Diese Liste umfasst die Mitglieder der Ständeversammlung des Großherzogtums Baden für die Sessionen des 27. ordentlichen Landtags. Die Eröffnung fand am 22. November 1875 statt. Vom 8. Dezember 1875 bis zum 21. Februar 1876 gab es keine Verhandlungen. Die Schlusssitzung fiel auf den 15. Juli 1876. Insgesamt fanden 22 SitzungenLudwig Bauer, Bernhard Gißler: Die Mitglieder der Ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung von 1819–1912. Fidelitas, Karlsruhe 1913, 5. Auflage, S. 44 der Ersten Kammer und 70 SitzungenAdolf Roth und Paul Thorbecke: Die badischen Landstände. Landtagshandbuch. Verlag der G. Braunschen Hofbuchdruckerei, Karlsruhe 1907, S. 271 der Zweiten Kammer statt.

Präsidium der Ersten Kammer Präsident: Hermann Obkircher 1. Vizepräsident: Freiherr Karl von Gayling 2. Vizepräsident: Freiherr Karl Rüdt von Collenberg-Bödigheim

Mitglieder der Ersten Kammer Prinzen des Hauses Baden Erbgroßherzog Friedrich von Baden Prinz Wilhelm von Baden Prinz Karl von Baden Markgraf Maximilian von Baden (war nie anwesend)

Standesherren Fürst Karl Egon zu Fürstenberg (war nie anwesend) Fürst Ernst zu Leiningen (war nie anwesend) Fürst Erwein von der Leyen (war nie anwesend) Fürst Wilhelm zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg Fürst Karl zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (war nie anwesend) Graf Karl Wenzel zu Leiningen-Billigheim (war nie anwesend) Graf Maximilian zu Leiningen-Neudenau

Vertreter der katholischen Kirche Lothar von Kübel,Dieser Mandatsträger ist in den amtlich veröffentlichten Abgeordnetenlisten als promovierter Akademiker ausgewiesen, d. h. dort üblicherweise mit einem vor dem Namen stehenden Doktor-Grad verzeichnet Erzbistumsverweser von Freiburg (war nie anwesend)

Vertreter der evangelischen Landeskirche Karl Julius Holtzmann, Prälat der Evangelischen Landeskirche

Vertreter des grundherrlichen Adels Oberhalb der Murg Freiherr Franz von und zu Bodman Freiherr Karl von Gayling Graf Raban von Helmstatt Freiherr Adolf Marschall von Bieberstein, Staatsanwalt

Unterhalb der Murg Ernst Ludwig von Gemmingen-Dammhof Freiherr Wilhelm von Gemmingen, Oberst, gefolgt von Freiherr Rudolf Rüdt von Collenberg-Eberstadt, Oberamtmann Freiherr Ernst August Göler von Ravensburg Freiherr Karl Rüdt von Collenberg-Bödigheim

Vertreter der Landesuniversitäten Geheimrat Achilles Renaud, Vertreter der Universität Heidelberg Wilhelm Behaghel, Vertreter der Universität Freiburg

Vom Großherzog ernannte Mitglieder Hermann Obkircher, Oberhofrichter Ludwig Renck, Präsident des Verwaltungsgerichtshofs Georg Martin Hildebrandt, Kreis- und Hofgerichtspräsident Heinrich Friedrich Muth, Geheimrat Hermann von Hillern, Kreis- und Hofgerichtsdirektor August Dennig, Fabrikinhaber Jakob Malsch, Oberbürgermeister Gustav Hummel, Unternehmer

Präsidium der Zweiten Kammer Präsident: Ludwig Kirsner, bis 10. April 1876, gefolgt von August Lamey 1. Vizepräsident: Johann Caspar Bluntschli 2. Vizepräsident: Friedrich Karl Christian Kiefer

Die gewählten Abgeordneten der Zweiten Kammer Seit 1871 wurden die badischen Wahlbezirke nicht mehr wie von 1819 bis 1870 üblich mit separaten Nummernkreisen für Stadtwahlbezirke und Ämterwahlbezirke unterschieden, sondern nach geographischen Gesichtspunkten von Süden nach Norden fortlaufend von 1 bis 56 nummeriert. Nachfolgend sind jedoch die Stadtwahlbezirke und die Ämterwahlbezirke in zwei separaten Abschnitten zusammengefasst, wodurch die Nummerierung der Wahlbezirke jeweils unvollständig erscheint.

