mini|St. Peter in Dorndorf an der Saale mini|Innenraum-Panorama Die St. Peterskirche an der Brücke ist ein barockes Kirchengebäude im Ortsteil Dorndorf der Gemeinde Dornburg-Camburg im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen. Sie gehört zum Pfarrbereich Dorndorf-Steudnitz im Kirchenkreis Eisenberg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Lage Die Kirche stand früher an einer alten Brücke über die Saale, daher der Name. Die später angelegten moderneren Brücken stehen etwas weiter nördlich in Richtung Camburg.
Geschichte Die Kirche wurde 1725 bis 1727 anstelle einer durch Brand geschädigten Vorgängerkirche errichtet. Die Kirche ist ein schlichtes Bauwerk mit Mansarddach und einem Kirchturm im Osten mit barocker Kuppelhaube, der auf den Grundmauern eines mittelalterlichen Wach- und Wehrturms steht. Er ist wahrscheinlich nach dem Brand 1547 entstanden, das Datum 1631 an einem seiner Stützpfeiler bezieht sich vermutlich auf eine Instandsetzung. mini|Deckengemälde
Architektur und Ausstattung Die Emporen werden über außenliegende Treppen erschlossen. Vier 1890 übermalte und 1969 bis 1972 restaurierte Gemälde schmücken das hölzerne Tonnengewölbe. Vor der Ostwand steht ein hoher zweigeschossiger Kanzelaltar mit Darstellungen von Christus und Johannes als lebensgroße Schnitzfiguren neben der Kanzel und dem auferstandenen Christus im Auszug. Die Fassung von Kanzelaltar und Emporen, möglicherweise auch die Gemälde im Tonnengewölbe, sind Werke des Bürgeler Malers Christian Grote aus dem Jahr 1727. Ein kniender Taufengel ist auf das Jahr 1735 datiert.
In einem seitlichen, kleineren Fenster und auf umgebenden Tafeln sind die Namen der Gefallenen der Weltkriege gelistet.
Orgel mini|Gerhard-Orgel mini|Kirchenfenster zum Gedenken der Gefallenen der Weltkriege Die auf der zweiten Empore von Orgelbaumeister Johann Christian Adam Gerhard 1817Uwe Pape (Hrsg.): Lexikon norddeutscher Orgelbauer, Band 1: Thüringen und Umgebung. Pape Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-921140-86-4, S. 88. eingebaute Orgel wurde 1993/94 vom Unternehmen Vogtländischer Orgelbau Thomas Wolf restauriert.
Die Orgel mit zwei Manualen, Pedal und 19 Registern hat folgende Disposition: I Manual C–e3 Principal 8′ Holz/Zinn/Metall Bordun 16′ Holz gedeckt Viola di Gamb 8′ Holz/Metall Flauto amabile 8′ Holz offen Gedackt 8′ Holz gedeckt Gemshorn 4′ Metall konisch Octave 4′ Metall zylindrisch Quinte 3′ Metall konisch Superoctave 2′ Metall zylindrisch Mixtur IV Metall II Manual C–e3 Cornett III (4′) Metall Lieblich Gedackt 8′ Holz gedeckt Hohlflöte 8′ Holz offen Principal 4′ Metall zyl. Salicet 4′ Metall zyl. Waldflöte 2′ Metall kon. Pedal C–c1 Subbaß 16′ Holz gedeckt Principalbaß 8′ Holz offen Posaune 16′ Holz volle Länge Nebenregister Koppeln: Pedal an Hauptwerk durch separate Ventile, Manual-Schiebekoppel Tremulant auf das ganze Werk, Accord (Schalenglocken c2 - f2 - b2 - d3)
Literatur Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. 1. Auflage. Deutscher Kunstverlag München/Berlin 1998, ISBN 3-422-03050-6, S. 224.
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Einzelnachweise
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