Aspertshofen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Kirchensittenbach im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Aspertshofen hat eine Fläche von 2,817 km². Sie ist in 793 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 3552,78 m² haben.

Geographie Das Dorf liegt im Sittenbachtal. Der Stöpperbach mündet innerorts als linker Zufluss des Sittenbachs. Die Staatsstraße 2404 führt nach Kirchensittenbach (1,4 km nordwestlich) bzw. nach Kühnhofen (2,3 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Stöppach (2,2 km nördlich).

Ortsname Soweit bisher bekannt, taucht der Name des Dorfes Aspertshofen erstmals im Bayerischen Salbuch von 1275 auf. Damals unter dem Namen „Oprechtshouen“. Der Name dürfte darauf hinweisen, dass sich hier zuerst ein Hof eines Osbrecht oder Ochsbrecht befunden hat, der später dem Dorf seinen Namen gab. Im Salbuch der Propstei Hersbruck von 1300 wird als Ortsname „Achtsprechtshofen“ genannt. Die Forschung geht davon aus, dass die Orte mit den Namensendungen -hof oder -hofen älter sind, als die Orte mit den Namensendungen -dorf oder -feld. Es kann also angenommen werden, dass die erste Ansiedlung im Dorf auf das 7.–8. Jahrhundert zurückgeht (Autor: Hans Engelhardt).

Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Aspertshofen aus 18 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das nürnbergische Pflegamt Hersbruck aus. Alleiniger Grundherr war die Reichsstadt Nürnberg, unmittelbar: Pflegamt Hersbruck (5 Gütlein) und Pflegamt Reicheneck (2 Halbhöfe, 1 Gut), mittelbar: Propstei Hersbruck (1 Hube, 3 Halbhuben, 2 Viertelhuben), die Pfarrei Hersbruck (1 Gütlein) und die Jobst-Friedrich-Tetzelstiftung (1 Hof, 2 Güter).

Mit dem Gemeindeedikt wurde Aspertshofen im Jahr 1808 der Steuerdistrikt Kirchensittenbach und der Ruralgemeinde Kirchensittenbach zugewiesen. Miz dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Aspertshofen. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Hersbruck und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Hersbruck. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 2 Anwesen bis 1835 dem Volckamer’schen und Behaim’schen Patrimonialgericht Kirchensittenbach. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Aspertshofen am 1. Januar 1977 nach Kirchensittenbach eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987Einwohner 153 172 172 160 184 210 191 204 196 211 185 174 173 168 188 181 174 164 161 200 232 215 181 216 250HäuserEs werden nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 19 26 31 37 37 37 34 37 40 64Quelle

Baudenkmäler Es gibt acht Baudenkmäler, teilweise aus dem 18. Jahrhundert.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Kirchensittenbach Kategorie:Ort im Landkreis Nürnberger Land Kategorie:Ersterwähnung 1275 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nürnberger Land) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1976 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Nürnberger Land