Balázs Imre Bácskai (* 29. Januar 1988 in Budapest) ist ein ungarischer Profiboxer im Halbmittelgewicht.
Amateurkarriere Balázs Imre Bácskai begann im Alter von sieben Jahren in Budapest mit dem Boxsport. Sein erster Trainer war sein Vater Imre Bácskai, der als Boxer an den Olympischen Sommerspielen 1980 und 1988 teilnahm, sowie jeweils die Silbermedaille beim Weltcup 1983 und den Europameisterschaften 1985 gewann.Olympic Games 1980World Cup 1983European Championships 1985Olympic Games 1988 Seine späteren Trainer waren der Europameister, Weltmeister und olympische Medaillengewinner Zsolt Erdei, sowie der ungarische Nationaltrainer László Kovács.
Er wurde 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2015 und 2016 Ungarischer Meister im Weltergewicht, sowie 2013 und 2014 Ungarischer Meister im Mittelgewicht.Hungarian National Championships Seine größten Erfolge im Nachwuchs waren der Gewinn einer Bronzemedaille bei den Kadetten-Europameisterschaften 2003 in KaunasEuropean Cadet Championships 2003, der Goldmedaille bei den Junioren-EU-Meisterschaften 2006 in RomEuropean Union Junior Championships 2006 und der Goldmedaille bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2006 in Agadir.World Junior Championships 2006 Weiters war er Teilnehmer der Kadetten-Weltmeisterschaften 2003 in Bukarest (Achtelfinale)World Cadet Championships 2003, der Schüler-Europameisterschaften 2003 in Rom (Viertelfinale)European Schoolboys Championships 2003 und der Junioren-Europameisterschaften 2005 in Tallin (Viertelfinale).European Junior Championships 2005
Bei der europäischen Olympiaqualifikation 2008 in Athen schied er im Achtelfinale gegen Jaoid ChiguerEuropean Olympic Qualifications 2008 und bei den Europameisterschaften 2008 in Liverpool im Viertelfinale gegen Abdülkadir Köroğlu aus.European Championships 2008
2009 gewann er im Weltergewicht die EU-Meisterschaften in Odense, wobei er diesmal unter anderem Jaoid Chiguer bezwingen konnte.European Union Championships 2009 Er startete daraufhin auch bei den Weltmeisterschaften 2009 in Mailand und besiegte Vasile Belous sowie Pedro Lima, ehe er gegen den späteren Silbermedaillengewinner Andrei Samkowoi ausschied.World Championships 2009
Seinen größten Erfolg erzielte er mit dem Gewinn der Goldmedaille im Weltergewicht bei den Europameisterschaften 2010 in Moskau. Er schlug dabei Patrick Wojcicki, Egidijus Kavaliauskas, Ionuț Gheorghe, Taras Schelestjuk und Alexis Vastine.European Championships 2010
2011 scheiterte er bei den Europameisterschaften in Ankara an Adriani VastineEuropean Championships 2011 und bei den Weltmeisterschaften in Baku an Errol Spence, hatte davor jedoch Gabriel Maestre besiegt.World Championships 2011
2012 unterlag er bei der europäischen Olympiaqualifikation in Trabzon im Viertelfinale gegen Abdülkadir KöroğluEuropean Olympic Qualifier 2012 und bei den Europameisterschaften 2013 in Minsk im ersten Kampf gegen Tamerlan Abdullayev.European Championships 2013 Bei den Weltmeisterschaften 2013 in Almaty schlug er Apichet Sansit, unterlag dann aber mit 1:2 gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Gabriel Maestre.World Championships 2013
2014 schied er im Halbfinale der EU-Meisterschaften in Sofia mit 1:2 gegen Michael O’Reilly aus und gewann damit Bronze im Mittelgewicht.European Union Championships 2014 Die Europaspiele 2015 in Baku endeten für ihn mit einer Niederlage im Achtelfinale gegen Souleymane Cissokho.European Games 2015 Bei den Europameisterschaften 2015 in Samokow gelang ihm ein Sieg gegen Araik Marutjan, ehe er gegen den späteren Goldmedaillengewinner Eimantas Stanionis unterlag.European Championships 2015
Im Februar 2016 boxte er einen Kampf für das Team Caciques de Venezuela in der World Series of Boxing, siegte dabei gegen Steven Donnelly und wurde zum WSB-Boxer der Woche gewählt. Nachdem er im April 2016 bei der europäischen Olympiaqualifikation in Samsun mit 1:2 gegen Vincenzo Mangiacapre ausgeschieden warEuropean Olympic Qualifier 2016, besiegte er im Juni 2016 beim olympischen Qualifikationsturnier in Baku Oliver Flodin, Paul Kroll, Abass Baraou und Pawel Kastramin.World Olympic Qualifier 2016 Er hatte sich damit für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro qualifiziert, wo er gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Souleymane Cissokho ausschied.Olympic Games 2016
Des Weiteren boxte er für den Nordhäuser SV in der 1. Deutschen Bundesliga, gewann 34 von 36 Kämpfen und wurde 2017 Mannschaftsmeister.Nordhäuser Boxer holen Meistertitel Zudem gewann mehrere internationale Turniere, darunter das Tammer Turnier 2014 und 2015.Tammer Tournament 2014Tammer Tournament 2015
Profikarriere In seinem Debütkampf bei den Profis sicherte er sich am 10. Juni 2017 den Ungarischen Meistertitel im Mittelgewicht gegen Norbert Harcsa (Bilanz: 8-0). Am 11. Dezember 2020 wurde er in seinem 14. Kampf WBO-Intercontinental-Champion im Halbmittelgewicht, nachdem er den Deutschen Nick Klappert (28-3) durch TKO in der zweiten Runde besiegt hatte. Den Titel verteidigte er erstmals im September 2021 einstimmig nach Punkten gegen den Argentinier Guido Pitto (27-8).
Am 29. April 2022 besiegte er den Niederländer Xavier Kohlen (11-0) und wurde IBO-International-Champion im Halbmittelgewicht. Am 24. Mai 2024 wurde er mit einem TKO-Sieg gegen den Dänen Kim Poulsen (32-6) Europameister der WBO im Supermittelgewicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Boxer (Ungarn) Kategorie:Ungarischer Meister (Boxen) Kategorie:Europameister (Boxen) Kategorie:Olympiateilnehmer (Ungarn) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2016 Kategorie:Teilnehmer an den Europaspielen (Ungarn) Kategorie:Teilnehmer der Europaspiele 2015 Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1988 Kategorie:Mann