mini|Ansicht von Dreisbach Dreisbach (mundartlich: Draasbich) ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Marienberg (Westerwald) an.
Geographische Lage Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Montabaur und Siegen. Die Nister, die zum Einzugsbereich der Sieg gehört, fließt in ost-westlicher Richtung durch das Ortsgebiet.
Zu Dreisbach gehören die Wohnplätze Landhaus Daheim, Markushof, Hof Nistertal und Hof zur Hohen Linde.
Geschichte mini|Die Kapelle von Dreisbach, Kapellenstraße Dreisbach wurde im Jahr 1252 erstmals urkundlich erwähnt. Für 1721 sind erstmals ein Bürger- oder Bauernmeister sowie Wald- und Flurschützen erwähnt, für 1731 eine Winterschule. Der Ort gehörte zum Kirchspiel und Gericht Höhn. Für 1525 sind 16 Hausgesesse überliefert, für 1603 69 Einwohner. 1750 wurden 141 Einwohner gezählt und 1809 230 Einwohner.Hellmuth Gensicke: Kirchspiel und Gericht Höhn. In: Nassauische Annalen Band 93, 1982, S. 192f.
Einwohnerentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dreisbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 260 1835 308 1871 262 1905 314 1939 339 1950 347 1961 317 Jahr Einwohner 1970 371 1987 513 1997 579 2005 606 2011 606 2017 600
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Dreisbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.
Bürgermeister Andrea Theis wurde im Sommer 2019 Ortsbürgermeisterin von Dreisbach. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war sie mit einem Stimmenanteil von 80,42 % gewählt worden. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde sie als einzige Bewerberin mit 92,5 % für weitere fünf Jahre wiedergewählt.
Der Vorgänger von Andrea Theis, Jürgen Held, hatte das Amt zehn Jahre ausgeübt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Verkehr Südöstlich des Ortes verläuft die B 255 von Montabaur nach Herborn. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Montabaur an der A 3 Köln–Frankfurt am Main, etwa 22 Kilometer entfernt. Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main. Die Erbacher Brücke ist ein Viadukt an der teilweise auf Dreisbacher Gemarkung trassierten Bahnstrecke Fehl-Ritzhausen–Erbach. Das Bauwerk ist im Dreisbacher Wappen dargestellt. Ein Haltepunkt an der Strecke wurde 1971 für die Gemeinde eingerichtet, der Personenverkehr wurde 1971 eingestellt. Nach Ende des Schienenverkehrs Mitte der 1990er Jahre wird die Bahnstrecke mittlerweile zum Bahntrassenradeln genutzt.
Sonstiges Von 1982 bis 2016 fand in Dreisbach jährlich am ersten Samstag im August die Bikerparty Westerwald, eines der ältesten und größten Motorradtreffen in Deutschland, statt. Einige Ausgaben der Veranstaltungen fanden in den nahegelegenen Orten Fehl-Ritzhausen und Norken statt. Traditionell treffen auf dem Festival- und Zeltgelände in Dreisbach Motorradfahrer aus ganz Deutschland, zum Teil auch aus den Nachbarländern.
Am 7. August 2004 besuchte die deutsche Metal-Queen Doro Pesch die Bikerparty und wenige Jahre später am 1. August 2009 war dort die deutsche Metalband Grave Digger zu Gast. Bei der 30. Ausgabe der Veranstaltung im Jahre 2011 trat die Rockband Tito & Tarantula als Headliner auf."Bikes & Legends" zieht in Dreisbach die Massen an Rhein-zeitung
In Dreisbach geboren Matthäa Held (1942–2018), Ordensschwester in der Kongregation der Schwestern der Christlichen Liebe
Weblinks
Die Ortsgemeinde Dreisbach auf den Webseiten der Verbandsgemeinde Bad Marienberg bei SWR Fernsehen
Einzelnachweise
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