Taxlberg ist ein Ort im Traunviertel in Oberösterreich wie auch Ortschaft der Gemeinden Steinhaus und Steinerkirchen an der Traun im Bezirk Wels-Land.

Geographie

Der Taxlberg befindet sich etwa 8 Kilometer südlich von Wels, etwa in der Mitte zwischen Steinhaus, Steinerkirchen und Sattledt, je 4 Kilometer entfernt. Er liegt im Traun-Enns-Riedelland auf Höhen um die am Riedeln zwischen Aiterbach (bei Wels zur Traun) im Osten und Dambach (Schalbach, bei Steinhaus zum Aiterbach) im Westen.

Der Ort Taxlberg selbst sind knapp ein Dutzend Häuser oberhalb des Aiterbachs, rund um die Kirche. Die Ortschaft, als zerstreute Häuser klassiert, erstreckt sich auf etwa 2½ km und umfasst etwa 50 Gebäude mit knapp 200 Einwohnern. Zum Ortschaftsgebiet gehören auch – Nord nach Süd – die Weiler Schörgendorf und Dorf, einige Häuser auf der anderen Bachseite an der Straße nach Matzelsdorf, und die Einzellage Großschachinger, sowie die Bergerhäuser am Aiterbach. Oberhalb der letzteren liegt noch ein Haus (Hnr. 25), das schon zum Gemeindegebiet Steinerkirchen gehört, und dort eine eigene Ortschaft bildet.

Der Ort liegt im Prinzip direkt an der A8 Innkreis Autobahn/Welser Westspange, ist aber durch einen Lärmschutztunnel, der direkt östlich des Orts beginnt, vor Beeinträchtigung geschützt. Die L1242 Eberstalzeller Straße (B138 bei den Pfennigmairhäusern – Eberstalzell – Vorchdorf) verläuft durch den Ort. Der Gemeindehauptort Steinhaus hat eine Haltestelle der Almtalbahn.

Nachbarorte und -ortschaften:

Geschichte Im Raum ist frühgeschichtliche Besiedlung belegt (Hortfund bei Giering), zur Römerzeit gehörte er zum Umland von Ovilava/Wels, Provinz Noricum (Römische Münze in der Kirchenmauer, Villa Traunleiten). Nach dem Hunneneinfall und in der Völkerwanderungszeit ging die Bevölkerung zurück. Der Raum war schon im 8. Jahrhundert bairisch besiedelt. Während der Ungarneinfälle im frühen 10. Jahrhundert war er wieder bedroht. Zu der Zeit stritten sich die Grafen von Lambach mit dem Stift Kremsmünster um die Gegend am Harter Wald (Reste im Schachenwald erhalten, Vergleich 992/993).Franz Pfeffer: Die Grafschaft im Gebirge. Zur Geschichte des oberösterreichischen Alpenraumes im frühen Mittelalter. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines 101, Abschnitt 1. Traungau und Ulsburggau, S. 196 (ganzer Artikel S. 175–219, Dort S. 21). Die Nikolokirche wurde 1108 geweiht (Inschrift).Rupert Froschauer: Zur Geschichte der Nikolauskirche von Taxlberg und ihre Weiheinschrift aus dem Jahre 1108. In: Jahrbuch des Musealvereines Wels. Band 30 (1993/94/95), Wels 1996, S. 257–287, .Bernhard Wieser: Kapellen, Marterl und Kreuze in Wels und Umgebung. Zitiert in Nikolo Kirche Taxlberg, Eintrag in Kulturnetz Wels Land.

