hochkant|mini|Bernhard von Schönberg Bernhard Karl Franz von Schönberg (* 7. März 1827 in Kreipitzsch; † 26. April 1902 in DresdenStadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden I, Sterbe-Nebenregister 1902, Nr. 819.) war ein deutscher Verwaltungsjurist im Königreich Sachsen.Schönberg, Bernhard Karl Franz von, in: thesaurus.cerl.
Leben Bernhard war der Sohn des Kammerherrn Franz von Schönberg, dem Besitzer des Rittergutes Kreipitzsch und der Burgruine Rudelsburg, und dessen Ehefrau Charlotte geborene von Schönberg aus Krummenhennersdorf.
Er studierte Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig und stiftete 1849 das Corps Guestphalia Leipzig.Kösener Corps-Listen 1930. Eine Zusammenstellung, Hrsg. Otto Gerlach, Im Verlag der Deutschen Corpszeitung, Frankfurt am Main 1930, 92/1. Um 1855 wurde er Regierungsrat in Zwickau und Vorsitzender des dortigen Musikvereins. In dieser Funktion veranlasste er, dass am 7./8. Juni 1860, anlässlich des 50. Geburtstags von Robert Schumann, Gedenkfeiern zu Ehren des Komponisten stattfanden und an dessen Geburtshaus, dem heutigen Robert-Schumann-Haus in Zwickau, eine Gedenktafel angebracht wurde. Zuletzt war Schönberg königlich sächsischer Wirklicher Geheimer Rat und vom 1. Juni 1879 bis 31. Dezember 1894 Präsident der Königlich Sächsischen Oberrechnungskammer in Dresden. Sein Nachfolger war Hermann von Salza und Lichtenau. Mit 75 Jahren gestorben, wurde von Schönberg in Dresden auf dem Trinitatisfriedhof beigesetzt.Todtenschau. In: Dresdner Geschichtsblätter, Nr. 2, Dresden 1903, S. 175.
Er trug den Titel Exzellenz.
Familie
Schönberg heirateteHans Friedrich von Ehrenkrook, Jürgen von Flotow: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser A Band I, Band 5 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Glücksburg/Ostsee 1953, S. 350. am 12. April 1864 in Zwickau Marie Fischer (* 14. März 1843 in Zwickau; † 25. April 1924 in Dresden), die Tochter des Fabrikanten Christian Fischer und der Emma Mieg. Das Ehepaar hatte die beiden Töchter Johanna (1867–1945) und Margarethe (1869–1948) sowie den Sohn Bernhard (1882–nach 1953). Margarethe heiratete den Politiker Hans Dietrich von Zanthier. Bernhard wurde wie sein Vater ebenfalls Jurist.Sohn Bernhard war promovierter Rechtsanwalt und zuletzt sächsischer Regierungsrat.
Ehrungen Ehrenmitglied des Corps Guestphalia Leipzig
Werke Die Armengesetzgebung des Königreichs Sachsen. Für den practischen Gebrauch, mit besonderer ..., Roßberg Buchhandlung, Leipzig 1864. Digitalisat mit Albert Fraustadt: Geschichte des Geschlechtes von Schönberg meissnischen Stammes. Leipzig 1878. Band 1, Teil 2. Digitalisat Band 2. Digitalisat Nachdruck Nabu Press 2011. ISBN 978-1-271-37519-6. Digitalisat
Literatur Hans Friedrich von Ehrenkrook, Jürgen von Flotow: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser A (Uradel). 1953. Band I, Band 5 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Glücksburg/Ostsee 1953, S. 350. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1904. Fünfter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1903, S. 745. (Eltern in den Vorseiten).
Einzelnachweise
Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Wirklicher Geheimer Rat Kategorie:Jurist in der Finanzverwaltung Kategorie:Stifter eines Corps Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Sachsen) Kategorie:Person (Zwickau) Bernhard Kategorie:Geboren 1827 Kategorie:Gestorben 1902 Kategorie:Mann Kategorie:Ehrenmitglied eines Corps