Gluecifer ist eine 1994 gegründete Rockband aus Oslo, Norwegen, die sich 2005 auflöste. Ende 2017 kam es zur Wiedervereinigung der Band.

Geschichte Die Band produzierte einige Underground-Aufnahmen in den ersten Jahren ihrer Existenz und rief sich bald als Kings of Rock aus.

Im Jahr 1997 gelang der Band durch das Album Ridin’ the Tiger, welches auf dem Label White Jazz erschienen war, der künstlerische und kommerzielle Durchbruch, der sie in der „skandinavischen Rockwelle der späten 1990er“ noch vor den Hellacopters aus Schweden platzierte. Gluecifer und die Hellacopters veröffentlichten zusammen die Split-Alben Respect the Rock (1997) und Respect the Rock America (1999).

Mit dem vierten Album Basement Apes (2002) unterschrieb die Band einen Vertrag bei Sony Music, durch den dann Automatic Thrill (2004) zu ihrem persönlichen Bestseller wurde. Im selben Jahr trat Gluecifer als Vorband auf der Monster-Magnet-Tour auf und erhöhte so ihren Bekanntheitsgrad noch einmal. Die Gruppe war Vorband der Toten Hosen auf deren Friss oder stirb Tour im Jahr 2004. In diesem Jahr spielte Gluecifer insgesamt 101 Konzerte. Dazu schrieb Sänger Biff Malibu das Buch 101 – Ein Jahr auf Tour mit Gluecifer, in dem er den Alltag der Band sowie frühere Erinnerungen beschreibt.

Für die beiden letzten Alben wurde Gluecifer für den Spellemannprisen nominiert.

Für das norwegische Thrillerdrama Izzat steuerte Gluecifer den Song Desolate City bei. Der Song wurde mit der Kompilation Kings of Rock – B-Sides and Rarities im Jahre 2008 veröffentlicht.

Im Juli 2005 gab die Band ihre Trennung bekannt, da Biff Malibu und Raldo Useless keine Motivation mehr hatten. Die Auflösung erfolgte nach einer Abschiedstour Ende 2005.

Gluecifer galt als eine der erfolgreichsten Rockbands Norwegens.

Der Name der Band setzt sich aus den Worten Luzifer bzw. Lucifer und glue (engl. für Leim) zusammen.

Captain Poon, Gitarrist und Backgroundsänger von Gluecifer, gründete etwa ein Jahr nach der Auflösung die Band Bloodlights. Der Schlagzeuger Danny Young spielt u. a. bei Bela B. y Los Helmstedt und zusammen mit Gitarrist Raldo Useless bei der Band Smoke Mohawk.

Im Film The Social Network ist das Lied Black Book Lodge als Teil des Soundtracks zu hören.

Am 9. Oktober 2015 wurden alle fünf regulären Studioalben von Gluecifer, unter Captain Poons eigenem Label Konkurs Productions,https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=10153418162763489&id=259603738488&substory_index=0 als LPs neu veröffentlicht.https://www.facebook.com/259603738488/photos/np.1444306578582174.100000608387210/10153746072683489/?type=3&notif_t=notify_me_page

2016 war Captain Poon als Gitarrist mit Marky Ramone’s Blitzkrieg auf Tour.

Ende 2017 kam es zu einer Wiedervereinigung der Band. Seitdem spielte sie auf zahlreichen Konzerten, z. B. auf dem Azkena Rock Festival in Bilbao im Juni 2018https://www.facebook.com/glueciferofficial/photos/a.10151387058813489.503045.259603738488/10156012521188489/?type=3 und auf dem Tons of Rock Festival in Oslo 2024. 2023 kehrten Gluecifer zurück nach Deutschland und spielten drei Shows in Hamburg, Stuttgart und München.

Im September 2025 veröffentlichte die Band die Single The Idiot und kündete das Album Same Drug New High für Januar 2026 an.

Besetzung

Biff Malibu (Frithjof Jacobsen) – Gesang Captain Poon (Arne Skagen) – Gitarre Raldo Useless (Rolf Yngve Uggen) – Gitarre Peter Larsson – Bass Danny Young – Schlagzeug

Live

Maciek Ofstad – Bass (2026)

Diskografie

Alben 1997: Ridin’ the Tiger 1998: Soaring with Eagles at Night to Rise with the Pigs in the Morning 2000: Tender Is the Savage 2002: Basement Apes 2004: Automatic Thrill 2026: Same Drug New High

Singles, EPs und Splits 1995: God’s Chosen Dealer 1996: Dick Disguised as Pussy 1997: Leather Chair 1997: Shitty City 1997: Dambuster 1997: Respect the Rock (10", Split mit The Hellacopters) 1998: Mano-A-Mano 1998: Lard Ass Hagen 1998: Get the Horn 1998: Go Away Man 1998: The Year of Manly Living 1998: Boiler Trip (Split mit Electric Frankenstein) 1999: Lord of the Dusk 1999: Gary O’Kane 1999: Get That Psycho Out of My Face 1999: Rock ’N Roll / Just What the Doctor Ordered (Split mit Murder City Devils) 1999: Respect the Rock America (Split mit The Hellacopters) 2000: Get the Horn (10") 2000: The General Says Hell Yeah! 2002: Easy Living 2002: Reversed (EP) 2002: Losing End 2003: Ritual Savage (10", Split mit Danko Jones, Peter Pan Speedrock) 2004: A Call from the Other Side 2004: Here Come the Pigs 2025: The Idiot

Kompilationen 1996: Nineteen Inches of Rock 2002: Head to Head Boredom 2008: Kings of Rock – B-Sides and Rarities

Videoalben 2004: Royally Stuffed 2008: Farewell to the Kings of Rock

Weblinks

Offizielle Website

Einzelnachweise

Kategorie:Rockband Kategorie:Norwegische Band Kategorie:Garage-Rock-Band