miniatur|Ersatzneubau Gildschaft 2 Das Haus Gildschaft 2 war ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Stadt Quedlinburg in Sachsen-Anhalt.

Lage Es befand sich an der Nordseite des Quedlinburger Schloßbergs im Stadtteil Westendorf in einer markanten Ecklage. Nördlich grenzte das ebenfalls denkmalgeschützte Haus Gildschaft 1, östlich das Haus Gildschaft 3.

Architektur und Geschichte Das zweigeschossige Fachwerkhaus entstand nach einer im Sattelholz der Säule des mittleren Unterzugs befindlichen Inschrift im Jahr 1581 und diente als Gildehaus. Der Name der Straße Gildschaft geht auf dieses Gebäude zurück. Es war das Versammlungs- und Rathaus Westendorfs,Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 7: Falko Grubitzsch, unter Mitwirkung von Alois Bursy, Mathias Köhler, Winfried Korf, Sabine Oszmer, Peter Seyfried und Mario Titze: Landkreis Quedlinburg. Teilband 1: Stadt Quedlinburg. Fliegenkopf, Halle 1998, ISBN 3-910147-67-4, Seite 115 das bis 1810 eine selbständige politische Gemeinde war.

Das Fachwerk war in Form einer Ständerreihung erstellt und 13 Gefache breit. Als Verzierungen fanden sich Fächerrosetten und an der Stockschwelle Kerbschnittrosetten und Zylinderbalkenköpfe. Darüber hinaus bestand auch ein falscher Balkenkopf. 1976Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 7: Falko Grubitzsch, unter Mitwirkung von Alois Bursy, Mathias Köhler, Winfried Korf, Sabine Oszmer, Peter Seyfried und Mario Titze: Landkreis Quedlinburg. Teilband 1: Stadt Quedlinburg. Fliegenkopf, Halle 1998, ISBN 3-910147-67-4, Seite 115Hans-Hartmut Schauer, Quedlinburg, Fachwerkstatt/Weltkulturerbe, Verlag Bauwesen Berlin 1999, ISBN 3-345-00676-6, Seite 49 oder 1977Hans-Hartmut Schauer, Das städtebauliche Denkmal Quedlinburg und seine Fachwerkbauten, Verlag für Bauwesen Berlin 1990, ISBN 3-345-00233-7, Seite 23 wurde das Haus abgerissen. Es wird als verlorengegangenes wichtiges Gebäude Quedlinburgs betrachtet.Hans-Hartmut Schauer, Das städtebauliche Denkmal Quedlinburg und seine Fachwerkbauten, Verlag für Bauwesen Berlin 1990, ISBN 3-345-00233-7, Seite 49 An seiner Stelle entstand 1978Hans-Hartmut Schauer, Quedlinburg, Fachwerkstatt/Weltkulturerbe, Verlag Bauwesen Berlin 1999, ISBN 3-345-00676-6, Seite 127 ein in massiver Bauweise errichteter Neubau, der jedoch weitgehend dem Erscheinungsbild des abgerissenen Hauses entspricht.Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 7: Falko Grubitzsch, unter Mitwirkung von Alois Bursy, Mathias Köhler, Winfried Korf, Sabine Oszmer, Peter Seyfried und Mario Titze: Landkreis Quedlinburg. Teilband 1: Stadt Quedlinburg. Fliegenkopf, Halle 1998, ISBN 3-910147-67-4, Seite 115 Am Neubau besteht in der Literatur Kritik, da die Dekorationsformen im Deckenbereich nicht in korrekter Form ausgeführt wurden.Hans-Hartmut Schauer, Quedlinburg, Fachwerkstatt/Weltkulturerbe, Verlag Bauwesen Berlin 1999, ISBN 3-345-00676-6, Seite 127

Literatur Hans-Hartmut Schauer, Das städtebauliche Denkmal Quedlinburg und seine Fachwerkbauten, Verlag für Bauwesen Berlin 1990, ISBN 3-345-00233-7, Seite 49.

Einzelnachweise

Kategorie:Kulturdenkmal in Quedlinburg Kategorie:Wohngebäude in Quedlinburg Kategorie:Fachwerkhaus in Quedlinburg Kategorie:Erbaut in den 1580er Jahren Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Quedlinburg Kategorie:Gildschaft (Quedlinburg)