Die Bietigheim Steelers sind eine professionelle Eishockeymannschaft aus Bietigheim-Bissingen, Baden-Württemberg. Sie werden seit der Saison 2007/08 von der ausgegliederten Spielbetriebsgesellschaft, der Steelers GmbH, geführt, treten seit der Saison 2025/26 in der zweitklassigen DEL2 an und tragen ihre Heimspiele in der EgeTrans Arena aus.

Der Stammverein SC Bietigheim-Bissingen Steelers e. V. betreibt neben dem Eishockey auch Eisstockschießen und ist vor allem für die Nachwuchsarbeit verantwortlich.

Zu ihren größten Erfolgen zählen der zweimalige Gewinn des DEB-Pokals 2012 und 2013 sowie der zwischenzeitliche Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga im Jahr 2021.

Geschichte Am 6. Juli 1981 fand die Vereinsgründung des SC Kornwestheim e. V. statt. Von 1981 bis 1987 nahm der Kornwestheimer Eishockeyverein am Spielbetrieb der Landesliga Baden-Württemberg teil. In der Saison 1988/1989 kam es zum Umzug nach Bietigheim. Dies war der Anlass dafür, dem Verein einen neuen Namen zu geben. Der Verein hieß seit diesem Zeitpunkt: SC Bietigheim/Kornwestheim (SCBBK). In der Saison 1989/1990 spielte der Verein in der Baden-Württemberg-Liga. In der Saison 1990/1991 kam es zum Aufstieg in die Regionalliga Süd-West. Im Sommer 1991 benannte sich der Verein in Schlittschuhclub (SC) Bietigheim-Bissingen um und konnte zur Saison 1992/93 in die Regionalliga Süd nachrücken. Aus dieser Zeit Anfang der 1990er-Jahre stammte auch der Spitzname Steelers, der vom damaligen Hauptsponsor Ekatit-Edelstahl herrührt.

Bei der Neueinteilung der Ligen zur Einführung der DEL 1994 wurde der SC in die 2. Liga Süd eingeteilt, von wo 1997 der Aufstieg in die 1. Liga Süd gelang – jedoch wurde die Mannschaft bei der Einführung der 2. Eishockey-Bundesliga zur Saison 1998/99 eine Klasse in die 1. Liga Süd zurückgestuft. Ab 1999 gelang dann die Etablierung in der 2. Bundesliga. Vor der Saison 2001/02 wurde der Vereinsname in SC Bietigheim-Bissingen Steelers umbenannt. Internetseite Steelers GmbH, 18. Dezember 2001; abgerufen am 7. Juli 2012 Im Sommer 2007 wurde die erste Mannschaft aus dem Verein in die Steelers GmbH ausgelagert. Internetseite Steelers GmbH, 8. Juli 2007; abgerufen am 7. Juli 2012 Für die Saison 2007/08 wurde erstmals in der Geschichte des Vereins ein sportlicher Direktor eingesetzt. Dies war ab 9. April 2007 Michael Komma, der zuvor auch als Trainer beim SC Bietigheim-Bissingen tätig gewesen war.

In der Saison 2008/09 gewannen die Steelers die Meisterschaft in der 2. Bundesliga und waren damit aufgrund des Rückzuges der Füchse Duisburg zum Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga berechtigt. Der Antrag zur Teilnahme an der Lizenzierung wurde jedoch vorzeitig zurückgezogen, da die Heimspielstätte im Ellental nicht die Kriterien des 9000-Punkte-Plans erfüllte und Gespräche mit den Betreibern der im knapp 20 Kilometer entfernten Stuttgart gelegenen Porsche-Arena erfolglos blieben.Steelers ziehen Antrag auf DEL-Lizenz zurück - Finanzielle Hürden und nicht DEL-taugliches Stadion. eishockey.info; abgerufen am 14. April 2014 steelers.de

Die Saison 2009/10 verlief ebenfalls erfolgreich. Die Mannschaft, welche nach der Meisterschaft zum großen Teil zusammengehalten werden konnte, erreichte in der Hauptrunde den vierten Tabellenplatz und hatte somit Heimrecht. Im Playoff-Viertelfinale bezwang man die Landshut Cannibals mit 4:2. Das anschließende Halbfinale gegen die Schwenninger Wild Wings war weniger erfolgreich. Zwar gingen die Steelers in der Serie mit 1:0 in Führung, konnten aber von den folgenden Spielen nur noch eines für sich entscheiden und verloren 2:4.

