mini|Bernard Crespi Bernard Joseph Crespi ist ein US-amerikanischer Evolutions- und Soziobiologe. Seit 1992 forscht und lehrt er an der Simon Fraser University.

Wissenschaftlicher Werdegang Crespi schloss 1980 ein Bachelorstudium der Biologie an der University of Chicago ab. 1987 folge die Promotion an der University of Michigan, wo er mit William D. Hamilton und Richard D. Alexander zusammengearbeitet hatte. Seine Dissertationsarbeit trug den Titel Behavioral ecology of mycophagous Thysanoptera. Nach Postdoc-Stellen an der University of New South Wales, der University of Oxford und der Cornell University wurde Crespi 1992 Assistant Professor an der Simon Fraser University. Seit 2001 ist er dort Professor. 2010 wurde Crespi zum Fellow der Royal Society of Canada gewählt.

Werk In seiner Forschung befasst Crespi sich mit genetischen, ökologischen und phylogenetischen Aspekten der Evolution sozialer Koordination unter Lebewesen. Außerhalb biologischer Fachkreise wurde Crespi vor allem durch die zusammen mit dem Soziologen Christopher Badcock entwickelte Imprinted Brain Theory bekannt, die sich mit der Rolle genomischer Prägung bei der Entwicklung des menschlichen Gehirns auseinandersetzt. Diese besagt unter anderem, dass Autismus und Psychose (inklusive affektiven Störungen und Schizophrenie) entgegengesetzte Extreme desselben Spektrums kognitiver Fähigkeiten darstellen.

Veröffentlichungen Sammelbände

Aufsätze (Auswahl)

Einzelnachweise

Weblinks

Dr. Bernard J. Crespi - Simon Fraser University Curriculum Vitae (PDF; 333 kB)

Kategorie:Evolutionsbiologe Kategorie:Soziobiologe Kategorie:Hochschullehrer (Simon Fraser University) Kategorie:Mitglied der Royal Society of Canada Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann