Abella war angeblich eine Ärztin aus der Schule von Salerno. Als ihre Wirkungszeit wird das 11.Leigh Ann Whaley: Women and the practice of medical care in early modern Europe, 1400–1800. Palgrave Macmillan, Houndmills, Basingstoke, Hampshire 2011, ISBN 978-1-349-32870-3. S. 13 f. oder 14. Jahrhundert Die Übersetzungen der Werktitel sind reine Phantasie. angegeben.

Rezeption Die früheste Erwähnung von Abella findet sich 1681 bei Antonio Mazza, der sie neben den wahrscheinlich ebenfalls fiktiven Ärztinnen Mercuriade und Rebecca sowie der realen Trota von Salerno erwähnt.Antonio Mazza: Historiarum epitome de rebus Salernitanis.. Neapel 1681. S. 128 Digitalisat Da sich in mittelalterlichen Quellen keine Erwähnungen von Abella, Mercuriade, Rebecca oder den ihr zugeschriebenen Werken finden lassen, wird heute davon ausgegangen, dass Mazza diese Frauen aus patriotischen Gründen erfunden hat, um auf die Promotion von Elena Lucrezia Cornaro Piscopia 1678 in Padua zu reagieren:Monica H. Green: In search of an «Authentic» women’s medicine: The strange fates of Trota of Salerno and Hildegard of Bingen. In: Dynamis, Band 19 (1999), S. 25–54 (hier: 38 f.). Die Medizinhistorikerin Monica H. Green schreibt:

Judy Chicago widmete „Abella“ eine Inschrift auf den dreieckigen Bodenfliesen des Heritage Floor ihrer 1974 bis 1979 entstandenen Installation The Dinner Party. Die mit dem Namen Abella of Salerno beschrifteten Porzellanfliesen sind dem Platz mit dem Gedeck für Trota zugeordnet. Die Übersetzungen der Werktitel sind reine Phantasie.

Literatur Monica H. Green: In search of an «Authentic» women’s medicine: The strange fates of Trota of Salerno and Hildegard of Bingen. In: Dynamis, Band 19 (1999), S. 25–54 (hier: 38 f.). Monica H. Green: Women’s Healthcare in the Medieval West. Routledge, 2000. S. 20 Monica H. Green: The Trotula: A Medieval Compendium of Women’s Medicine. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2001. ISBN 978-0-8122-0469-8. S. 226 f. Leigh Ann Whaley: Women and the practice of medical care in early modern Europe, 1400–1800. Palgrave Macmillan, Houndmills, Basingstoke, Hampshire 2011, ISBN 978-1-349-32870-3. S. 13 f.

Einzelnachweise

Kategorie:Fiktive Person (weiblich)