Der spermienvermittelte Gentransfer (engl. , SMGT) ist ein Verfahren zur Gentherapie, welches Spermien als Vektor verwendet, um einen transgenen Organismus zu erzeugen. Der spermienvermittelte Gentransfer kombiniert die künstliche Befruchtung durch eine intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) mit DNA-beladenen Spermien.

Prinzip Spermien können im Kopfbereich (in subacrosomalen Bereich und im äquatorialen Segment) DNA binden und aufnehmen. Für einen spermienvermittelten Gentransfer wird zuerst die Samenflüssigkeit entfernt, um den inhibitorischen Faktor IF-1 zu entfernen. Durch eine zusätzliche Transfektion kann die Effizienz der Aufnahme gesteigert werden. Restriktionsenzyme können die Integration der transgenen DNA nach der Befruchtung einer Eizelle steigern.J. Parrington, K. Coward, J. Gadea: Sperm and testis mediated DNA transfer as a means of gene therapy. In: Syst Biol Reprod Med. (2011), Band 57, Ausgabe 1–2, S. 35–42. . PMID 21222517. PDF. Die mit DNA beladenen Spermien können anschließend im Rahmen einer künstlichen Befruchtung durch eine intrazytoplasmatische Spermieninjektion in Oozyten eingeführt werden. Da keine Insertion der DNA in die DNA des Spermiums erfolgt, sind nicht zwangsläufig alle Tochterzellen transgen, sondern entweder vollständig transgen, mosaikartig transgen oder, bei einem vorzeitigen Abbau der DNA, nicht transgen.

Einzelnachweise

Kategorie:Gentechnik Kategorie:Biochemische Methode