Der Bahnhof Bo’ness ist ein Bahnhof im Norden der schottischen Stadt Bo’ness in der Council Area Falkirk. 1987 wurde die Anlage in die schottischen Denkmallisten in der höchsten Kategorie A aufgenommen.
Geschichte mini|links|Der ursprüngliche Bahnhof Der Bahnhof von Bo’ness wurde in den 1850er Jahren als Endbahnhof der Slamannan and Borrowstounness Railway eröffnet. Er war als Güterbahnhof konzipiert und diente im Wesentlichen dem Umschlag von Kohle aus dem rund 15 km entfernten Slamannan auf Schiffe im Firth of Forth. Fünf Jahre nach der Eröffnung 1851 nahm die Bahngesellschaft auch den Personenverkehr auf. Der ursprüngliche Bahnhof lag knapp einen Kilometer weiter westlich und wurde nach der 1956 erfolgten Einstellung des Personenverkehrs weitgehend abgebaut, es verblieb lediglich das Streckengleis. Auf dem Gelände befindet sich inzwischen ein Parkplatz. Nach der Einstellung des Güterverkehrs 1979 übernahm der Verein Scottish Railway Preservation Society die Strecke und das heutige Bahnhofsgelände und richtete dort ihren Hauptsitz ein. Zuvor war das Areal von Hafenanlagen, östlich an den Endbahnhof anschließenden Abstellgleisen und einem Holzlager genutzt worden.
In den folgenden Jahren wurde die Anlage um zahlreiche Gebäude erweitert, die von anderen historischen Bahnhöfen in Schottland stammen. Ein Museum wurde eingerichtet. Die Museumsbahn Bo’ness and Kinneil Railway zwischen Bo’ness und Manuel verkehrt außer in den Wintermonaten nach Fahrplan. Zwischen Birkhill und Manuel quert sie auf dem denkmalgeschützten Avonbank Viaduct den Avon.Informationen der Scottish Railway Preservation Society
Gebäude und Anlagen Die Bahnsteighalle stammt aus den 1840er Jahren und stand zuvor im Bahnhof Edinburgh Haymarket. 1984 wurde sie nach Bo’ness verfrachtet. Die Halle wurde jedoch gekürzt und von den ehemals zwölf vertikalen Fensterachsen sind lediglich noch acht vorhanden. Ornamentierte, gusseiserne Pfeiler mit Kapitellen tragen das schiefergedeckte Dach. Das Bahnhofsgebäude stammt aus dem Jahre 1887 aus der Ortschaft Wormit am Südende der Firth-of-Tay-Brücke in Fife. Neben den Fahrkartenschaltern sind in dem Holzbauwerk auch Ladengeschäfte und Toiletten untergebracht. Das schieferne Urinal in der Herrentoilette stammt aus Bathgate.
Die mechanische Signalanlage, deren Signale früher überwiegend im Bahnhof von Coupar Angus standen, wird aus einem Stellwerk der Caledonian Railway gesteuert. Das längliche, hölzerne Gebäude ruht auf einem Fundament aus rotem Backstein und schließt mit einem Walmdach ab. Es stand früher an der Abzweigstelle Garnqueen South Junction an der West Coast Main Line, nördlich von Coatbridge. Der aus einer gusseisernen Gitterkonstruktion bestehende Fußgängerüberweg war einst an der Highland Main Line im Einsatz. Er stammt vom Bahnhof Murthly, nördlich von Perth. Das Büro des kleinen, länglichen Warenlagers wird von Gaslampen erleuchtet. Das Holzbauwerk mit Walmdach stammt von der Upper Station in Dunfermline. Im Außenhof befindet sich ein Gaslaternenmast aus Falkirk, ein Kran aus Musselburgh sowie eine Drehscheibe aus Leith. Aus dem gusseisernen Wasserbehälter läuft das Wasser durch unterirdische Rohre zur Abnahmestelle. Er stammt aus dem Hafen von Grangemouth.
Einzelnachweise
Weblinks Netzpräsenz der Scottish Railway Preservation Society
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