Stadtwahlbezirke WahlbezirkBezeichnung des WahlbezirksName des AbgeordnetenFraktion 3. Wahlbezirk der Stadt Konstanz Anton Schmidt Nationalliberale Partei 9. Wahlbezirk der Stadt Lörrach mit Stetten Johann Josef Grether Nationalliberale Partei 18. I. Wahlbezirk der Stadt Freiburg Johann Eschbacher Nationalliberale Partei 18. II. Wahlbezirk der Stadt Freiburg August Lamey Nationalliberale Partei 21. Wahlbezirk der Stadt Lahr Wilhelm Morstadt Nationalliberale Partei 26. Wahlbezirk der Stadt Offenburg Karl Grimm Nationalliberale Partei 31. Wahlbezirk der Stadt BadenBis 1931 hieß die Stadt Baden-Baden nur Baden. Hermann Seefels Nationalliberale Partei 32. Wahlbezirk der Stadt Rastatt Albert Stigler Nationalliberale Partei 35. I. Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe August Nicolai Nationalliberale Partei 35. II. Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe Heinrich Lang Nationalliberale Partei 35. III. Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe Landolin von Blittersdorf Nationalliberale Partei 37. Wahlbezirk der Stadt Durlach Rudolf von Freydorf Nationalliberale Partei 41. Wahlbezirk der Stadt Bruchsal Carl Baer Nationalliberale Partei 42. I. Wahlbezirk der Stadt Pforzheim Robert Gerwig Nationalliberale Partei 42. II. Wahlbezirk der Stadt Pforzheim Eduard Bichler Nationalliberale Partei 45. I. Wahlbezirk der Stadt Mannheim Johann Peter Eichelsdörfer Demokratische ParteiVon 1868 bis 1878 hieß das Pendant zur Deutschen Volkspartei in Baden Demokratische Partei 45. II. Wahlbezirk der Stadt Mannheim Ferdinand Schneider Demokratische Partei 45. III. Wahlbezirk der Stadt Mannheim Franz Heinrich von Feder Demokratische Partei 48. I. Wahlbezirk der Stadt Heidelberg Heinrich Albert Mays Nationalliberale Partei 48. II. Wahlbezirk der Stadt Heidelberg Heinrich Krausmann Nationalliberale Partei

