Jakow Jakowlewitsch Etinger (; * 12. August 1929 in Minsk; † 4. August 2014 in Sankt PetersburgТрагическая судьба Якова Этингера. Biografie auf rubezh.eu (russisch, abgerufen am 7. Januar 2015).) war ein sowjetischer bzw. russischer Wirtschaftswissenschaftler und Historiker.
Leben Etinger wurde als Jakow Lasarewitsch Siterman geboren. Seine Eltern starben im Holocaust. Er wurde von dem Mediziner Jakow Giljarijewitsch Etinger, einem berühmten Kardiologen, der später der sogenannten Ärzteverschwörung zum Opfer fiel, adoptiert und nannte sich dementsprechend um.
Er begann ein Studium an der Historischen Fakultät der Moskauer Universität. 1950 wurden er und sein Adoptivvater wegen kritischer Äußerungen („verleumderischer Erfindungen“) über Stalin und Beria verhaftet. Nachdem der Adoptivvater im Gefängnis gestorben war, wurde Jakow J. Etinger am 17. Mai 1951 zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt.Michael Parrish: The Lesser Terror: Soviet State Security, 1939-1953. Greenwood Publishing Group, 1996. ISBN 978-0-275-95113-9. S. 248. 1954 wurde er freigelassen und rehabilitiert. Nach Beendigung des Studiums arbeitete er am Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen der Akademie der Wissenschaften der UdSSR.
Nach 1989 nahm er an der Gründung der Menschenrechtsorganisation „Memorial“ teil.
Weblinks
Jakow Jakowlewitsch Etinger auf gulag.memorial.de
Einzelnachweise
Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert) Kategorie:Neuzeithistoriker Kategorie:Opfer des Stalinismus (Sowjetunion) Kategorie:Häftling im Gulag Kategorie:Person (Memorial) Kategorie:Russe Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1929 Kategorie:Gestorben 2014 Kategorie:Mann