mini|Große reformierte Kirche in Debrecen/Ungarn mini|Jacob Deutschmanns Grab im Gräberhain des Waldmüllerparks Jacob Deutschmann, auch Jakob Deutschmann sowie Johann Jacob Deutschmann (* 25. Juni 1795 in Wünschendorf; † 11. März 1853 in Wien) war ein österreichischer Erfinder, Orgel- und Instrumentenbauer, Klavierbauer sowie Hoforgelbauer. Er verbesserte und erweiterte maßgeblich die Bespielbarkeit der Physharmonika.Wilhelm Hebenstreit: Wissenschaftlich-literarische Encyklopädie der Aesthetik. Ein etymologisch-kritisches Wörterbuch der ästhetischen Kunstsprache, Carl Gerold, Wien 1843, S. 560. (Digitalisat)
Leben Als Neffe des Orgelbauers Friedrich Deutschmann (1768–1826), der u. a. 1807 die Orgel der Lutherischen Stadtkirche in Wien ausführte, (PDF; 5,1 MB), abgerufen am 12. Juni 2013. wuchs er in Wien auf und ging bei seinem Onkel in die Lehre.Johann Jakob Heinrich Czikann und Franz Gräffer: Österreichische National-Enceycelpodie; …. Sechster Band (W bis Z und Supplement), Wien 1887, S. 420 (hier Friedrich Deutschmann fälschlich als Vater bezeichnet). (Digitalisat, abgerufen am 12. Juni 2013) Auf Anregung von Carl Georg Lickl und Gustav Freiherr von Prandau (1807–1885) wurde von ihm die Physharmonika bezüglich Spielbarkeit weiterentwickelt.
Eine zeitweise Zusammenarbeit mit dem Klavierbauer Matthäus Andreas Stein zwischen 1830 und 1835 belegt ein Pianoforte im Technischen Museum Wien, das ein zusätzliches Stimmzungenregister (Physharmonika) hat.Martha Novak Clinkscale: Makers of the Piano / Volume 2 / 1820 - 1860. Oxford University Press 1999, 495 S. ISBN 0-19-816625-7. Jacob Deutschmann & André Stein. Von Bernhard Eschenbach gibt es ein vergleichbares Instrument im Musikinstrumenten-Museum Berlin ( „Querhammerflügel mit Aeoline, Johann Caspar Schlimbach, Königshofen, um 1815“). Nach Jacob Deutschmanns Tod übernahm Peter Titz, ein ehemaliger Gehilfe, dessen Werkstatt und baute unter seinem eigenen Namen Orgeln und Harmoniums. Mit Orgelbauer Franz Ullmann, Wien war Jacob Deutschmann durch seine zweite Heirat verschwägert.https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_D/Deutschmann_Familie.xml
Die Enkelin Anna Karolina Deutschmann (1875–1938) war mit dem Unternehmer und Politiker Franz Heinrich Stohr (1869–1930) verheiratet.
Arbeiten Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen 1819/29 Winden am See Pfarrkirche Winden am See 160x160px|zentriert I/P 10 im Jahre 2000 von Romano H. Zölss restauriert in der OrgelDatenBank von Karl Schütz, abgerufen am 1. Oktober 2019 1828 Enzersdorf an der Fischa Pfarrkirche Enzersdorf an der Fischa I/P 9 1830 Budapest Reformierte Kirche am Calvinplatz 160x160px|zentriert II/P 23 1834 Günselsdorf Pfarrkirche Günselsdorf I/P 10 1834 Wilfleinsdorf Pfarrkirche Wilfleinsdorf I/P 8 1838 Debrecen Große reformierte Kirche in Debrecen/Ungarn 160x160px|zentriert II/P 27 1839 Pressburg große evang. Kirche Pressburg II/P 27 nicht erhaltenKarpatendeutsches Biographisches Lexikon, Stuttgart 1988, S. 29
weitere Arbeiten: 1820: in der Augustiner Kirche in Wien der Umbau der Hencke-Orgel. Im Jahre 1974 erfolgte schließlich die Wiederherstellung und geringfügige Erweiterung des wertvollen historischen Prospekts.Die Orgeln der Pfarrkirche St. Augustin in Wien, abgerufen am 12. Juni 2013 1822: das Gehäuse von ihm für die Zeit der Jahrhundertwende bedeutend gestaltet wurde 1911 von Matthäus Mauracher II.) II/32 pneum verwendet., abgerufen am 12. Juni 2013 1825: Orgel in der Pfarrkirche St. Laurenz am Schottenfeld, erbaut 1788 von Franz Xaver Chrismann, Gehäuse und Werk 1825 von Jacob Deutschmann verändert; Werk 1966 Philipp Eppel II/20 mÖsterreichische Orgeldatenbank Karl Schütz , abgerufen am 12. Juni 2013 1830er Jahre: PhysharmonikaHistorisches Museum der Stadt Regensburg - Kurzinventar der Musikinstrumente, abgerufen am 12. Juni 2013 1840: Physharmonika im Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität LeipzigMusikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig, abgerufen am 12. Oktober 2013 um 1840: Physharmonika von Jakob Deutschmann,Abbildung und Beschreibung (PDF; 1,6 MB), abgerufen am 12. Juni 2013 Wien, in der Sammlung Neumeyer – Junghanns – Tracey, abgerufen am 12. Juni 2013 1841: in Verbindung mit der Loyporgel von Josef Loyp in der Ulrichskirche in Wien, abgerufen am 12. Juni 2013 1845: St. Michael in Wien Veränderung der Orgel von Johann David Sieber in der Disposition, abgerufen am 12. Juni 2013
Literatur Fischhof, Joseph: Versuch einer Geschichte des Clavierbaues. Mit besonderm Hinblicke auf die Londoner Große Industrie-Ausstellung im Jahre 1851, nebst statistischen darauf bezüglichen Andeutungen sc. Wien: J. B. Wallishausser 1853. Reprint, Frankfurt: Erwin Bochinsky 1998. Allgemeine musikalische Zeitung, Band 41, August 1839 Riedel, Friedrich Wilhelm: Zur Geschichte der Physharmonika. Ein Instrument von Jacob Deutschmann im Benediktinerstift Göttweig A. S.: Industrie-Ausstellung der österreichischen Monarchie in musikalischer Beziehung [Wien 1844, J. Hofer, G. B. De Lorenzi, J. Deutschmann], in: Allgemeine Wiener Musik-Zeitung 5/86/1845, S. 342, 5/87/1845, S. 345f.
Galerie
Bekannte Ausgebildete für den Orgelbau 1831–1833: Martin Braun aus Spaichingen 1844–1846: Josef Wiedemann aus Zusamzell
Einzelnachweise
Weblinks
Organindex: Jakob Deutschmann
Kategorie:Orgelbauer (19. Jahrhundert) Kategorie:Orgelbauer (Österreich) Kategorie:Klavierbauer Kategorie:Erfinder Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Geboren 1795 Kategorie:Gestorben 1853 Kategorie:Mann