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Die 52. Nordischen Skiweltmeisterschaften fanden vom 20. Februar 2019 bis zum 3. März 2019 in Seefeld in Tirol (Österreich) statt.
Seefeld war zum zweiten Mal nach 1985 Gastgeber von Nordischen Skiweltmeisterschaften. Die Sprungwettbewerbe von der Normalschanze wurden auf der Toni-Seelos-Olympiaschanze ausgetragen, der Start- und Zielbereich der Laufwettbewerbe befand sich direkt neben der Schanze in der Langlauf Arena Seefeld. Die Sprungwettbewerbe von der Großschanze fanden auf der Bergiselschanze in Innsbruck statt. Teile der Toni-Seelos-Olympiaschanze sowie der Großteil der Biathlon- und Langlaufanlagen befinden sich auf Telfer Gemeindegebiet.
In den drei nordischen Sportarten wurden in 22 Wettbewerben Medaillen vergeben. Im Skilanglauf gab es zwölf, im Skispringen sechs und in der Nordischen Kombination vier Entscheidungen. Es wurden dreizehn Wettbewerbe für Männer, acht für Frauen und einer als Mixed-Wettbewerb ausgetragen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Nordischen Skiweltmeisterschaften gab es einen Teamwettbewerb der Skispringerinnen von der Normalschanze. Das übrige Wettkampfprogramm blieb gegenüber den letzten Weltmeisterschaften unverändert.
Wahl des Austragungsortes
Die Wahl des Austragungsortes führte die Fédération Internationale de Ski am 5. Juni 2014 in Barcelona (Spanien) durch. Beworben hatten sich Almaty (Kasachstan), Oberstdorf (Deutschland), Planica (Slowenien) und Seefeld in Tirol (Österreich). Oberstdorf hatte bereits die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1987 und 2005 organisiert und zuvor für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2013, 2015 und 2017 kandidiert, Planica für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 und Seefeld hatte bereits die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1985 organisiert. Das Abstimmungsergebnis des FIS-Rates wurde schließlich durch den FIS-Präsidenten auf dem FIS-Kongress bekannt gegeben. Austragungsort 1. Wahlgang 2. Wahlgang 3. Wahlgang 6 6 9 8 8 8 3 3 – 0 – –
Maßnahmen zur Vorbereitung Als Maßnahmen zur Vorbereitung wurden unter anderem die Anlage für den Skilanglauf um zusätzliche Schneekanonen und die Anlage für das Skispringen um einen zusätzlichen Lift erweitert. Darüber hinaus wurden das Pressezentrum und der Bahnhof umgebaut. Das Budget beträgt 18 Millionen Euro für die Veranstaltung und 30 Millionen Euro für die Infrastruktur. Der Ticketverkauf startete am 22. Juni 2018. Die Übertragungsrechte vermarktete Infront Sports & Media.
