mini|hochkant|Jimmy Hughes (1967) Jimmy Hughes (* 3. Februar 1938 in Florence, Alabama; † 20. Mai 2026 in Leighton, Alabama) war ein amerikanischer Soul- und R&B-Sänger der 1960er Jahre. Seine größten Hits sind Steal Away (1964), Neighbor, Neighbor (1966) und Why Not Tonight (1967).
Leben Hughes, ein Cousin von Percy Sledge,Nick Talevski: Rock Obituaries. Knocking on Heaven’s Door. S. 288. war bereits im Alter von acht Jahren Leadsänger im örtlichen Kirchenchor. Er war Mitglied in einigen Gospelgruppen, bevor er 1962 den R&B-Produzenten Rick Hall kennenlernte und bei dessen Label FAME Records unter Vertrag genommen wurde. Bis 1963 erschienen die Singles I’m Qualified und Everybody Let’s Dance, die jedoch unbeachtet blieben.
Der Durchbruch folgte 1964 mit der aus Hughes’ Feder stammenden Blues-Ballade Steal Away, die Platz zwei der R&B- und Platz 17 der Popcharts erreichte. Das Lied begründete den Ruf des FAME-Labels als R&B-Mekka. Mit Try Me, einer Coverversion des Liedes von James Brown aus dem Jahr 1958, folgte ein kleinerer Hit. Nach einigen erfolglosen Singles, hatte Hughes 1966 mit der für ihn untypischen Uptempo-Nummer Neighbor, Neighbor einen weiteren großen Hit. Das Lied erreichte Platz vier der R&B-Charts. Danach schaffte es I Worship the Ground You Walk On immerhin noch in die R&B-Top-30.
1967 erschien Why Not Tonight, eine Auskopplung vom gleichnamigen Album. Diese flehende Soulballade war durch den für Hughes typischen intensiven, weinenden Gesangsstil geprägt und schaffte es auf Platz 5 der R&B-Charts. Anschließend trennte sich der Sänger von Hall und nahm ein Album bei Volt Records auf. Der Titel I Like Everything About You erreichte 1968 Platz 21 der R&B-Charts, weitere kommerzielle Erfolge blieben jedoch aus. Bis Mitte der 1970er Jahre trat Hughes noch gelegentlich auf, zog sich dann aber aus dem Musikgeschäft zurück und arbeitete für die Atomindustrie.R.I.P. Soul music legend Jimmy Hughes bei Soul Tracks vom 21. Mai 2026 (Dort steht leider falsch der 21. Juni 2026.) Er starb am 20. Mai 2026 in Leighton.
Diskografie
Studioalben 1964: Steal Away (Vee-Jay 1102) 1967: Why Not Tonight? (ATCO 33-209) 1969: Something Special (Volt 6003; VÖ: 4. Februar)
Kompilationen 1984: Soul Neighbours (Splitalbum mit Joe Simon; Charly R&B 1086) 1993: Something Special (Splitalbum mit Joe Hicks; Stax 098; VÖ: 23. Juni) 2008: The Best of Jimmy Hughes (Fame 2k0003; VÖ: 14. Oktober) 2009: Steal Away: The Early Fame Recordings (Kent 324; VÖ: 29. September) 2010: Why Not Tonight?: The Fame Recordings Volume 2 (Kent 331) 2010: Something Extra Special: The Complete Volt Recordings 1968–1971 (Kent 341; VÖ: 3. August)
Singles
Weitere Singles 1962: I’m Qualified (VÖ: November) 1963: Everybody Let’s Dance (VÖ: Oktober) 1964: I Want Justice (VÖ: November) 1965: Goodbye My Lover Goodbye (VÖ: Februar) 1965: You Really Know How to Hurt a Guy (You Really Know How to Make Him Cry) (VÖ: Juni) 1965: Midnight Affair (VÖ: November) 1967: Don’t Lose Your Good Thing (VÖ: Juni) 1967: Hi-Heel Sneakers (VÖ: August) 1968: Let ’Em Down Baby (VÖ: Dezember) 1969: Chains of Love (VÖ: Juni) 1969: I’m So Glad (VÖ: Oktober) 1971: Just Ain’t as Strong as I Used to Be (You Done Fed Me Sumpin’) (VÖ: Juni)
Literatur Nick Talevski: Rock Obituaries – Knocking on Heaven’s Door. Omnibus Press 2010, ISBN 0-85712-117-0. Julia Edenhofer: Das Große Oldie Lexikon. Bastei-Lübbe 1991, ISBN 3-404-60288-9. Joel Whitburn: Top Pop Singles 1955–2002. Record Research Inc. 2003, ISBN 0-89820-155-1.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:R&B-Sänger Kategorie:Person (Alabama) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1938 Kategorie:Gestorben 2026 Kategorie:Mann