Random Access Memories ist das vierte und finale Studioalbum des französischen Electronic-Duos Daft Punk. Es wurde am 17. Mai 2013 veröffentlicht und erreichte in den USA und den meisten Ländern Europas die Spitze der Charts. An der Produktion waren viele internationale Starmusiker beteiligt, darunter Panda Bear, Julian Casablancas, DJ Falcon, Chilly Gonzales, Giorgio Moroder, Nile Rodgers, Paul Williams und Pharrell Williams.Felix Bayer: Die fabelhaften Roboterboys Spiegel Online, 6. Mai 2013.
Das Album beinhaltet zahlreiche Reverenzen an die Sounds der 1970er und 1980er Jahre. Daneben ist mit dem Track Giorgio by Moroder eine Interview-Montage, in dem der Begründer der Synthesizer-Disco-Musik, Giorgio Moroder, sich über seine musikalischen Ursprünge äußert, auf dem Album enthalten.
Produktion Das Duo begann schon während der Produktion des Filmscores zu Tron: Legacy 2008 an neuem Material zu arbeiten, ohne jedoch ein Konzept oder Album vor Augen zu haben. Die Aufnahmen fanden in fünf verschiedenen Studios statt, den Henson Recording Studios, Conway Recording Studios und Capitol Studios in Los Angeles, Electric Lady Studios in New York City und Gang Recording Studio in Paris. Vokal-Aufnahmen fanden hauptsächlich in Paris statt, während die Instrumental- beziehungsweise Percussion-Sitzungen in den USA vorgenommen wurden. Bei der Produktion verzichteten Daft Punk fast vollständig auf Samples und ließen entsprechend den Großteil der Instrumente live einspielen, eine Ausnahme bildet der Schluss-Track Contact. Es wurden viele begleitende Instrumente wie Holzblasinstrumente oder Streichorchester, aber auch Chor-Passagen aufgenommen, von denen später einige nicht auf dem endgültigen Album landeten.Nick Stevenson: Mixmag, 30. April 2013(abgerufen am 25. September 2013) Sie verwendeten auch für Musik untypische Klangeffekte, wie zum Beispiel Wassertropfen oder klirrendes Besteck, bei deren Umsetzung und Aufnahme sie Unterstützung von Filmexperten von Warner Bros erhielten. Elektronische Elemente wurden auf ein Minimum reduziert, lediglich ein Modularer Synthesizer und ein Vocoder kamen noch zum Einsatz.
Der Song Giorgio by Moroder zusammen mit Giorgio Moroder ist ein von ihm gesprochener Monolog über sein Leben sowie ein „vocal booth“, der drei Mikrofone von den 1960ern bis heute beinhaltet. Der Tontechniker meinte, dass die einzelnen Mikros die jeweiligen Lebensabschnitte von Moroder darstellen sollten. Die Nachfrage, ob man den Unterschied denn hören könne, verneinte der Tontechniker, weshalb Moroder nachhakte, warum man es dann so mache, woraufhin er antwortete, dass Thomas [Bangalter] den Unterschied höre.
Über die Hintergründe, warum so viele Gastmusiker an der Albumentstehung beteiligt waren, sagte Bangalter, dass es auch darum ging, mit den Leuten Musik zu machen, die sie selbst bewunderten. Im Jahr 2023 wurde die erweiterte Jubiläumsversion Random Access Memories (10th Anniversary Edition) veröffentlicht. Darauf sind zusätzlich unveröffentlichte Demoaufnahmen, Outtakes und Work-in-Progress-Versionen enthalten. Außerdem wurde Horizon zusammen mit der Horizon Ouverture weltweit verfügbar gemacht. Im selben Jahr erschien eine Drumless Edition ohne Schlagzeug.
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Rezeption Preise Darüber hinaus wurde das Album bei den Grammy Awards 2014 mit mehreren Grammys ausgezeichnet. Es gewann in den Kategorien Best Dance/Electronica Album, Best Engineered Album, Non-Classical und auch in der Kategorie Album of the Year. Die Single Get Lucky, die gemeinsam mit Pharrell Williams aufgenommen wurde, wurde zudem mit dem Best Pop Duo/Group Performance und dem Record of the Year ausgezeichnet.
Rezensionen Professionelle Bewertungen Durchschnittsbewertung Quelle Bewertung Metacritic 87 %Critic Review – Random Access Memories Metacritic (abgerufen am 26. September 2013) Weitere Bewertungen Quelle Bewertung Rolling Stone Allmusic The Telegraph The Observer The Guardian The Independent Billboard PopMatters Spin NME Laut Plattentests CD-Bewertungen CDStarts Das Album erhielt fast ausschließlich positive Kritiken. Mit einem aus 47 englischen Rezensionen errechneten Metascore von 87 Punkten ist es eines der höchstbewerteten Alben überhaupt und wohl das bestaufgenommene kommerziell erfolgreiche Album des Jahres 2013.