1299 sind dann schon 11 Gehöfte urkundlich.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern im Traungau liegend,Pfeffer: Die Grafschaft im Gebirge., S. 176 (pdf S. 2). gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wurde er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Taxlberg gehört seit dem Mittelalter zur Pfarre Steinhaus (Filiale 1784), seit der mittleren Neuzeit im Distrikt Steinhaus, Die landestypischen Vierkanter finden sich zahlreich wie schon vor 200 Jahren. Das Steinerkirchner Gehöft wird um 1830 als Zwickledt genannt,Franziszeische Landesaufnahme (2. Landesaufnahme), um 1830 (Urmappe, als Layer online bei DORIS, diverse Kartenthemen, Urmappe quality insb. Kulturatlas);desgleichen Alois Souvent: Administrativkarte des Erzherzogthums Österreich ob der Enns, 1. Auflage 1857 (Thema Erste Landesaufnahmen, Layer Souvent 1857 online bei DORIS). und gehört bis heute zur Pfarrei Steinhaus, also dem Dekanat Wels-Land. Ab 1851 (Schaffung der Ortsgemeinden nach 1848/49) gehörte Taxlberg zur Gemeinde Oberschauersberg, ab 1868 zum neuen Bezirk Wels-Land, ab 1875 zur Gemeinde Steinhaus.

1976 wurde die Taxlbergkirche renoviert, 1977 eine Zufahrtsstraße gebaut.

Nach jahrzehntelangem Planungsverfahren um die Welser Westspange im Streit um den Natur- und Lärmschutz im Aiterbachtal wurde hier die Unterflurtrasse Steinhaus/Taxlberg mit 2.330 m gebaut, und das Teilstück, das heute Teil der A8 Innkreis Autobahn ist, 2003 eröffnet. Anlässlich des Baues wurde die L1242, die vorher westlich über Schörgendorf zur L567 bei Aiterbach führte, rückgebaut, und über Taxlberg – Matzelsdorf – Steinhaus gelegt.

+Bevölkerung und Gebäudestand Hzgt. Österr. Österr. o.d.Enns(EHzgt. Österr./Kthm. Österr./Österr.- Ugrn.) Bld. Oberösterreich(Rep. Österr.)1299146715261650178417881869195119611971198119912001 – – – – – – 206 244 198 196 209 194 192 11 24 27 29 36 35 41 40 44 44 46 52 52 Zeitreihe wohl spätestens ab 1951 nur für Gem. Steinhaus

Sehenswürdigkeiten und Tourismus mini|Die Filialkirche Taxlberg Filialkirche hl. Nikolaus (Nikolokirche, Taxlbergkirche): romanische Kirche, steht mitsamt der ehemaligen Friedhofsfläche Flurdenkmale: Leithenmayr-Kapelle beim Haus Leithenmayr beim Kreuz (Taxlberg 3, Quittner, bei Matzelsdorf): Votivkapelle ursprünglich von 1844, 1967 neu gebautLeithenmayr Kapelle, Eintrag in Kulturnetz Wels Land. Edelmüller-Kapelle bei der ehemaligen Edelmühle (Taxlberg 36, am Bach unterhalb des Orts, jüngst abgerissen): Errichtung unbekannt. gehört der ÖSAG, Zukunft ungewiss.Bernhard Wieser: Kapellen, Marterl und Kreuze in Wels und Umgebung. Zitiert in Edelmüller Kapelle, Eintrag in Kulturnetz Wels Land. Kreuzsäule beim Listmairgut (Taxlberg 35, Hable): Stammt ursprünglich aus der Linzer Gegend.Bernhard Wieser: Kapellen, Marterl und Kreuze in Wels und Umgebung. Zitiert in Listmair Kreuzsäule, Eintrag in Kulturnetz Wels Land. Hüldner-Kreuz beim Hüldner (Taxlberg 8, Fellinger): Gedenkkreuz von 1846; zweiarmiges SteinkreuzBernhard Wieser: Kapellen, Marterl und Kreuze in Wels und Umgebung. Zitiert in Hüldner Kreuz, Eintrag in Kulturnetz Wels Land.

An der L1242 passiert der Almtal-Radweg (R11), der von Schauersberg über Dambach heraufführt, und dann ab Linden am Riedel Richtung Eberstallzell weiterführt., oberoesterreich.at

Weblinks

Einzelnachweise

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