mini|Özlem TopçuÖzlem Topçu (* 12. Februar 1977 in Flensburg) ist eine deutsche Journalistin, die als Co-Leiterin des Auslandsressorts für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel arbeitet. Sie ist Trägerin des Theodor-Wolff-Preises.
Werdegang und Leistungen Topçu studierte nach dem Abitur in Flensburg Islam-, Politik- und Medienwissenschaft in Hamburg und Kiel. Von 2005 bis 2006 absolvierte sie ein Volontariat bei der Axel-Springer-Akademie.
Ab Anfang 2007 war sie als freie Journalistin und Reporterin in Hamburg tätig. Im Jahre 2008 erhielt sie zusammen mit Miriam Opresnik den Journalistenpreis der deutschen Zeitungen, den Theodor-Wolff-Preis, für ihre Reportage Hauptschule und Migrant – und welche Chancen hast du dann?, die 2007 im Hamburger Abendblatt erschienen war. Die Autorinnen hatten ein Jahr lang Hauptschüler begleitet, die vor ihrem Berufseinstieg stehen. Die Jury befand, dass es die beiden Journalistinnen verstanden hätten, die . In: bdzv.de/twp. Ebenfalls 2008 wurde Topçu für ihre Gerichtsreportage über den Prozess einer Kindstötung unter dem Titel Ich warf das Kind vom Balkon mit dem Regino-Preis ausgezeichnet. Die Reportage enthalte, so die Jury, Vier Journalistinnen für herausragende Justizberichterstattung geehrt. In: beck.de, 7. Mai 2009.
Ab 1. August 2009 arbeitete Topçu als Redakteurin im Ressort Politik der Wochenzeitung Die Zeit.Özlem Topçu. In: rowohlt.de. Ab dem 26. März 2020 betreute sie eine Woche lang den Twitter-Auftritt der Zeit.https://twitter.com/DIEZEIT/status/1242924268184272896
2012 veröffentlichte sie zusammen mit den Journalistinnen Alice Bota und Khuê Pham das Buch Wir neuen Deutschen, ein Porträt ihrer Generation, über das Der Spiegel schrieb: Anna Reimann: Die neuen Deutschen. In: Spiegel Online, 8. September 2012.
Seit 2012 tritt Topçu zusammen mit den Journalisten Deniz Yücel, Yassin Musharbash, Mely Kiyak, Özlem Gezer, Hasnain Kazim, Doris Akrap und Ebru Taşdemir im Rahmen der „antirassistischen Leseshow“ Hate Poetry, abgerufen am 20. Dezember 2014 auf, bei denen sie im Stile eines Poetry Slams rassistische Leserbriefe vorlesen. „Selten war Rassismus so unterhaltsam“, urteilte darüber Die Welt,Jan Küveler: „Gehen Sie doch zurück nach Fickdeppenarschland“ In: Die Welt, 1. Februar 2013. während die tazPhilipp Gessler: Lachen im Fickdeppenarschland. In: Die Tageszeitung, 2. April 2012. von einer „kathartischen Lesung“ sprach. 2014 wurde das Gründungsteam von Hate Poetry in der Kategorie „Sonderpreis“ als Journalisten des Jahres ausgezeichnet.Die „Journalistin des Jahres“ 2014: Golineh Atai, WDR/ARD. In: Medium Magazin, 19. Dezember 2014, abgerufen am 20. Dezember 2014. Von Mai bis November 2015 war sie mit einem Stipendium einer Stiftung in der Türkei, wo in dieser Zeit zwei Wahlkämpfe und Wahlen (Wahl am 7. Juni und am 1. November 2015) stattfanden und zahlreiche Anschläge geschahen.Özlem Topçu: Im Land der unnötigen Tode. In: Zeit Online, 19. November 2015.
Im Jahr 2021 wechselte sie zum Nachrichtenmagazin Der Spiegel als stellvertretende Leiterin des Auslandsressorts. Pressemitteilung: Özlem Topçu und Katrin Kuntz werden stellvertretende Ressortleiterinnen des Auslandsressorts In: Spiegel Gruppe, 4. Juni 2021. Im Februar 2025 wurde sie zur Co-Leiterin des Ressorts befördert. Sie ist Mitgründerin des PEN Berlin.
Auszeichnungen 2008: Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie Lokales für den Artikel Hauptschule und Migrant – und welche Chancen hast du dann? im Hamburger Abendblatt 2009: Regino-Preis für herausragende Justizberichterstattung in der Kategorie Print.
Buchveröffentlichungen Mit Alice Bota, Khuê Pham: Wir neuen Deutschen. Wer wir sind, was wir wollen. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2012, ISBN 978-3-498-00673-0.Alice Bota, Özlem Topçu, Khuê Pham: „Heimat ist ein sehnsuchtsvolles Ding“ In: Zeit Online, 6. September 2009. Zitronenpressen, Kopftücher, Dreadlocks. In: Wilhelm Genazino (Hrsg.): Istanbul: „sterbende Schöne“ zwischen Orient und Okzident? Corso Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86260-021-2, S. 26 ff. Mit Richard C. Schneider: Wie hättet ihr uns denn gerne? Ein Briefwechsel zur deutschen Realität. Muslimisch, jüdisch, deutsch – ein Erfahrungsbericht. Droemer Verlag, München 2022, ISBN 978-3-426-27867-3.
Weblinks
Website von Özlem Topçu Özlem Topçu – Autorenprofil auf Zeit Online Maximilian Wiedenhofer: Ich schreibe für „DIE ZEIT“ – ÖZLEM TOPÇU. Video auf Vimeo (1:29 Min.)
Einzelnachweise
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