mini|Kurt Müller-Graf in Faust am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1963/1964) mini|hochkant|Müller-Graf in Die Kassette von Carl Sternheim (1964/1965) mini|hochkant|Müller-Graf in Reporter von Ben Hecht/Charles MacArthur, rechts Günther Epperlein (1977/1978) Kurt Müller-Graf (* 9. August 1913 in Karlsruhe; † 10. August 2013 ebenda) war ein deutscher Schauspieler und Festspielintendant.
Leben Müller-Graf begann seine Schauspielkarriere 1930 als Statist bei den Volksschauspielen Ötigheim. Nach Absolvieren einer Schauspielausbildung hatte er Engagements am Staatstheater Karlsruhe, am Bayerischen Staatsschauspiel, dem Schauspielhaus Zürich, am Nationaltheater Mannheim und dem Wiener Burgtheater.https://www.staatstheater.karlsruhe.de/ensemble/id/2289/
Sein Filmdebüt hatte er 1941 in einer Nebenrolle in Georg Wilhelm Pabsts Komödianten. Müller-Grafs Ausflüge von der Bühne zum Film erfolgten bis in die 1950er Jahre, waren aber nur sporadisch. Davon blieb der unter Erich Engel gedrehte Film Wo ist Herr Belling? (1945) ein unvollendeter Überläuferfilm. Müller-Graf stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Müller-Graf, Kurt. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 330
In den 1960er Jahren trat er in einzelnen Fernsehproduktionen auf. Nach Erreichen des Pensionsalters gründete er 1979 die Ettlinger Schlossfestspiele, deren Intendant er zwölf Jahre lang war.
Müller-Graf war Träger der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg (1978) und des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse (1983). 2008 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Ettlingen ernannt.
Zu seinem 100. Geburtstag wurde er mit einem Empfang im Ettlinger Schloss geehrt. In der folgenden Nacht musste er in ein Krankenhaus in Karlsruhe eingeliefert werden, wo er am nächsten Tag starb.bnn.de, Hauptseite, abgerufen am 11. August 2013.
Filmografie 1941: Komödianten 1942: Die See ruft 1942: Der Hochtourist 1943: Der unendliche Weg 1944: Das Lied der Nachtigall 1944: Der Täter ist unter uns 1945: Wo ist Herr Belling? (unvollendet) 1949: Die Nacht der Zwölf 1950: Die Schuld der Gabriele Rottweil 1951: Die Passion von Oetigheim 1959: Die Nackte und der Satan 1962: Liebe im September (Fernsehfilm) 1963: Der Arzt am Scheidewege (Fernsehfilm) 1969: Gauner, Gelder und Giraffen (Fernsehfilm) 1982: Gestern wird morgen sein (aus der Fernsehserie: Unheimliche Geschichten)
Literatur Klaus E. R. Lindemann (Hrsg.): Kurt Müller-Graf. Ein Theaterleben. (Profile der Region; 9). Info-Verlag, Karlsruhe 1988, ISBN 3-88190-087-X Trauer um Kurt-Müller Graf. In: der Sonntag, Jahrgang 16, Nr. 32 vom 11. August 2013. S. 1. (online)
Weblinks
Kurt Müller-Graf bei cyranos.ch Kurt Müller-Graf bei staatstheater.karlsruhe.de CD zum 100. Geburtstag von Kurt Müller-Graf erschienen: „Gedichte über das Alter“
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Festspielintendant Kategorie:Darstellende Kunst (Nationalsozialismus) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg Kategorie:Ehrenbürger von Ettlingen Kategorie:Person (Karlsruhe) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1913 Kategorie:Gestorben 2013 Kategorie:Hundertjähriger Kategorie:Mann