Pondorf ist ein Ortsteil des Marktes Winklarn (Verwaltungsgemeinschaft Oberviechtach) im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf in Bayern und liegt in der Region Oberpfalz-Nord.
Geografie Das Kirchdorf Pondorf liegt am Hang des 887 m hohen Signalberges. Durch Pondorf fließt der Pondorfbach, der ungefähr ein Kilometer weiter östlich an den Hängen von Signalberg und Platte entspringt und etwa zwei Kilometer weiter westlich bei Aschamühle in die Ascha mündet.
Östlich der Ortschaft Pondorf liegt ein großes Waldgebiet, das Teil des weithin sichtbaren Frauensteins istAlois Köppl: Altlandkreis Oberviechtach. Verlag Katzenstein-Gleiritsch, Gleiritsch 2018, S. 232. Dessen höchste Erhebung ist der Signalberg (887 m). Auf dem Frauenstein befindet sich auch die Burgruine der Burg Frauenstein (in 835 m Höhe). Pondorf liegt im Naturpark Oberpfälzer Wald, etwa vier Kilometer nordöstlich vom Kernort Winklarn entfernt.
Nachbarorte sind im Nordwesten Aschahof und im Südwesten Schneeberg.Fritsch Wanderkarte Oberer Bayerischer Wald, Naturpark, Maßstab 1 : 50.000
Geschichte Im Jahre 1562 teilten die Brüder Georg von Murach und Endres Jörg von Murach ihren Besitz. Bei dieser Teilung fiel Pondorf dem Endres Jörg von Murach zu.Heribert Batzl: Geschichte des Marktes Winklarn und der umliegenden Orte. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 93.
1710 wurde vom damaligen Grundherrn Ferdinand von Lobkowitz verordnet, dass die Bewohner von Pondorf ihr Bier, auch das Kindbett- und Hochzeitsbier, bei den Bürgern der Stadt Schönsee kaufen mussten.Teresa Guggenmoos: Aus der Geschichte des Schönseer Landes. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 116.
Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) wurde Pondorf als Teil der Pfarrei Winklarn mit 30 Häusern und 178 Einwohnern aufgeführt.Antonius von Henle (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. Verlag der Kanzlei des Bischöflichen Ordinariates Regensburg, 1916, S. 386 Zum 31. Dezember 1969 wurde Pondorf als eigenständige Gemeinde aufgeführt, die zu diesem Zeitpunkt 127 Einwohner hatte.Hans Berger: Der Landkreis Oberviechtach in Zahlen. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 167. Am 31. Dezember 1990 hatte Pondorf 99 katholische Einwohner und gehörte zur Pfarrei Winklarn.Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 815
Kultur und Sehenswürdigkeiten In Pondorf steht die 1830 erbaute Kirche Mariä Himmelfahrt.Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 816 Sie hat einen Rokokoaltar mit einem Altarbild aus dem 18. Jahrhundert.Alto Hien: Die Kunst- und Volkskunstdenkmäler. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 183–201.
Literatur Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970. Alois Köppl: Altlandkreis Oberviechtach. Verlag Katzenstein-Gleiritsch, Gleiritsch 2018, ISBN 978-3-9819712-0-0
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Winklarn, Oberpfalz) Kategorie:Ort im Landkreis Schwandorf Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Schwandorf) Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)