Nachdem zu Beginn der Saison 2010/11 Leistungsträger wie Justin Kelly das Team verließen oder wie Alexander Serikow Ladehemmungen hatten, befand sich das Team fast die ganze der Saison auf den letzten Tabellenplätzen. Dies bedeutete den bisherigen sportlichen Tiefpunkt der bisher erfolggewohnten Mannschaft. Nachdem aus 17 Spielen lediglich 3 Siege eingefahren werden konnten, wurde der Meistertrainer Christian Brittig entlassen und durch den Jugendtrainer Danny Held ersetzt. Dieser konnte das Team noch in die Pre-Playoffs führen, wo es aber 0:2 gegen den starken Aufsteiger Starbulls Rosenheim verlor.

In der Saison 2011/12 hoffte man wieder um die Playoffs spielen zu können und verstärkte das Team mit P.J. Fenton und Olivier Latendresse. Trotzdem befand sich das Team leider wieder nur am Tabellenende. Am 25. November wurde trotz eines hohen 7:4-Sieges gegen den damaligen Tabellenführer und späteren Meister Landshut Cannibals, Danny Held als Trainer durch den Kanadier Kevin Gaudet ersetzt. Dieser konnte das Team zwar nicht mehr aus dem Bereich der Playdowns retten und beendete die Saison auf dem 11. und drittletzten Platz. Die Playdowns konnten mit 14 Punkten in 8 Spielen trotz allen Befürchtungen erfolgreich beendet und ein drohender Abstieg verhindert werden. Einen Titel konnte das Team dennoch erringen. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte konnten die Steelers den DEB-Pokal gewinnen.

Zur Saison 2012/13 verstärkte Kevin Gaudet das Team mit dem Versprechen, dass man nie wieder in den Playdowns spielen will. Unter anderem holte er das Rodman Brüderpaar und mit Joey Vollmer einen der besten Goalies der Liga. Aufgrund des NHL Lockouts und der schweren Verletzung von David Rodman wurde zunächst T.J. Galiardi von den San Jose Sharks ausgeliehen. Als sich dieser dann nach 8 Spielen und 10 Punkten beim Derby gegen die Heilbronner Falken ebenfalls verletzte und David Rodman noch nicht fit war, lieh man auch noch den Erstrunden-Draftpick von 2008 Josh Bailey von den New York Islanders aus. Das Team funktionierte nun besser als in den letzten Saisons und erreichte am Ende der Hauptrunde den ersten Platz.

Anfang März 2018 kündigte die Spielbetriebsgesellschaft Einsparungen von mindestens 300.000 Euro pro Saison an gab in diesem Zuge bekannt, sich am Ende des Spieljahres 2017/18 von Cheftrainer Gaudet zu trennen. „In keiner Trainerära waren die Steelers erfolgreicher und haben sich in den sechs Jahren der Ära Gaudet als Spitzenteam der DEL2 fest etabliert“, wurde dessen Leistungen seitens des Vereins gewürdigt. Gaudet hatte zu zwei DEL2-Meistertiteln (2013 und 2015) geführt, 2014 und 2016 wurde man unter Leitung des Kanadiers Vizemeister sowie 2012 und 2013 Pokalsieger. Zum Abschluss seiner Amtszeit führte Gaudet die Mannschaft im Frühjahr 2018 noch einmal zum Gewinn der DEL2-Meisterschaft.eishockeynews.de

In der Saison 2018/19 hielten die Steelers immer Anschluss an die Top Sechs der Liga und beendeten die Hauptrunde auf dem zweiten Tabellenplatz. In den folgenden Play-offs scheiterten sie im Viertelfinale an den Dresdner Eislöwen mit 3:4. Zum Saisonende verließen unter anderem der langjährige Spieler Marcus Sommerfeld (Karriereende) sowie der bei den Fans sehr beliebte Shawn Weller den Verein.

