Die Grazer Philharmoniker sind das Opern- und Konzertorchester der steirischen Landeshauptstadt Graz. 2018 wurde das Grazer Philharmonische Orchester in Grazer Philharmoniker umbenannt.

Geschichte Im steirischen Musikleben hatte das Grazer Städtische Orchester bereits vor dem Ersten Weltkrieg eine wichtige Rolle gespielt. Zu seinen Ur- und Erstaufführungen zählt jene von Anton Bruckners Fünfter Symphonie und die österreichische Erstaufführung der Oper Salome von Richard Strauss unter Leitung des Komponisten im Jahr 1906.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Graz zwei Symphonieorchester, das Städtische Orchester und das Funkorchester der Sendergruppe Alpenland. Aus der Fusion dieser beiden Institutionen ging am 1. September 1950 das Grazer Philharmonische Orchester hervor. Unter Herbert Albert spielte es erstmals im Grazer Stefaniensaal.

Generalmusikdirektor und Chefdirigent war ab 2013 Dirk Kaftankultur.steiermark.at - Dirk Kaftan erhält den Karl-Böhm-Interpretationspreis 2015, abgerufen am 3. April 2015, ab der Saison 2017/18 war Oksana Lyniv Chefdirigentinorf.at: Oper Graz: Oksana Lyniv wird neue Chefdirigentin. Artikel vom 2. Februar 2017, abgerufen am 2. Februar 2017. bis sie in der Saison 2020/21 von Roland Kluttig abgelöst wurde. Ab der Saison 2023/24 ist Vassilis Christopoulos Chefdirigent der Grazer Philharmoniker.

Heute spielen die Grazer Philharmoniker vornehmlich Oper, Operette, Ballett und Musical. In der Oper Graz spielt das Orchester jährlich zu Saisonbeginn ein Eröffnungskonzert, ein Adventkonzert, das traditionelle Neujahrskonzert am 1. Jänner, ein Sonderkonzert sowie die Familienkonzerte und das Abschlusskonzert. Mitglieder des Orchesters sind zudem solistisch in der Kammermusikreihe der Oper Graz zu hören. Im Musikverein Graz sind die Grazer Philharmoniker jährlich mit einem Zyklus von Symphoniekonzerten sowie mit einem Zyklus von Soiréekonzerten (kleiner besetzte Orchesterkonzerten mit Werken, die auch Instrumentalsolisten aus dem Orchester präsentieren) vertreten. Konzerte im Grazer Umland, im Musikverein Wien und bei steirischen Events wie dem Aufsteirern ergänzen die künstlerische Aktivität des Orchesters.

Gastspiele führten das Orchester nach Nairobi (Kenia), Taiwan, Kroatien, Slowenien, die Schweiz, Spanien und Ungarn. Außerdem spielte es bei verschiedenen Fernsehaufzeichnungen der Oper Graz und bei Rundfunkübertragungen.

Chefdirigent (1947–1950: Hans Swarowsky) 1950–1952: Herbert Albert 1960–1971: Berislav Klobučar 1981–1990: Nikša Bareza 1991–1994: Mario Venzago 2001–2004: Philippe Jordan 2006–2013: Johannes Fritzsch 2013–2017: Dirk Kaftan 2017–2020: Oksana Lynivorf.at: Oper Graz: Kluttig ab 2020/21 neuer Chefdirigent. Artikel vom 7. Dezember 2018, abgerufen am 7. Dezember 2018. 2020–2023: Roland Kluttig ab 2023: Vassilis Christopoulos

Dirigenten (chronologisch) Zu den Dirigenten, die mit dem Orchester arbeiteten, gehören: Carl Muck, Franz Lehár, Robert Stolz, Karl Böhm, Clemens Krauss, Max Schönherr, Oswald Kabasta, Rudolf Moralt, Ernst Märzendorfer, Maximilian Kojetinsky, Hans Swarowsky, Adrian Boult, Sergiu Celibidache, Walter Goldschmidt, André Cluytens, Gustav Cerny, Herbert Albert, Miltiades Caridis, Rudolf Bibl, Lovro von Matačić, Günter Wich, Nikša Bareza, Berislav Klobučar, Hermann Scherchen, Edgar Seipenbusch, Friedrich Cerha, Argeo Quadri, Lamberto Gardelli, Theodor Guschlbauer, Wolfgang Bozić, Milan Horvat, Bruno Maderna, Peter Schrottner, Stefan Soltesz, Ádám Fischer, Fabio Luisi, Thomas Sanderling, Mario Venzago, Peter Gülke, Beat Furrer, Arturo Tamayo, Peter Schneider, Ulf Schirmer, Philippe Jordan, Arnold Östman, Michael Boder, Johannes Fritzsch, Leopold Hager, Dirk Kaftan, Oksana Lyniv, Roland Kluttig und Vassilis Christopoulos.

Literatur

Weblinks Homepage der Oper Graz

Einzelnachweise

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