Agudath Israel Weltorganisation (engl. Agudath Israel World Organization; kurz AIWO) ( Histadrut Agudat Yiśraʼel ha-ʻolamit;searchworks.stanford.edu auch Histadrut ha-cḥaredim ha-ʻolamit Agudat Yiśraʼel worldcat.org) ist eine internationale ultraorthodoxe jüdische Organisation und hat in 17 Ländern und auf vier Kontinenten Mitglieder.uia.be American Jewish Year Book, 1996, Band 96, S. 493. Sie verfügt in Jerusalem über einen eigenen Verlag.worldcat.org Die Agudath Israel World Organization hat ihren Sitz am Broadway 42 in New York.religious-organizations.cmac.ws

Geschichte Die Organisation wurde 1912 als politischer Arm der aschkenasischen Torah-Bewegung in Nachfolge der Agudas Shlumei Emunei Yisroel („Union des glaubenstreuen Israel“) gegründet.Haredi Judaism, abgerufen am 12. Januar 2018. Zu den Grundlagen gehört das Judentum Osteuropas vor dem Holocaust und die Wiederbelebung des Chassidismus, der das orthodoxe Judentum Europas umfasste.

Die Vereinigung wurde von einem Geschäftsführenden Ausschuss mit Sitz in Wien geleitet.worldcat.org Ein Rabbinischer Rat (hebräisch , Mo'etzet chachmeji haTora) prüfte und ratifizierte alle wichtigen Beschlüsse; die Delegierten der Landesorganisation trafen sich alle fünf Jahre zur Kenessio Gedaulo (, „große Versammlung“).worldcat.org

Für die Erziehungsarbeit wurde der Hilfsfonds Keren haTora () mit Sitz in Wien gebildet. Der Aguda nahe standen das in Warschau erscheinende Jidisches Togblatt (in jiddischer Sprache) und Der Israelit (Frankfurt am Main) sowie die Jüdische Korrespondenz (Wien) und die Jüdische Presse (Bratislava und Wien).

Personen Jacob Rosenheimdavid.juden.at Moshe ShereronlineJakob Wiener: Time of Terror-Road to Revival: One Person’s Story: Growing Up in Germany … , S. 174 Abraham Babadjta.org Harry Reicherjfr.org

Mitglieder Polen (1916–1939) Während des Ersten Weltkriegs wurden Pinchas Kohn und Rabbiner Emanuel Carlebach aus Deutschlandworldcat.org angewiesen, als rabbinische Berater für die deutsche Besatzungsmacht in Polen tätig zu werden.stevens-tech.edu (PDF) In dieser Position arbeiteten sie eng mit Abraham Mordechai Alter zusammen. Als Ergebnis dieser Zusammenarbeit wurde im Jahre 1916 die Agudath Israel in Polen gegründet, deren Ziel es war, das ost- und westeuropäische orthodoxe Judentum zu vereinigen. Die Agudath Israel erhielt reichen Zulauf, so von chassidischen Juden, und nahm an den Wahlen zur zweiten polnischen Republik teil, wobei sie Sitze im Sejm gewann. Zu den gewählten Repräsentanten zählten Alexander Soscha Friedman, Rabbiner Jehuda Mair Schapira, Rabbiner Josef Nechemjia Kornitzer aus Krakau und Rabbiner Aharon Lewin aus Reischa (Rzeszów) () ().

Bekannte Mitglieder der Agudath Yisroel waren Abraham Mordechai Alter, Mordechai Yosef Elazar Leiner und Yisrael Meir Kagan.Gershon C.Bacon, The Politics of Tradition: Agudat Israel in Poland, 1916-1939, The Magnes Press, Jerusalem, 1996, ISBN 965-223-962-3 1939 endete die Existenz der אגודת ישראל בפולין.

Lettland In Lettland war die Agudath Israel unter dem Vorsitz von Mordechai Dubin von 1922 bis 1934 im dortigen Parlament, der Saeima, vertreten.

Slowakei Ein anderer Vertreter der Agudath Israel war Chaim Michael Dov Weissmandl. Selbst als er an der Oxford University war, zog Weissmandl es am 1. September 1939, dem ersten Tag des Zweiten Weltkriegs, vor, als Vertreter der World Agudath Israel in die Slowakei zurückzukehren.Brenner, Lenni (1983). "Zionism in the Age of the Dictators, Chapter 24: The Wartime Failure to Rescue

Großbritannien In Großbritannien wurde die Agudath Israel, vertreten durch die Adath Israel Synagogue, im Jahr 1909 gegründet, gefolgt von der Union of Orthodox Hebrew Congregations, welche im Jahr 1926 gegründet wurde. Im Jahr 1943 repräsentierte sie 5000 Familien unter dem Vorsitz des Rabbiners Solomon Schonfeld. Der britische Sekretär der Agudath Israel World Organization, des politischen Arms der religiösen Bewegung, war Harry Goodman, Herausgeber des Jewish Weekly. Er spielte eine Schlüsselrolle in der Agudath Israel Organization im Zweiten Weltkrieg.Pamela Shatzkes: Holocaust and Rescue: Impotent or Indifferent? Anglo-Jewry 1938–1945. Palgrave, Basingstoke 2002, S. 13–14.

Siehe auch Agudath Israel of America Agudat Jisra’el

Literatur Jacob Rosenheim: Was will Agudas Jisroel? Frankfurt am Main 1912. Jacob Rosenheim: Was will, was ist Agudas Jisroel? Halberstadt 1919.

Weblinks Jacob Rosenheim: Was will, was ist Agudas Jisroel? 1912. http://www.worldcat.org/title/histadrut-agudat-yisrael-ha-olamit/oclc/123284986 http://www.worldcat.org/title/modia-biton-agudat-yisrael-ha-olamit/oclc/319711040&referer=brief_results worldcat.org

Einzelnachweise

Kategorie:Ultraorthodoxes Judentum