeren.hayastan.com"

In den Jahren 1206–08 wurde das Arqakaghni-Kloster Amtssitz des Erzbischofs David Arqakaghneci. Im Kloster wurden König Levon II., sein Vater Stephane (Ստեփանե) und Grigor Apirat beerdigt.["Sisuan" von Ghevond Alishan, Venice 1885]

Ein Erdbeben 1269 beschädigte das Kloster, 1284 wurde es wiedererrichtet und blieb bis zu den Massakern an den Armeniern im Vilâyet Adana 1909 in Betrieb, als es erneut zerstört wurde. Während des Völkermords 1915 wurde es endgültig zerstört.

Einzelnachweise

Kategorie:Armenisch-apostolisches Kloster Kategorie:Kloster (12. Jahrhundert) Kategorie:Kilikien Kategorie:Zerstört in den 1910er Jahren Kategorie:Organisation (Provinz Adana) Kategorie:Erbaut in den 1120er Jahren Kategorie:Ehemaliges Kloster in der Türkei Kategorie:Ceyhan