mini|hochkant=0.8|Josef Bäuml, Februar 2024 Josef Georg Hans Bäuml ist ein deutscher Psychiater, Autor mehrerer Fachbücher sowie Privatdozent (PD) und ehemaliger Leitender Oberarzt (Ltd. OA) an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM).

Leben Josef Bäuml studierte von 1975 bis 1976 zunächst Germanistik und Theologie an der Universität Regensburg. Anschließend wechselte er zum Studienfach Medizin, und es folgte von 1976 bis 1978 das Klinische Vorstudium an der Universität Regensburg. Für das klinische Studium von 1978 bis 1983 ging Josef Bäuml an die Technische Universität München (TUM). Im Mai 1983 erlangte er seine Approbation als Arzt.

Seine erste Anstellung fand Josef Bäuml von 1983 bis 1984 in der Senioren-Tagesklinik am Klinikum rechts der Isar der TUM. Von 1984 bis 1988 arbeitete er in der Akutpsychiatrie am Klinikum rechts der Isar der TUM.

1986 schloss Josef Bäuml seine Promotion an der Technischen Universität München ab. Das Thema seiner Dissertation lautete: Kurzzeitkatamnese von Patienten nach einem Suizidversuch im jüngeren und mittleren Erwachsenenalter. Ergebnisvergleich mit einer Untersuchung zu Suizidversuchspatienten im höheren Lebensalter.

Von 1988 bis 1989 war er in der Neurologischen Klinik am Klinikum rechts der Isar der TUM beschäftigt. Daraufhin folgten von 1989 bis 1999 zehn Berufsjahre erneut in der Akutpsychiatrie am Klinikum rechts der Isar der TUM. Daneben leistete Josef Bäuml Psychiatrischen Konsiliardienst und Konsiliardienst auf der Toxikologischen Abteilung.

1992 wurde er Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und 1997 Oberarzt in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TUM.

1997 erhielt er, schon als Oberarzt, von der Lilly Deutschland GmbH den Lilly Schizophrenie-Reintegrations-Ehrenpreis „in Anerkennung seiner beispielhaften Langzeitbehandlung schizophrener Patienten und ihrer Angehörigen an der Münchner Klinik“ verliehen.

Ab dem 1. Februar 2000 bis zum Ruhestandsantritt war Josef Bäuml Leitender Oberarzt in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TUM und hat zudem die Oberärztliche Leitung der akutpsychiatrischen Abteilung.

Josef Bäuml ist verheiratet und hat drei Kinder.

Tätigkeits- und wissenschaftliche Schwerpunkte

Das Spezialgebiet von Josef Bäuml ist die Behandlung mit einem durchdachten Zusammenspiel aus Psychopharmaka und Psychotherapie unter systematischer Hinzuziehung der Angehörigen (Psychoedukation). Es erfolgt eine vorsichtige Aufklärung des Betroffenen über die Hintergrundinformationen zu seiner psychischen Störung. Parallel erhalten auch die Angehörigen in separaten Gruppen Informationen. Die Intervention der Familien lässt die Rückfallzahlen deutlich zurückgehen. Diese Behandlungsmethode eignet sich insbesondere bei Schizophrenie, affektiven Störungen, Angst- und Zwangsstörungen sowie Ess- und Persönlichkeitsstörungen. Darüber hinaus ist Bäuml Mitbegründer des Münchner Psychoseseminars.

Des Weiteren ist er Referent in der Fort- und Weiterbildung der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), im IFT Institut für Therapieforschung, im Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V. etc. Außerdem war Josef Bäuml Mitveranstalter des Deutschen Psychoedukations-Kongresses in Berlin.

Zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten von Josef Bäuml zählen die Angehörigenarbeit bei schizophrenen Psychosen, die Compliance-Verbesserung bei psychiatrischen Patienten, psychoedukatives Intervenieren bei schizophrenen Klienten, Empowerment und Trialog bei psychischen Störungen, die psychopharmakotherapeutische Rezidivprophylaxe sowie die Therapieresistenz bei schizophrenen und affektiven Störungen.

Mitgliedschaft in Fachgesellschaften Josef Bäuml ist Mitglied in diversen Fachgesellschaften, unter anderem in der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN). Er ist dort Leiter des DGPPN-Fachreferats Psychoedukation. Des Weiteren bestehen Mitgliedschaften von Josef Bäuml in der Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie (AGNP), in der Gesellschaft zur Förderung empirisch begründeter Therapieansätze bei schizophrenen Menschen (gfts), in der Berliner Akademie für Psychotherapie (BAP), im Centrum für Integrative Psychotherapie (CIP) und im Ärztlichen Weiterbildungskreis für Psychotherapie und Psychoanalyse Ostbayern e.V. (ÄWK).

Schriften (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

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