mini|Grab der Familie Adler auf dem Freiburger Hauptfriedhof Gustav Adler (* 26. Juni 1891 in Freiburg im Breisgau; † 18. Januar 1963) war ein deutscher Kaufmann, Verbandsfunktionär und Kommunalpolitiker.

Werdegang Er war Sohn des Freiburger Kaufmanns und Stadtrats Gustav Adler (1857–1928) und dessen Frau Mathilde (geb. Zipfel, 1861–1922). Nach der Mittleren Reife besuchte Adler das Technikum für die Textilindustrie in Reutlingen und war anschließend als Textilkaufmann und ab 1928 als Inhaber des elterlichen Textilhauses „Woll-Adler“ in Freiburg tätig.

Adler war bis 1933 Vorsitzender der Zentrumsfraktion im Freiburger Bürgerausschuss. Nach der Gleichschaltung behielt er sein Mandat und blieb im Bürgerausschuss bis zu dessen Aufhebung am 6. März 1934.Die letzten demokratisch gewählten Stadtverordneten 1930-1933 (Bürgerausschuss) (PDF; 41 kB), Stadt Freiburg Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 wurde er zeitweise inhaftiert.Gerd R. Ueberschär: Freiburg im Luftkrieg 1939–1945. Ploetz, Freiburg/Br. Würzburg 1990, ISBN 978-3-87640-332-8, S. 172,

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Adler Präsident des Einzelhandelsverbandes Baden,Taschenbuch des Öffentlichen Lebens Bd. 11, 1961, Festland-Verlag, Bonn 1961, S. 265 ab 1961 Vizepräsident,Baden-Württemberg 1961, S. 63, außerdem Mitglied im Präsidiumsrat auf Bundesebene. Von 1946 bis 1950 war er Präsident der Industrie- und Handelskammer Freiburg, danach deren Vizepräsident.Baden-Württemberg 1959, S. 61, Ab 1953 war er für die CDU erneut Stadtrat in Freiburg.Werner Köhler: Freiburg i. Br. 1945–1949, politisches Leben und Erfahrungen in der Nachkriegszeit. Stadtarchiv, Freiburg im Breisgau 1987, ISBN 978-3-923272-21-1, S. 283

Gustav Adler war verheiratet mit Hedwig (geb. Bitzenhofer, 1901–1988). Das Ehepaar hatte vier Kinder.

Ehrungen 1951: Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland Verdienstkreuz I. Klasse der Bundesrepublik Deutschland Päpstlicher Ehrenorden „Pro Ecclesia et Pontifice“

Literatur Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 14. Ausgabe. Arani, Berlin 1962, S. 6. Horst G. Kliemann, Stephen S. Taylor: Who’s Who in Germany. Bd. 1. Intercontinental Book and Publishing Co., New York; Oldenbourg, München 1956, S. 6 Hundert Jahre Woll-Adler. Hundert Jahre Kundendienst. 1848–1948. Aus der Geschichte eines Textilhauses. Freiburg 1948

Einzelnachweise

Kategorie:Kaufmann Kategorie:Stadtrat (Freiburg im Breisgau) Kategorie:Person (Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Träger des Ehrenzeichens Pro Ecclesia et Pontifice Kategorie:Zentrum-Mitglied Kategorie:CDU-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1891 Kategorie:Gestorben 1963 Kategorie:Mann Kategorie:NS-Opfer