mini|Der PQ 16 sammelt sich im Hvalfjörður vor Reykjavík Der Geleitzug PQ 16 war ein alliierter Nordmeergeleitzug, der im Mai 1942 vom isländischen Reykjavík kriegswichtige Güter in das sowjetische Murmansk und Archangelsk brachte. Durch deutsche U-Boot- und Luftangriffe verloren die Alliierten sieben Schiffe mit insgesamt 43.205 BRT und 32.400 t Ladung, darunter 147 Panzer, 77 Flugzeuge und 770 Kraftfahrzeuge.
Zusammensetzung und Sicherung mini|Während die Nigeria und die … mini|Liverpool zur Deckungsgruppe des Geleitzuges gehörten … mini|… übernahm die Achates die Nahsicherung mini|Die Frachter Empire Baffin und … mini|… Empire Lawrence Der Geleitzug PQ 16 setzte sich aus 36 Frachtschiffen zusammen. Am 21. Mai 1942 verließen sie das isländische Reykjavík () in Richtung Murmansk (). Kommodore des Konvois war Captain N. H. Gale, der sich auf der Ocean Voice eingeschifft hatte. Bis zum 24. Mai übernahm die Western Local Escort mit dem britischen Minensucher Hazard und den UJ-Trawlern St. Elstan, Lady Madelaine, Northern Spray und (nur bis 23. Mai) Retriever (französisch) den Nahschutz des Konvois. Danach übernahm die Ocean Escort mit den Zerstörern Ashanti, Martin, Achates, Volunteer, Garland (polnisch) und den Korvetten Honeysuckle, Starwort, Hyderabad (indisch), Roselys (französisch) die Sicherung bis Murmansk. Zur weiteren Nahsicherung fügten sich ab 25. Mai die britischen Kreuzer Nigeria, Kent, Norfolk, Liverpool und die Zerstörer Onslow, Oribi und Marne in den Geleitzug ein. Auch fuhren zwei britische U-Boote, die Seawolf und die Trident mit. Zur Fernsicherung – für den Fall, dass deutsche Großkampfschiffe den Konvoi angreifen würden – kreuzten zwischen Island und Norwegen das Schlachtschiff Duke of York, der Flugzeugträger Victorious, der Kreuzer London und die Zerstörer Blankney, Eclipse, Faulknor, Fury, Icarus, Intrepid, Lamerton, Middleton und Wheatland. Zusätzlich unterstützte die US-amerikanische TF 99 mit dem Schlachtschiff Washington, den Kreuzern Tuscaloosa, Wichita und den Zerstörern Mayrant, Rhind, Rowan, Wainwright die Briten. Des Weiteren stellten sich U-Boote (P.46, P.614, P.37 (britisch), O-10 (niederländisch), Minerve (französisch), S-102, Schtsch-422, K-1 (sowjetisch)) vor Nordnorwegen im Bereich der Anmarschwege deutscher Überwasserstreitkräfte auf.
Name Typ Flagge Vermessung in BRT Verbleib Alamar Frachter 5689 am 27. Mai durch KG 30 schwer beschädigt; selbstversenkt Alcoa Banner Frachter 5035 American Press Frachter 5131 American Robin Frachter 5172 Arkos Frachter 2343 Atlantic Frachter 5414 Black Ranger Frachter 3417 Carlton Frachter 5127 am 25. Mai durch Bombennahtreffer beschädigt; kehrte nach Island zurück Tschernyschewski Frachter 3588 City of Joliet Frachter 6167 am 27. Mai durch KG 30 beschädigt; am 28. Mai selbstversenkt City of Omaha Frachter 6124 Empire Baffin Frachter 6978 Empire Elgar Frachter 2847 Empire Lawrence Frachter 7457 am 27. Mai durch KG 30 versenkt Empire Purcell Frachter 7049 am 27. Mai durch KG 30 versenkt () Empire Selwyn Frachter 7167 Exterminater Frachter 6115 Heffron Frachter 7611 Hybert Frachter 6120 John Randolph Frachter 7191 Lowther Castel Frachter am 27. Mai durch I./KG 26 versenkt Massmar Frachter 5828 Mauna Kea Frachter 6064 Michigan Frachter 6419 Minotaur Frachter 4554 Mormacsul Frachter 5481 am 27. Mai durch KG 30 versenkt Nemaha Frachter 6501 Ocean Voice Frachter 7174 Pieter de Hoogh Frachter 7168 Rewoljuzioner Frachter 2900 Richard Henry Lee Frachter 7191 Schtschors Frachter 3770 Stari Bolschewik Frachter 3974 Steel Worker Frachter 5685 Syros Frachter 6191 am 26. Mai durch U 703 versenkt () West Nilus Frachter 5495
Verlauf mini|hochkant|Eine Heinkel He 111 H6 mit Lufttorpedo Nachdem der Geleitzug eine bekannte U-Boot-Aufstellung umfahren hatte, sichtete am 25. Mai die deutsche Luftaufklärung den Konvoi. Noch am gleichen Tag erfolgte ein Angriff der III. Gruppe des Kampfgeschwaders 26 (III./KG 26) mit 19 Heinkel He 111 mit Lufttorpedos. Dabei schoss die Hurricane des Katapultschiffes Empire Lawrence eine He 111 ab. Weitere sechs Junkers Ju 88 der III./KG 30 griffen vom norwegischen Bardufoss () aus, an. Durch Bombentreffer wurde der Frachter Carlton beschädigt und kehrte nach Island zurück. Zwei Ju 88 stürzten durch Flaktreffer ab. In der Nacht zum 26. Mai versenkte U 703 den Frachter Syros. Am 27. Mai griffen südostwärts der Bäreninsel sieben He 111 der I./KG 26 und elf Ju 88 des KG 30 an und versenkten mit Lufttorpedo die Lowther Castle und mit Bomben die Mormacsul, die Empire Lawrence und die Empire Purcell. Weiterhin musste die Alamar nach schweren Bombenschäden selbstversenkt werden. Weitere Frachter wurden beschädigt, so die City of Joliet, die am 28. Mai selbstversenkt werden musste. Weitere Angriffe am 29. Mai durch U-Boote und Flugzeuge blieben erfolglos. Am 30. Mai trennten sich sechs Frachter und ein Teil der Sicherungsschiffe mit dem Ziel Archangelsk vom Hauptgeleit ab. Letzte Angriffe des KG 30 auf beide Teilgeleite blieben erfolglos. Am 31. Mai traf das Teilgeleit für Murmansk und am 1. Juni das für Archangelsk ein. Gesamtverlust des Konvois: 7 Schiffe mit 43.205 BRT und 32.400 t Ladung, darunter 147 Panzer, 77 Flugzeuge und 770 Kraftfahrzeuge.
Einzelnachweise
PQ #::16 Kategorie:Unternehmen (Kriegsmarine) Kategorie:Konflikt 1942 PQ 16