mini|Katie Mitchell, 2016 Katie Mitchell (geboren am 23. September 1964 in Reading, England) ist eine britische Theater-, Film- und Opernregisseurin.

Leben und Werk Mitchell wuchs in Hermitage in der Grafschaft Berkshire auf und studierte in Oxford englische Literatur. Nach diversen Assistenzen, u. a. bei der Royal Shakespeare Company, gründete sie Ende der 1980er Jahre ihre eigene Theatertruppe namens Classics on a Shoestring. Von 1996 bis 1998 wirkte sie als Hausregisseurin an der Royal Shakespeare Company (RSC), anschließend vier Jahre lang am Royal Court Theatre. 1997 übernahm sie die Programmverantwortung für The Other Place, eine Studiobühne der RSC. Seit 1994 inszeniert Mitchell regelmäßig am Royal National Theatre in London, seit 1996 ist sie auch als Opernregisseurin tätig.

Ihren internationalen Durchbruch errang die Künstlerin im Jahr 2009, als sie bei den Salzburger Festspielen Luigi Nono und am Royal Opera House Covent Garden James MacMillan in Szene setzte und mit ihrer Inszenierung Wunschkonzert am Schauspiel Köln zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. Mitchell arbeitet eng mit den Schriftstellern Martin Crimp und Duncan Macmillan, dem Videodesigner Leo Warner, sowie mit den Bühnen- und Kostümbildnern Lizzie Clachan, Sussie Juhlin-Wallén und Vicki Mortimer zusammen.

Wichtige Inszenierungen mini|Forbidden ZoneSalzburger Festspiele 2014 Schauspiel 2008: Wunschkonzert von Franz Xaver Kroetz, Schauspiel Köln und Theatertreffen Berlin 2009 2010: Fräulein Julie frei nach August Strindberg 2011: Die Wellen basierend auf Virginia Woolfs The Waves im Schauspiel Köln 2012: Reise durch die Nacht von Friederike Mayröcker, Schauspiel Köln und 2013 Theatertreffen Berlin 2013: Die gelbe Tapete nach Charlotte Perkins Gilman, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin 2013: Atmen von Duncan Macmillan, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin 2013: Alles Weitere kennen Sie aus dem Kino von Martin Crimp, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg 2014: Wunschloses Unglück von Peter Handke, Burgtheater Wien im Kasino am Schwarzenbergplatz 2014: The Forbidden Zone von Duncan Macmillan, Salzburger Festspiele, anschließend Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin 2015: Ophelias Zimmer mit Texten von Alice Birch 2015: Glückliche Tage von Samuel Beckett, Malersaal Deutsches Schauspielhaus, Hamburg 2015: Reisende auf einem Bein von Herta Müller, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg 2016: Schatten (Eurydice sagt) von Elfriede Jelinek, Schaubühne am Lehniner Platz 2017: 4.48 Psychose von Sarah Kane, Schauspielhaus Hamburg 2017: Anatomy of a Suicide von Alice Birch, Royal Court Theatre, London 2019: Orlando von Virginia Woolf 2021: Kein Weltuntergang von Chris Bush 2024: Bernarda Albas Haus von Alice Birch nach Federico García Lorca, übersetzt von Ulrike Syha

Oper 2009: Parthenogenesis, Oper von Michael Symmons Roberts und James MacMillan, Royal Opera House London 2009: Al gran sole carico d’amore von Luigi Nono, Salzburger Festspiele, anschließend an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin 2010: Idomeneo von Wolfgang Amadeus Mozart, English National Opera (London) 2011: Clemency von James MacMillan, Linbury Studio am Royal Opera House (London) und Scottish Opera (Glasgow) 2012: Written on Skin, Uraufführung der Oper von Martin Crimp und George Benjamin, Aix-en-Provence, anschließend in Amsterdam, Wien, Toulouse, London und Florenz 2013: Le vin herbé von Frank Martin, Staatsoper Unter den Linden, Berlin 2013: The House Taken Over von Vasco Mendonça, Festival d’Aix-en-Provence, danach auch in Strasbourg und Luxemburg 2014: Footfalls|Neither von Morton Feldman, Staatsoper im Schiller-Theater Berlin 2020: Judith: Konzert für Orchester / Herzog Blaubarts Burg von Béla Bartók, Bayerische Staatsoper München

Auszeichnungen 1996: Evening Standard Award für ihre Inszenierung The Phoenician Women an der RSC 2009: Einladung zum Berliner Theatertreffen mit Wunschkonzert 2009: Officer des Order of the British Empire 2011: Europäischer Theaterpreis für Neue Realitäten 2013: Einladung zum Berliner Theatertreffen mit Reise durch die Nacht 2013: Nestroy-Preis für die beste deutschsprachige Aufführung für Reise durch die Nacht 2013: International Opera Award für die Uraufführung des Jahres – Written on Skin 2016: Rolf-Mares-Preis für Reisende auf einem Bein im Deutschen Schauspielhaus

Siehe auch Schauspielbesetzungen der Salzburger Festspiele 2012 bis 2016

Weblinks

auf staatsoper-berlin.de Katie Mitchell auf schaubuehne.de Katie Mitchell auf schauspielhaus.de

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