Sassan Niasseri von der deutschen Ausgabe des Musikmagazins Rolling Stone lobt den Gesamtklang, die Features von Giorgio Moroder und Pharrell Williams und besonders den Song Touch. Kritisiert werden lediglich die Kollaborationen mit Julian Casablancas, Panda Bear und Chilly Gonzales.
Für das Wochenmagazin Stern in Person von Verena Schurr begründet die Platte Daft Punks Stellung als „Schwergewicht der Musikszene“.
Die Redaktion der deutschen Internetseite Plattentests.de würdigt die Vereinigung von Prog, Disco, Funk, Soul und House, sowie die Huldigung der Altmeister. Positiv hervor hebt sie außerdem einen Großteil der Gastmusiker, im Speziellen die Beteiligung des Gitarristen Nile Rodgers.
Auch ein Großteil anderer deutscher Internetplattformen bewertet Random Access Memories als gelungen, so bezeichnet CD-Bewertungen.de das Album als „abenteuerliche Zeitreise durch die Geschichte der Musik“ und Mauricio Quinones von CDstarts.de meint, dass das Werk seinem Hype durchaus gerecht werde.Mauricio Quinones: Rezension des Tonträgers CDstarts.de (abgerufen am 26. September 2013) Das E-Zine Laut.de ließ zwei ihrer Redakteure gegeneinander argumentieren und bewertete es dementsprechend mit drei von fünf Sternen vergleichsweise mäßig,Rezension des Albums laut.de (abgerufen am 26. März 2014) listete es aber in ihrem Best of 2013 Ranking als achtbestes Album des Jahres.Best Of 2013: Die Alben des Jahres Laut.de, 6. Dezember 2013 (abgerufen am 26. März 2014)
Das Album war demnach auch in vielen Listen der „besten Alben des Jahres“ zu finden. So listete das Musikmagazin Rolling Stone die Platte als das drittbeste Album des Jahres,50 Best Albums of 2013 Rolling Stone, 2. Dezember 2013 (abgerufen am 4. Dezember 2013) Spin auf Platz 19 ihrer Liste der 50 besten Alben,SPIN′s 50 Best Albums of 2013 Spin, 2. Dezember 2013 (abgerufen am 5. Dezember 2013) der New Musical Express auf Position 6,NME's 50 Best Albums Of 2013 New Musical Express (abgerufen am 5. Dezember 2013) Pitchfork auf Platz 7The Top 50 Albums of 2013 Pitchfork (abgerufen am 26. März 2014) und die Musikredaktion des Complex Magazins als neuntbestes Album.The Best Albums of 2013 (So Far) complex.com (abgerufen am 5. Dezember 2013)
Kommerzieller Erfolg Chartplatzierungen Das Album stieg in einem Großteil der europäischen Länder auf Platz eins der Charts ein, darunter Großbritannien, die deutschsprachigen Länder, sowie ihr Heimatland Frankreich, wo es schon innerhalb einer Woche mit Platin ausgezeichnet wurde.
Daneben konnte sich Random Access Memories auch die Spitzenposition in Mexiko, Australien, Neuseeland, Kanada und den USA sichern. In Deutschland erhielt das Album im Juli die Goldene Schallplatte, in den Vereinigten Staaten wurde es über 600.000 Mal abgesetzt (Stand 3. Juli 2013).Paul Grein: Chart Watch Extra: The First Six Months music.yahoo.com, 3. Juli 2013 (abgerufen am 27. September 2013)
Auszeichnungen für Musikverkäufe Es wurden allein in der ersten Woche weltweit über eine Million Kopien des Albums verkauft,Sarah Polonsky: Daft Punk Random Access Memories Sells Over A Million Copies In One Week. Vibe, 29. Mai 2013 (abgerufen am 27. September 2013) am Jahresende belegte es mit 3,2 Millionen abgesetzten Einheiten Platz 5 der erfolgreichsten Alben des Jahres.
Im deutschen iTunes Store war es 2013 das meistgekaufte Album des Jahres.Martina Gabric: musikmarkt.de, 17. Dezember 2013 (abgerufen am 17. Dezember 2013)
Weblinks
Random Access Memories bei YouTube Music
Einzelnachweise
Kategorie:Album 2013 Kategorie:Album (Electronic) Kategorie:Daft Punk Kategorie:Nummer-eins-Album Kategorie:Mehrfach-Platin-Album (Österreich) Kategorie:Mehrfach-Platin-Album (Vereinigte Staaten) Kategorie:Mehrfach-Platin-Album (Vereinigtes Königreich)