Homberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein an.
Geographie Homberg liegt im am Rand des Nordpfälzer Berglands in der Westpfalz. Im Südwesten befindet sich der Ortsteil Schönbornerhof, im Norden Langweiler und im Osten Herren-Sulzbach. Westlich liegt der Truppenübungsplatz Baumholder. Zu Homberg gehört auch der Wohnplatz Schönbornerhof.
Geschichte Der Schörnbornerhof wurde 1290 erstmals urkundlich erwähnt, Homberg im Jahr 1319. Der Ort gehörte zur Wild- und Rheingrafschaft. Darauf verweist der rote Löwe im Wappen.
Im Jahre 1816 kam der Ort zum Fürstentum Lichtenberg, einer neugeschaffenen Exklave des Herzogtums Sachsen-Coburg-Saalfeld beziehungsweise ab 1826 des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Mit diesem fiel er 1834 an Preußen, das aus diesem Gebiet den Landkreis Sankt Wendel schuf. Nach der Abtrennung des Hauptteils an das neugeschaffene Saargebiet entstand 1920 der Restkreis Sankt Wendel-Baumholder, zu dem der Ort bis 1937 gehörte, als er in den Landkreis Birkenfeld eingegliedert wurde. 1969 wurde er in den Landkreis Kusel umgegliedert.
Durch das rheinland-pfälzische „Landesgesetz über die Auflösung des Gutsbezirks Baumholder und seine kommunale Neugliederung“ vom 2. November 1993 (GVBl, S. 518) wurde die bis dahin zum Landkreis Birkenfeld gehörende Gemarkung der früheren Gemeinde Ilgesheim am 1. Januar 1994 in die Ortsgemeinde Homberg umgegliedert.Zum Kartenvergleich: alte Gemeindegrenzenkarte: Walther Hubatsch (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Band 7, Marburg/Lahn 1978, Karten-Anlage 8; neue Gemeindegrenzenkarte: Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Übersichtskarte mit Gemeindegrenzen Ausgabe B, ISBN 978-3-89637-316-8.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Homberg besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Bürgermeister Sascha Lorentz wurde am 20. Mai 2026 Ortsbürgermeister von Homberg, nachdem er bereits seit April 2025 als Erster Beigeordneter die Amtsgeschäfte kommissarisch geführt hatte. Nach der Amtsniederlegung seines Vorgängers gab es keinen Wahlvorschlag für eine am 22. Juni 2025 geplante Direktwahl. Gemäß der rheinland-pfälzischen Gemeindeordnung oblag damit die Wahl dem Rat der Gemeinde, der aber zunächst keinen Bewerber finden konnte. Erst im Mai 2026 erklärte sich der bisherige Erste Beigeordnete zur Kandidatur bereit und wurde vom Rat einstimmig zum Ortsbürgermeister gewählt.
Sein Vorgänger Marc-Steffen Risch hatte das Amt am 23. Juli 2019 von Anita Gräßer übernommen. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 80,62 % gewählt worden.Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: . Risch wurde bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 64,8 % der Stimmen für weitere fünf Jahre wiedergewählt. Im März 2025 kündigte er jedoch an, zum 1. April 2025 sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederzulegen, wodurch eine vorgezogene Neuwahl erforderlich wurde.
Wirtschaft und Infrastruktur Im Norden verläuft die Bundesstraße 270. In Lauterecken ist ein Bahnhof der Lautertalbahn.
Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Homberg Liste der Naturdenkmale in Homberg
Weblinks
Ortsgemeinde Homberg Ortsgemeinde Homberg auf den Seiten der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein Homberg bei regionalgeschichte.net
Einzelnachweise
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