Sportstätten
Bergiselschanze Toni-Seelos-Olympiaschanze Arena SeefeldSprungwettbewerbe GroßschanzeSprungwettbewerbe NormalschanzeLanglauf 245px 300px 215px
Terminplan + Übersicht Februar / März 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 1. 2. 3. Skilanglauf D/H D/H D/H D/H D H D H D H Skispringen H H H D D H H M Kombination H H H H + Detaillierter Zeitplan Tag Datum Zeit Disziplin Geschlecht Wettbewerb Mittwoch 20. Februar 2019 18:00 Uhr Eröffnungszeremonie Donnerstag 21. Februar 2019 14:30 Uhr Skilanglauf Damen Sprint Freistil Donnerstag 21. Februar 2019 14:30 Uhr Skilanglauf Herren Sprint Freistil Freitag 22. Februar 2019 10:30 Uhr/16:15 Uhr Nordische Kombination Herren Einzel Gundersen (Großschanze/10 km) Samstag 23. Februar 2019 11:00 Uhr Skilanglauf Damen 15 km Skiathlon Samstag 23. Februar 2019 12:30 Uhr Skilanglauf Herren 30 km Skiathlon Samstag 23. Februar 2019 14:30 Uhr Skispringen Herren Einzel Großschanze Sonntag 24. Februar 2019 10:30 Uhr/13:30 Uhr Nordische Kombination Herren Teamsprint (Großschanze/2 × 7,5 km) Sonntag 24. Februar 2019 11:30 Uhr Skilanglauf Damen Teamsprint klassisch Sonntag 24. Februar 2019 11:30 Uhr Skilanglauf Herren Teamsprint klassisch Sonntag 24. Februar 2019 14:45 Uhr Skispringen Herren Team Großschanze Dienstag 26. Februar 2019 15:00 Uhr Skilanglauf Damen 10 km klassisch Dienstag 26. Februar 2019 16:15 Uhr Skispringen Damen Team Normalschanze Mittwoch 27. Februar 2019 14:00 Uhr Skilanglauf Herren 15 km klassisch Mittwoch 27. Februar 2019 16:15 Uhr Skispringen Damen Einzel Normalschanze Donnerstag 28. Februar 2019 11:00 Uhr/15:15 Uhr Nordische Kombination Herren Einzel Gundersen (Normalschanze/10 km) Donnerstag 28. Februar 2019 13:00 Uhr Skilanglauf Damen 4 × 5 km Staffel Freitag 1. März 2019 13:15 Uhr Skilanglauf Herren 4 × 10 km Staffel Freitag 1. März 2019 16:00 Uhr Skispringen Herren Einzel Normalschanze Samstag 2. März 2019 11:00 Uhr/14:45 Uhr Nordische Kombination Herren Team (Normalschanze/4 × 5 km) Samstag 2. März 2019 12:15 Uhr Skilanglauf Damen 30 km Massenstart Freistil Samstag 2. März 2019 16:00 Uhr Skispringen Mixed Team Normalschanze Sonntag 3. März 2019 13:00 Uhr Skilanglauf Herren 50 km Massenstart Freistil
Zwischenfälle Schutznetze Nachdem der Skispringer Thomas Aasen Markeng bei einem Trainingssprung von der Bergiselschanze in Innsbruck im Auslauf mit hoher Geschwindigkeit gegen die Bande krachte, wurde ein Netz errichtet, um etwaige weitere Stürze abzufedern. Jedoch kam es beim Wettkampf der Nordischen Kombinierer am 22. Februar zu einem weiteren Zwischenfall, als sich nach einem Sturz des Esten Kristjan Ilves ein Ski löste. Dieser raste den Hang hinunter und schoss durch das neue Sicherheitsnetz weiter hinaus in von Menschen belebten Bereiche. Der bei den Weltmeisterschaften als TV-Experte tätige Martin Schmitt entging nur knapp einem Zusammenstoß. Der Wettkampf wurde zwischenzeitlich unterbrochen, um das Netz sicherer zu machen. Daraufhin wurde als weitere Maßnahme ein engmaschigeres Netz aus dem Eishockeysport installiert, um potentielle Ski abzufangen.