Im Mai 2019 wurde die bereits in der Vergangenheit gelebte Kooperation für die Förderung von Nachwuchstalenten mit den Iserlohn Roosters verlängert.

Im Mai 2021 erreichten die Steelers die Meisterschaft in der DEL2 und stiegen, nachdem die DEL-Lizenz beantragt und die Bürgerschaft hinterlegt worden war, sportlich in die Deutsche Eishockey Liga auf. Im Juli 2021 erhielten die Steelers die DEL-Lizenz.

Nach zweijähriger Zugehörigkeit im Oberhaus, stieg man als Hauptrundenletzter in der Saison 2022/23 in die DEL2 ab.

In der darauf folgenden Saison 2023/24, die man wiederum auf dem letzten Tabellenplatz beendete, stand man nach zwei verlorenen PlayDown-Runden gegen die Starbulls Rosenheim sowie die Selber Wölfe als sportlicher Absteiger in die Oberliga Süd fest.

Somit erreichte man als erste Mannschaft den „Back-to-Back“-Abstieg in der Geschichte des deutschen Eishockeys.

In der Saison 2024/25 gelang der Wiederaufstieg in die DEL2 durch einen knappen 2:1-Sieg im 7. Playoffspiel gegen die Hannover Scorpions.

Ligenzugehörigkeit seit 1990 Saison Spielklasse Ligenname Hauptrunde Endrunde 1990/91 4. Liga Regionalliga Süd-West 6. Platz Qualifikationsrunde: 3. Platz 1991/92 4. Liga Regionalliga Süd-West 1. Platz Qualifikationsrunde: 2. Platz 1992/93 4. Liga Regionalliga Süd 13. Platz − 1993/94 4. Liga Regionalliga Süd 3. Platz − 1994/95 3. Liga 2. Liga Süd 8. Platz Aufstiegsrunde: 6. Platz 1995/96 3. Liga 2. Liga Süd 3. Platz Aufstiegsrunde: 5. Platz 1996/97 3. Liga 2. Liga Süd 1. Platz Aufstiegs-Play-offs: 2. Runde 1997/98 2. Liga Hacker-Pschorr-Liga 13. Platz − 1998/99 3. Liga 1. Liga Süd 1. Platz Qualifikationsrunde: 3. Platz 1999/00 2. Liga 2. Bundesliga 8. Platz Playoff-Viertelfinale 2000/01 2. Liga 2. Bundesliga 4. Platz Playoff-Viertelfinale 2001/02 2. Liga 2. Bundesliga 3. Platz Playoff-Halbfinale 2002/03 2. Liga 2. Bundesliga 1. Platz Playoff-Halbfinale 2003/04 2. Liga 2. Bundesliga 6. Platz Playoff-Halbfinale 2004/05 2. Liga 2. Bundesliga 8. Platz Playoff-Viertelfinale 2005/06 2. Liga 2. Bundesliga 3. Platz Playoff-Viertelfinale 2006/07 2. Liga 2. Bundesliga 9. Platz − 2007/08 2. Liga 2. Bundesliga 7. Platz Playoff-Viertelfinale 2008/09 2. Liga 2. Bundesliga 1. Platz Meister 2009/10 2. Liga 2. Bundesliga 4. Platz Playoff-Halbfinale 2010/11 2. Liga 2. Bundesliga 10. Platz Pre-Playoffs 2011/12 2. Liga 2. Bundesliga 11. Platz Abstiegsrunde: 2. Platz 2012/13 2. Liga 2. Bundesliga 1. Platz Meister 2013/14 2. Liga DEL2 3. Platz Vizemeister2014/15 2. Liga DEL2 1. Platz Meister2015/16 2. Liga DEL2 1. Platz Vizemeister2016/17 2. Liga DEL2 1. Platz Vizemeister2017/18 2. Liga DEL2 2. Platz Meister2018/19 2. Liga DEL2 2. Platz Playoff-Viertelfinale2019/20 2. Liga DEL2 8. Platz Pre-Play-offs 2020/21 2. Liga DEL2 4. Platz Meister Aufstieg 2021/22 1. Liga DEL 13. Platz − 2022/23 1. Liga DEL 15. Platz direkter Abstieg 2023/24 2. Liga DEL2 14. PlatzAbstieg (Play-Downs) 2024/25 3. Liga Oberliga 2. Platz Meister Aufstieg 2025/26 2. Liga DEL2 5. Platz Playoff-Halbfinale

