Ottonville () ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

Die Spitznamen der Einwohner sind Ottendrower Schalbes und Otendrower Moaken.Gau un Griis, Muselfränkischer Kalenner 2011

Geographie Die Gemeinde liegt in Lothringen in einem Seitental der Nied am Bach von Eblingen, auch Schwalbach genannt, etwa 25 Kilometer nordöstlich von Metz, fünf Kilometer nordnordöstlich von Boulay-Moselle (Bolchen) und acht Kilometer südlich von Bouzonville (Busendorf).

Zur Gemeinde gehört der südlich gelegene Weiler Ricrange (Rickringen).

Geschichte Der Ort wurde 1128 erstmals als Octonvilla erwähnt, dann als Ottonvilla (1137), Ottendorf (1333) und Ottendorff (1485). Die Ortschaft gehörte früher zum Bistum Metz,Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 353 (google-books.com). einem Fürstbistum des Heiligen Römischen Reichs.

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam das Gebiet an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Bolchen im Bezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreidebau und Viehzucht.

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt, und der Ort stand bis 1944 unter deutscher Verwaltung.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009 2019Einwohner 351 352 332 364 339 384 401 442

Wappen Arm und Schwert im Gemeindewappen stehen für das Domkapitel von Metz, dem Ottendorf gehörte. Das Schwert symbolisiert darüber hinaus auch den heiligen Paulus, den Schutzpatron der Kirche.Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)

Sehenswürdigkeiten Kirche St. Paul von 1845 (Ausstattungsteile als Monuments historiques klassifiziert) Überreste der Maginot-Linie

Literatur Ottendorf Loth. , Kreis Bolchen, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Ottendorf Loth. (meyersgaz.org). Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 353 (google-books.com). Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 120 (google-books.com).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Grand Est Kategorie:Ersterwähnung 1128