rahmenlos|rechts|Führungsunterstützungszentrum Das Führungsunterstützungszentrum (FüUZ) war von 2011 bis 2016 das Kompetenzzentrum des Österreichischen Bundesheeres in den Bereichen Führungsunterstützung (FüU) Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) Militärisches Geowesen (MilGeoW) fachbezogene Aus- und Weiterbildung auf allen Gebieten der FüU

Am 1. Jänner 2017 wurde das Führungsunterstützungszentrum in Kommando Führungsunterstützung und Cyber Defence umbenannt.

Struktur Das Führungsunterstützungszentrum hatte folgende Gliederung: Führungsabteilung Institut für Militärisches Geowesen Abteilung IKT-Innovation Bereich Applikationen Bereich IKT-Technik Bereich IKT-Betrieb Führungsunterstützungsschule

Dislokation Das Führungsunterstützungszentrum war mit dem Kommando und dem größten Anteil im Amtsgebäude Stiftgasse, Stiftgasse 2a, 1070 Wien untergebracht.

Teile des FüUZ in Wien waren in folgenden Liegenschaften disloziert: Kommandogebäude Heckenast-Burian Starhemberg-Kaserne Militärische Liegenschaft Breitensee

Weitere Außenstellen in den Bundesländern für die Benutzerbetreuung: Amtsgebäude Steiner (früher FM Conrad) (Tirol) Schwarzenbergkaserne (Salzburg) Amtsgebäude Garnisonstraße (Oberösterreich) Windischkaserne (Kärnten) Fliegerhorst Hinterstoisser, Belgier-Kaserne (Steiermark) Kommandogebäude Feldmarschall Hess (Niederösterreich)

Geschichte 1962–1983 EDV-Referate in der Zentralstelle des Bundesministeriums für Landesverteidigung (BMLV)

In die Zeit der frühen Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts fallen die ersten grundsätzlichen Überlegungen im Bundesministerium für Landesverteidigung, die elektronische Datenverarbeitung zur Unterstützung der Verwaltung einzusetzen.

Mit 1. Oktober 1962 wurde die Basis für den Einsatz der EDV im Bundesheer mit der Bildung eines Hauptreferats EDV in der damaligen Organisationsabteilung des BMLV geschaffen. Bis 1983 wurden die Aufgaben der elektronischen Datenverarbeitung des Bundesheeres im selbständigen Referat EDV in der Abteilung Informatik, Fernmeldewesen und Elektronik des BMLV wahrgenommen. Dieses Referat war mit den Jahren auf über 100 Mitarbeiter gewachsen, und 1982 wurden die Vorarbeiten für eine Ausgliederung aus der Zentralstelle aufgenommen.

1983–2002 Heeres-Datenverarbeitungsamt (HDVA)

Diese Reorganisationsüberlegungen führten zu der mit Wirksamkeit vom 1. Juni 1983 erfolgten Errichtung des Heeres-Datenverarbeitungsamtes als unmittelbar nachgeordnete Dienststelle des Bundesministeriums für Landesverteidigung. Mit Wirkung vom 1. März 2001 wurden die Bediensteten der Rechenzentren der Militärkommanden in das HDVA in den Bereich der Benutzerbetreuung übernommen. Mit März 2002 wurden die Mitarbeiter der IT-Teile der Heeres-Bauverwaltung in den Entwicklungsbereich des HDVA integriert.

Leiter des HDVA Zeitraum Divisionär Kurt Rössner 01.06.1983–30.04.1984 Brigadier Josef Hudal 01.05.1984–31.07.1984 Divisionär Otto Horak 01.08.1984–30.03.1989 Brigadier Josef Hudal 01.04.1989–30.08.1989 Divisionär Franz-Josef Regl 01.09.1989–30.11.2002

2002–2010 Kommando Führungsunterstützung (KdoFüU)

Im Rahmen der Reorganisationsmaßnahmen im Jahre 2002 wurden das Heeres-Datenverarbeitungsamt, der Stab Fernmeldeführung, Teile des Amts für Wehrtechnik und die Abteilungen Fernmelde- und Elektronisches Gerät (FMEG) und Einkauf des BMLV organisatorisch zusammengeführt, und mit Wirkung vom 1. Dezember 2002 wurde das Kommando Führungsunterstützung errichtet. Gleichzeitig wurde eine IKT-Direktion im Rüstungsstab der Zentralstelle des BMLV eingerichtet und der Kommandant des KdoFüU als Leiter dieser IKT-Direktion eingeteilt. Im Zuge der neuerlichen Reorganisation der Zentralstelle des BMLVS im Jahr 2008 wurde die IKT-Direktion aufgelassen. Gleichzeitig wurden die Abteilungen IKT-Systeme und IKT-Einkauf in die Zentralstelle übergeleitet. Damit verlor das KdoFüU seine Integration in die Zentralstelle und war ab 1. Juni 2008 eine der Sektion III/BMLVS unmittelbar nachgeordnete Dienststelle.

Kommandanten des KdoFüU von–bis Brigadier Hermann Loidolt 01.12.2002–31.05.2008 Brigadier Peter Klocko 01.06.2008–30.11.2010 Brigadier Siegfried Wieser 01.12.2010–31.12.2010

2011–2016 Führungsunterstützungszentrum (FüUZ)

Der Startschuss für das Projekt FüUZ erfolgte seitens BH2010 am 11. Juni 2008. Der Auftrag beinhaltete die Zusammenführung des Kommandos Führungsunterstützung (KdoFüU) mit der Fernmeldetruppenschule (FMTS) und die Aufstellung einer neuen Abteilung IKT-Innovation. Am 1. Jänner 2011 wurde das Führungsunterstützungszentrum aufgestellt.

Am 1. Jänner 2017 wurde das Führungsunterstützungszentrum in Kommando Führungsunterstützung und Cyber Defence umbenannt. Leiter des FüUZ von–bis Brigadier Siegfried Wieser 01.01.2011–28.02.2011 General Edmund Entacher 01.03.2011–30.05.2011 Brigadier Siegfried Wieser 01.06.2011–30.09.2011 Hofrat Gerhard Hammerl 01.10.2011–01.01.2012 ObstdG Andreas Wochner 02.01.2012–29.02.2012 Brigadier Hermann Kaponig 01.03.2012–31.07.2013Verteidigungsminister Klug bestellt 17 Führungsfunktionen Abgerufen am 31. Juli 2013 Brigadier Andreas Wochner 01.08.2013–31.10.2016 Brigadier Hermann Kaponig 01.11.2016–31.12.2016

Einzelnachweise

Kategorie:Bundesheer Kategorie:Militärischer Verband (Bundesheer) Kategorie:Bundesministerium für Landesverteidigung