Dopingrazzien: „Operation Aderlass“ Am Morgen des 27. Februar 2019 begannen im Athletenlager in Seefeld und im deutschen Erfurt unter dem Decknamen „Operation Aderlass“ umfangreiche Razzien aufgrund des Verdachts auf Blutdoping, in deren Folge die Polizei die Verhaftung von neun Personen, darunter fünf Athleten und zwei Betreuer in Seefeld, bekanntgab. Bei den vorübergehend festgenommenen, vom Wettbewerb ausgeschlossenen sowie durch die FIS mit mehrjährigen Sperren angedrohtenFis bestätigt Namen der Langläufer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 1. März 2019, faz.net, abgerufen am 3. Januar 2024 und größtenteils geständigen Langläufern handelt es sich um Dominik Baldauf, Max Hauke (beide Österreich), Andreas Veerpalu, Karel Tammjärv (beide Estland) und Alexei Poltoranin (Kasachstan) sowie nach Angaben des koordinierenden österreichischen Bundeskriminalamts um den deutschen Sportmediziner Mark Schmidt, der bereits für das Radsportteam Gerolsteiner tätig war, und einen weiteren deutschen Komplizen. In der wochenlang observierten Erfurter Praxis Schmidts wurden dutzende, nach anderen Quellen vierzigDie Betrüger zittern im Dopingsumpf, n-tv.de vom 1. März 2019; abgerufen am 3. Januar 2024 mit Tarnnamengibt Parallelen zum Fuentes-System. In: Süddeutsche Zeitung vom 1. März 2019, abgerufen am 3. Januar 2024 versehene Blutbeutel, Zentrifugen und Computer sichergestellt."Operation Aderlass" schlägt zu. In: Süddeutsche Zeitung vom 27. Februar 2019, abgerufen am 3. Januar 2024 Einige Gerätschaften wie eine Zentrifuge hatte Schmidt von Stefan Matschiner erhalten, der rund zehn Jahre zuvor in einen Dopingskandal in Österreich verwickelt war.Blut-Doping-Skandal bei Nordischer Ski-WM könnte auch andere Sportarten treffen, web.de vom 28. Februar 2019, abgerufen am 3. Januar 2024Ex-Kohl-Manager Matschiner gab Doping-Geräte weiter. In: Der Standard vom 3. März 2019, abgerufen am 3. Januar 2024 Medienberichte vergleichen die Dimension und die Vorgehensweise mit dem Dopingskandal Fuentes. Zuständig für die deutschen Ermittlungen ist die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Dopingdelikte in München, der auch die beiden deutschen Tatverdächtigen aus dem Betreuerstab – darunter der Vater des Mediziners – aus Österreich zugeführt wurden.Österreichs Verband gibt sich fassungslos. Routiniert weist er jede Verantwortung zurück. In: Süddeutsche Zeitung vom 28. Februar 2019; sueddeutsche.de, abgerufen am 3. Januar 2024
Infolgedessen verzichtete der ÖSV auf den Start der österreichischen Langlaufstaffel und kündigte personelle Konsequenzen an.Österreich zieht Langlaufstaffel zurück. In: Der Spiegel vom 27. Februar 2019; spiegel.de, abgerufen am 3. Januar 2024
Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: disqualifiziert ausgeschieden wegen Überrundung (lapped)
