Eugen Szatmari (* 23. Januar 1892 in Budapest als Jenő Szatmári; † 11. März 1953 in Budapest)Das Geburtsdatum ist angegeben laut . Das Todesdatum - bisher galt als Sterbejahr 1952 ohne nähere Datierung – wurde von der ungarischen Wikipedia, die es seit 2020 unter Bezugnahme auf die nur mit Anmeldung zugängliche Webseite familysearch.org angibt, übernommen. Vergleiche zusätzlich auch: Deutsches Literatur Lexikon. Band 21 (Streit bis Techim), Saur Verlag, Zürich / München 2001, S. 489. Csaba Nagy: A magyar emigráns irodalom lexikona (Lexikon), Petőfi Irodalmi Múzeum, Budapest 2000, das auf Seite 917 bestätigt, dass Szatmári in Ungarn verstorben ist. war ein in deutscher und ungarischer Sprache schreibender Journalist, Übersetzer sowie Buch- und Drehbuchautor.
Leben Szatmari war der Sohn von Lenke Hirsch und Mór (Mordechai) Szatmári, die Familie war jüdischer Herkunft. . Er war seit 1924 verheiratet mit der Schauspielerin Kamilla Hollay.Vergleiche die Eintragung in: Magyar Életrajzi Lexikon (Ungarische Biographische Enzyklopädie) (Digitalisat): „A börtönben halt meg.“
Nach der Absolvierung des Gymnasiums in Budapest studierte er an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Später arbeitete er als Redakteur für das Berliner Tageblatt und war auch als Berlin-Korrespondent für mehrere Budapester Tageszeitungen, wie Világ (Welt) und Az Est (Der Abend)Vergleiche zu dieser Zeitung den Eintrag in der Englischen Wikipedia. tätig. In den frühen 1920er Jahren schrieb er als Sonderberichterstatter des deutschsprachigen Prager Tagblatts in Böhmen auch Reportagen aus Ungarn und Deutschland.Vergleiche z. B. die Artikel „Leutnant Baronin Fredericks“ vom 11. Januar 1921 (ANNO Digitalisat) und vom 12. Januar 1923 zur alliierten Rheinlandbesetzung „Vor dem Einmarsch“ (ANNO Digitalisat).
Für den Piper Verlag verfasste er 1927 den Auftaktband der 16-bändigen Reihe Was nicht im „Baedeker“ steht für Berlin, wo er von 1925 bis 1933Laut Deutsches Literatur-Lexikon. Band 21: Streit – Techim. 2001, S. 489, ist ein Berlin-Aufenthalt von 1926 bis 1934 angegeben. Tatsächlich ist er aber im Berliner Adressbuch wie folgt verzeichnet: Kurfürstendamm 234 (1925), Mommsenstr. 10 (1926), Giesebrechtstr. 14 (1927–1933). lebte. Szatmari schildert in diesem Buch das pulsierende Leben der damaligen Reichshauptstadt mit ihren Hotels, Restaurants und Cafés sowie Clubs sowie seinen politischen Pulsschlag zwischen Reichstag und Wilhelmsplatz am Ende der Weimarer Republik. Sein im Folgejahr erschienenes Buch Die großen Katastrophen vereint Schilderungen von zerstörerischen Naturereignissen, wie den Erdbeben von Lissabon (1755) und Messina (1908) oder der Überschwemmung in Sankt Petersburg (1824). Beide Bände hatten von Walter Trier gestaltete Schutzumschläge.
Auch für mehrere Drehbücher deutscher und ungarischer Spielfilme zeichnete er allein oder im Autorenkollektiv verantwortlich.
1934 kehrte er nach Ungarn zurück.
Nach 1945 ist eine journalistische Tätigkeit unter anderen für die Basler Nachrichten und die Hearst Newspapers belegt. 1950 wurde Szatmari verhaftet; er starb 1953 im Gefängnis.
Schriften
Bücher Das rote Ungarn. Der Bolschewismus in Budapest. Verlag Der Neue Geist, Leipzig 1920 Whitechapel. Ein Roman aus dem dunkelsten London. Knoblauch, Berlin o. J. Das Buch von Berlin (= Was nicht im „Baedeker“ steht. Band I, ). Piper, München 1927 neu herausgegeben mit einem Nachwort von Magnus Klaue: Milena, Wien, 2021, ISBN 978-3-903184-66-4 Die großen Katastrophen. Nach Berichten von Augenzeugen. Piper, München 1928
Drehbücher (Auswahl) deutsche Filmproduktionen: Verbrechen aus Leidenschaft (1921), Cserépy-Film Co. GmbH Ein steinreicher Mann (1931/1932), Tobis-Tonbild-Syndikat mit Co-Autoren Richard Oswald, Heinz Goldberg: Unheimliche Geschichten (1932)
ungarische Filmproduktionen: mit Co-Autor Rózsi Meller: Én voltam („Ich war es“; 1936) mit Co-Autor József Babay: Öt óra 40 („5 Uhr 40“; 1939) mit Co-Autor Géza von Radványi: Sarajevo (1940) mit Co-Autor Zoltán Szitnyai: Jelmezbál (Kostümball, 1942)
Literatur Wilhelm Kosch (Begründer): Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-bibliographisches Handbuch. Band 21: Streit – Techim. 3., völlig neu bearbeitete Auflage. Saur, Zürich u. a. 2001, ISBN 3-908255-21-X.
Weblinks Szatmári Jenő bei Hangosfilm (ungarisch) (deutsche Filmproduktionen) (ungarische Filmproduktionen)
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1892 Kategorie:Gestorben 1953 Kategorie:Mann