İșhan, Ischkani oder Ischchan (, , vom armenischen Wort für „Prinz“; ) ist ein aufgelassenes christliches Kloster auf dem Gebiet der heutigen türkischen Provinz Artvin.

Das Kloster war eines der wichtigen geistlichen Zentren im mittelalterlichen Tajk, später Tao-Klardschetien. Die erste Kirche wurde vom armenischen Katholikos Nerses III. dem Erbauer im 7. Jahrhundert errichtet,THE MONASTERY OF ISHAN (PDF-Datei) der selbst aus dem Dorf Ischchan in Tajk stammte und als Nerses III. Ischchanezi bekannt ist.Robert W. Thomson, J. Howard-Johnston: The Armenian History attributed to Sebeos (Translated Texts for Historians, Bd. 2), Liverpool 1999, S. 140.Rouben Paul Adalian: Historical Dictionary of Armenia. Scarecrow Press, 2010, ISBN 978-0-810-87450-3, S. PR35.

Die Kirche bestand im Grundriss aus vier Konchen, einer zentralen Kuppel und vier sternförmig angeordneten Apsiden. Sie wurde während der arabischen Invasionen des 7. Jahrhunderts verwüstet.Datur: Ishan yeni ingilizce (PDF; 2,4 MB)

In der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts wurde die Kirche nach der arabischen Eroberung aufgegeben, und Saba Ischchneli, einer der Anhänger Gregors von Chandsta, erneuerte sie in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts. In der mittelalterlichen georgischen Heiligenvita des Gregor von Chandsta wird die Kirche wie folgt erwähnt:

Die Form von Sabas restaurierter Kirche ist unklar. Ihre vier Konchen entsprachen der Kathedrale von Zvart'not und der späteren Kirche von Bana,Sirarpie Der Nersessian: III. Armenian Architecture. In: Dies.: Armenia and the Byzantine Empire. Cambridge, MA., 1945, S. 55–83 möglicherweise war es eine dreischiffige Basilika, die den Ostteil der heutigen Kirche ausfüllteWachtang Djobadze: Early Medieval Georgian Monasteries in Historic Tao, Klardjetʿi and Šavšetʿi. (Forschungen zur Kunstgeschichte und christlichen Archäologie, XVII) Franz Steiner, Stuttgart 1992, S. 194.

Literatur Mine Kadiroğlu: The architecture of the Georgian church at İşhan. Lang, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-631-42828-6.

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Einzelnachweise

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