Ämterwahlbezirke WahlbezirkBezeichnung des WahlbezirksName des AbgeordnetenFraktion 1. Wahlbezirk der Ämter Überlingen und Pfullendorf mit Teilen des Amtes Stockach Franz Xaver Heilig Nationalliberale Partei 2. Wahlbezirk des Amtes Meßkirch mit Teilen des Amtes Stockach Johann Baptist Roder Nationalliberale Partei 4. Wahlbezirk des Amtes Konstanz Karl Friedrich Müller Nationalliberale Partei 5. Wahlbezirk des Amtes Engen mit Teilen des Amtes Stockach Emil August Friedrich Fieser Nationalliberale Partei 6. Wahlbezirk des Amtes Bonndorf mit Teilen des Amtes Waldshut Albert Bürklin Nationalliberale Partei 7. Wahlbezirk mit Teilen der Ämter Waldshut und Säckingen Alois Dietsche Katholische VolksparteiVon 1869 bis 1888 hieß das Pendant zum Zentrum in Baden Katholische Volkspartei; siehe dazu den externen Link zur Erläuterung des Begriffs Katholische Volkspartei Baden auf Seite "alemannische-seiten.de" 8. Wahlbezirk des Amtes St. Blasien mit Teilen der Ämter Schönau und Neustadt Berthold Thoma Nationalliberale Partei 10. Wahlbezirk des Amtes Lörrach (ohne Stetten) Markus Pflüger Nationalliberale Partei 11. Wahlbezirk des Amtes Schopfheim mit Teilen der Ämter Säckingen und Schönau Albert Geiger Nationalliberale Partei 12. Wahlbezirk des Amtes Müllheim mit Teilen des Amtes Staufen Johann Heidenreich Nationalliberale Partei 13. Wahlbezirk des Amtes Donaueschingen Ludwig Kirsner Nationalliberale Partei 14. Wahlbezirk des Amtes Villingen mit Teilen des Amtes Neustadt Johann Caspar Bluntschli Nationalliberale Partei 15. Wahlbezirk mit Teilen der Ämter Staufen und Freiburg Ludwig Marbe Katholische Volkspartei 16. Wahlbezirk des Amtes Breisach mit Teilen des Amtes Freiburg Adalbert Sartori Nationalliberale Partei 17. Wahlbezirk des Amtes Waldkirch mit Teilen der Ämter Emmendingen und Freiburg Eduard Fauler Nationalliberale Partei 19. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Emmendingen Theodor Frank Nationalliberale Partei 20. Wahlbezirk des Amtes Ettenheim mit Teilen des Amtes Emmendingen Joseph Karl Edelmann Katholische Volkspartei 22. Wahlbezirk des Amtes Lahr mit Teilen des Amtes Offenburg Friedrich Karl Christian Kiefer Nationalliberale Partei 23. Wahlbezirk des Amtes Triberg mit Teilen des Amtes Wolfach Ludwig Turban Nationalliberale Partei 24. Wahlbezirk mit Teilen der Ämter Wolfach und Offenburg Albert Förderer Katholische Volkspartei 25. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Offenburg Heinrich Hansjakob Katholische Volkspartei 27. Wahlbezirk des Amtes Kehl Karl Friedrich Schoch Nationalliberale Partei 28. Wahlbezirk des Amtes Oberkirch mit Teilen des Amtes Achern Karl Hug Katholische Volkspartei 29. Wahlbezirk mit Teilen der Ämter Achern und Bühl Franz Joseph Ritter von Buß Katholische Volkspartei 30. Wahlbezirk des Amtes Baden mit Teilen der Ämter Bühl und Rastatt Maximilian Wilhelm Reichert Katholische Volkspartei 33. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Rastatt Leopold Neumann Katholische Volkspartei 34. Wahlbezirk des Amtes Ettlingen mit Teilen des Amtes Rastatt Franz Xaver Lender Katholische Volkspartei 36. Wahlbezirk des Amtes Karlsruhe Emil Bechert Nationalliberale Partei 38. Wahlbezirk des Amtes Durlach mit Teilen des Amtes Bruchsal Karl Friderich Nationalliberale Partei 39. Wahlbezirk des Amtes Bretten mit Teilen des Amtes Bruchsal Ludwig Paravicini Nationalliberale Partei 40. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Bruchsal Jakob Lindau Katholische Volkspartei 43. Wahlbezirk des Amtes Pforzheim Albert Georg Henne Nationalliberale Partei 44. Wahlbezirk des Amtes Schwetzingen mit Teilen des Amtes Mannheim Heinrich Albert Frech Nationalliberale Partei 46. Wahlbezirk des Amtes Weinheim mit Teilen des Amtes Mannheim Albert Bürklin Nationalliberale Partei 47. Wahlbezirk des Amtes Wiesloch mit Teilen des Amtes Heidelberg Franz Ludwig Stösser Nationalliberale Partei 49. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Heidelberg Julius Jolly Nationalliberale Partei 50. Wahlbezirk des Amtes Eppingen mit Teilen des Amtes Sinsheim Karl Friedrich Bucherer Nationalliberale Partei 51. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Sinsheim Friedrich Bengel Nationalliberale Partei 52. Wahlbezirk des Amtes Eberbach mit Teilen des Amtes Buchen Theodor Frey Nationalliberale Partei 53. Wahlbezirk des Amtes Mosbach Wilhelm Blum Nationalliberale Partei 54. Wahlbezirk des Amtes Wertheim mit Teilen der Ämter Buchen und Tauberbischofsheim Michael Josef Hennig Katholische Volkspartei 55. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Tauberbischofsheim Franz Junghanns Katholische Volkspartei 56. Wahlbezirk der Ämter Adelsheim und Boxberg Ernst Philipp Huffschmid Nationalliberale Partei

Literatur Digitale Sammlung badischer Landtagsprotokolle bei der Badischen Landesbibliothek. Verzeichnis der Mitglieder beider Kammern Protokolle des Badischen Landtags, 1. Kammer – digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819–1918 Protokolle des Badischen Landtags, 2. Kammer – digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819–1933 Ludwig Bauer, Bernhard Gißler: Die Mitglieder der Ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung von 1819–1912. Fidelitas, Karlsruhe 1913, 5. Auflage, S. 44 Adolf Roth und Paul Thorbecke: Die badischen Landstände. Landtagshandbuch. Verlag der G. Braunschen Hofbuchdruckerei, Karlsruhe 1907 Multimedia CD-ROM: Für Freiheit und Demokratie. Badische Parlamentsgeschichte 1818–1933. Eine Chronik zur demokratischen Bewegung seit 1818 mit Biographien, historischen Film- und Tonaufnahmen, Wahlergebnissen, Bilddokumenten und einer umfassenden Bibliographie. Stadtarchiv Karlsruhe 1997, ISBN 3-9805956-0-9. Systemvoraussetzung Windows 95 oder Apple Macintosh. Unter Betriebssystemen der Microsoft-Windows-NT-Linie lässt sich die CD-ROM nicht mehr verwenden.

Belege und Anmerkungen

1875