mini|St. Dionysius in Kleinenbroich mini|Die alte Kirche St. Dionysius 1873 mini|Blick zum Chor Die römisch-katholische Nebenpfarrkirche St. Dionysius in Kleinenbroich gehört zum Bistum Aachen. Ihr Name stammt vom Hl. Dionysius von Paris. Die Kirche gehört zur Pfarre St. Andreas (Korschenbroich) im Pastoralen Raum Korschenbroich. Gegenüber der Kirche befinden sich das Pfarrbüro und eine katholische Bücherei.

Geschichte Nach vorliegenden Quellen sollen die ältesten Besitzer von Haus Kleinenbroich am Neusser Weg eine Maternuskirche erbaut haben, die im Jahre 1160 durch Hildegund von Liedberg als Dionysiuskirche erneuert worden sein soll. Diese Kirche wurde wahrscheinlich um 1300 aufgegeben, weil in dieser Zeit Kleinenbroich mit Büttgen vereinigt wurde.

Die erste in Kleinenbroich erwähnte Kapelle, die dem hl. Nikolaus tituliert war, wurde 1584 im Truchsessischen Krieg zerstört und daraufhin zwischen 1594 und 1599 unter dem Patronat des hl. Dionysius mit Mitteln der Gemeinde wieder aufgebaut. Im 18. Jahrhundert soll diese Kirche für sich die pfarrlichen Rechte in Anspruch genommen haben. Die offizielle Trennung von Büttgen erfolgte jedoch erst 1799.

Die Kirche von 1594 wurde im Jahr 1873 abgetragen. Im Jahr 1854 wurde der Bau der neuen Kirche in Kleinenbroich beschlossen. Die neugotische Kirche wurde an anderer Stelle nach den Plänen des Baurats Vincenz Statz erbaut. Am 14. Mai 1868 wurde der Grundstein für den Backsteinbau gelegt. Nach der Fertigstellung der dreischiffigen Kirche im Jahr 1869 wurde 1870 der erste Gottesdienst in dieser Kirche gefeiert.Paul Clemen (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Städte und Kreise Gladbach und Krefeld. Schwann, Düsseldorf 1896, S. 51–52 (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Band 3, 4); .

Nach schweren Schäden durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg 1945 wurde sie vollständig neu aufgebaut. 1957 waren alle Renovierungsarbeiten abgeschlossen.

Die Pfarre St. Dionysius wurde zum 1. Januar 2026 aufgehoben und mit weiteren aufgehobenen Pfarreien in die Pfarre St. Andreas/Korschenbroich eingegliedert. Seitdem ist St. Dionysius keine Pfarrkirche mehr, sondern eine Nebenpfarrkirche.

Architektur Das Kirchengebäude ist aus Backstein gebaut und hat die Form einer dreischiffigen, neugotischen Basilika mit Querschiff. Der Westturm ist vorgesetzt.

Glocken 1884 erhielt die Kirche vier Glocken. 1917 wurden drei Glocken zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Mit Spenden und Sammlungen von den Pfarrangehörigen konnten 1930 die verlorenen Glocken erneuert werden. Im Zweiten Weltkrieg wurden wiederum drei Glocken eingeschmolzen: die alte Glocke von 1884 und zwei der 1930 beschafften.

Im Jahr 1957 wurden vier neue Glocken vom Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation angeschafft, feierlich gesegnet und im Glockenturm aufgehängt.

Technische Daten Glocke Norbert Jachtmann: Glockengeläut in der Region Mönchengladbach. Ø (mm) Gewicht (kg) Nominal (16tel) Material   I 1690 1815 c’ Gussstahl II 1425 1091 es’ Gussstahl III 1260 775 f’ Gussstahl IV 1110 515 g’ Gussstahl

Geläutemotiv O Heiland, reiß die Himmel auf (Gotteslob Nr. 231)

Denkmalschutz Die Kirche wurde am 10. September 1985 in die Denkmalliste der Stadt Korschenbroich mit folgendem Text eingetragen:

Weblinks

Einzelnachweise

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