Mannschaft Bedeutende frühere Mannschaften Meister der DEL2 2020/21 (Aufstieg in die DEL) Position Name Tor: Cody Brenner, Leon Doubrawa, Jimmy Hertel Verteidigung: Nikolai Goc, Benjamin Hüfner, Max Prommersberger, Max Renner, Fabian Ribnitzky, Tim Schüle Sturm: Brett Breitkreuz, Norman Hauner, Evan Jasper, Robin Just, Robert Kneisler, Fabjon Kuqi, Matt McKnight, Calvin Pokorny, Alexander Preibisch, René Schoofs, Riley Sheen, C. J. Stretch, Yannick Wenzel, Benjamin Zientek Trainer: Daniel Naud

Meister der DEL2 2017/18 Torhüter: Siniša Martinović, Ilya Sharipov

Verteidiger: Dominic Auger, Adam Borzęcki, Rob Brown, Benjamin Hüfner, Max Prommersberger, Kodi Schwarz, Bastian Steingroß

Angreifer: Frédérik Cabana, Norman Hauner, Justin Kelly, Max Lukes, Matt McKnight, Tyler McNeely, Andrew McPherson, Leon Müller, Alexander Preibisch, René Schoofs, Marcus Sommerfeld, Shawn Weller, Benjamin Zientek

Trainerstab: Kevin Gaudet, Marc St. Jean

Meister der DEL2 2014/15 Position Name Tor: Patrick Golombek, Siniša Martinović, Andreas Mechel Verteidigung: Dominic Auger, Adam Borzęcki, Markus Gleich, Benjamin Hüfner, Max Prommersberger, Bastian Steingroß Sturm: Frédérik Cabana, Michael Fink, Lucas Fröhlich, Mark Heatley, Robin Just, Marcel Kahle, Justin Kelly, Benjamin Kronawitter, Matt McKnight, Jason Pinizzotto, René Schoofs, Archie Skalbeck, Marcus Sommerfeld, Chris St. Jacques, Marco Windisch, David Wrigley Trainer: Kevin Gaudet

Meister der 2. Bundesliga und DEB-Pokalsieger 2012/13 Position Name Tor: Mathias Lange, Jochen Vollmer, Max Häberle, Andreas Mechel Verteidigung: Alexander Genze, Doug Andress, Ralf Herbst, Marcel Neumann, Markus Gleich, Bastian Steingroß, Tomáš Gulda Sturm: René Schoofs, Mike Bishai, David Rodman, Marcus Sommerfeld, Florian Schnitzer, Robin Just, Marcel Rodman, Philipp Quinlan, P.J. Fenton, Achim Moosberger, Mark Heatley, Chris St. Jacques, Barry Noe Trainer: Kevin Gaudet

DEB-Pokalsieger 2011/12