Medaillenspiegel + NationenEndstand nach 22 Wettbewerben Platz Land 20px 20px 20px 40px 1 13 5 7 25 2 6 3 – 9 3 2 2 1 5 4 1 1 – 2 5 – 5 3 8 6 – 4 5 9 7 – 1 1 2 8 – 1 – 1 9 – – 2 2 10 – – 1 1 – – 1 1 – – 1 1 Total 22 22 22 66
+ FrauenEndstand nach 8 Wettbewerben und einen Mixed-Wettbewerb Platz Land Sportler 20px 20px 20px 40px 1 Therese Johaug 3 1 0 4 2 Katharina Althaus 2 1 0 3 Stina Nilsson 2 1 0 3 4 Juliane Seyfarth 2 0 0 2 5 Frida Karlsson 1 1 1 3 6 Maren Lundby 1 0 2 3 7 Maiken Caspersen Falla 1 0 1 2 8 Ramona Straub 1 0 0 1 Carina Vogt 1 0 0 1 Maja Dahlqvist 1 0 0 1 Ebba Andersson 1 0 0 1 Charlotte Kalla 1 0 0 1 13 Ingvild Flugstad Østberg 0 3 25 14 Daniela Iraschko-Stolz 0 2 1 3 15 Eva Pinkelnig 0 2 0 2 16 Anamarija Lampič 0 1 0 1 Katja Višnar 0 1 0 1 Chiara Hölzl 0 1 0 1 Jacqueline Seifriedsberger 0 1 0 1 20 Natalja Neprjajewa 0 0 2 2 Anna Odine Strøm 0 0 2 2 22 Mari Eide 0 0 1 1 Julija Belorukowa 0 0 1 1 Anastassija Sedowa 0 0 1 1 Anna Netschajewskaja 0 0 1 1 Ingebjørg Saglien Bråten 0 0 1 1 Silje Opseth 0 0 1 1
+ MännerEndstand nach 13 Wettbewerben und einen Mixed-Wettbewerb Platz Land Sportler 20px 20px 20px 40px 1 Markus Eisenbichler 3 0 0 3 Johannes Høsflot Klæbo 3 0 0 3 3 Eric Frenzel 2 1 0 3 Karl Geiger 2 1 0 3 Jarl Magnus Riiber 2 1 0 3 6 Sjur Røthe 2 0 1 3 Martin Johnsrud Sundby 2 0 1 3 8 Emil Iversen 2 0 0 2 9 Jan Schmid 1 2 0 3 10 Fabian Rießle 1 1 0 2 11 Richard Freitag 1 0 0 1 Stephan Leyhe 1 0 0 1 Dawid Kubacki 1 0 0 1 Hans Christer Holund 1 0 0 1 Espen Bjørnstad 1 0 0 1 Jørgen Graabak 1 0 0 1 17 Alexander Bolschunow 0 4 0 4 18 Stefan Kraft 0 2 1 3 19 Alexander Bessmertnych 0 2 0 2 Philipp Aschenwald 0 2 0 2 21 Bernhard Gruber 0 1 2 3 22 Federico Pellegrino 0 1 1 2 Gleb Retiwych 0 1 1 2 24 Andrei Larkow 0 1 0 1 Sergei Ustjugow 0 1 0 1 Kamil Stoch 0 1 0 1 Michael Hayböck 0 1 0 1 Daniel Huber 0 1 0 1 29 Franz-Josef Rehrl 0 0 3 3 30 Francesco De Fabiani 0 0 1 1 Iivo Niskanen 0 0 1 1 Adrien Backscheider 0 0 1 1 Maurice Manificat 0 0 1 1 Clément Parisse 0 0 1 1 Richard Jouve 0 0 1 1 Killian Peier 0 0 1 1 Yukiya Satō 0 0 1 1 Daiki Itō 0 0 1 1 Junshirō Kobayashi 0 0 1 1 Ryōyū Kobayashi 0 0 1 1 Robert Johansson 0 0 1 1 Andreas Stjernen 0 0 1 1 Akito Watabe 0 0 1 1 Mario Seidl 0 0 1 1 Lukas Klapfer 0 0 1 1
Skilanglauf Teilnehmende Nationen Europa (38 Nationen)
Amerika (11 Nationen)
Asien (9 Nationen)
Afrika (1 Nation) Ozeanien (1 Nation)
Männer Sprint Freistil Platz Land Sportler 1 Johannes Høsflot Klæbo 2 Federico Pellegrino 3 Gleb Retiwych 4 Richard Jouve 5 Emil Iversen 6 Lucas Chanavat 7 Sindre Bjørnestad Skar 8 Francesco De Fabiani 9 Simeon Hamilton 10 Oskar Svensson 11 Alexander Bolschunow 12 Finn Hågen Krogh 24 Roman Schaad 35 Jovian Hediger 38 Roman Furger 41 Janosch Brugger 42 Sebastian Eisenlauer 44 Dominik Baldauf 47 Jason Rüesch 49 Luis Stadlober 57 Tobias Habenicht 58 Benjamin Moser 75 Michael Biedermann Datum: 21. Februar 2019
Weltmeister 2017: Federico Pellegrino Olympiasieger 2018: Johannes Høsflot Klæbo
Teamsprint klassisch