Schmutzige Kriege – Dirty Wars ist ein 2013 gedrehter Dokumentarfilm des Regisseurs Richard Rowley. Produzent und Drehbuchautor ist der Journalist Jeremy Scahill. Scahill schrieb zu seinen Recherchen außerdem das Sachbuch Schmutzige Kriege. Amerikas geheime Kommandoaktionen ISBN 978-3-88897-868-5. Der Norddeutsche Rundfunk erstellte eine 45-minütige Fernsehfassung, die unter dem Titel Schmutzige Kriege – Die geheimen Kommandoaktionen der USA Ende November 2013 im Ersten erstausgestrahlt wurde.

Handlung Thema des Films sind die vielen Facetten und Schauplätze des verdeckten, weltweit geführten US-amerikanischen Kriegs gegen den Terror,Dirty Wars: Jeremy Scahill and Rick Rowley’s New Film Exposes Hidden Truths of Covert U.S. Warfare – havanatimes.org insbesondere die Operationen des United States Joint Special Operations Command.

Der investigative Journalist Jeremy Scahill reist nach Afghanistan, Jemen, Somalia und andere Orte, an denen die USA einen Krieg gegen den Terror führen. In Afghanistan untersucht er, wie die USA versuchten, den Tod von fünf Afghanen, darunter zwei schwangere Frauen und ein Mädchen im Teenageralter, in Khataba zu verschleiern. Scahill trifft sich mit amerikanischen Soldaten und afghanischen Zivilisten und spricht über das Thema. Einer seiner Gesprächspartner ist der U.S. Senator Ron Wyden.

Scahill untersucht die Ermordung des US-Bürgers Anwar al-Awlaki und seines Sohnes Abdulrahman al-Awlaki in Jemen.Tessa Stuart: Jeremy Scahill's ‚Dirty Wars‘ And The Very Dark Side Of American Military Intervention. In: BuzzFeed, 10. Juni 2013, abgerufen am 2. August 2014. Scahill hält den Krieg gegen den Terror für eine „selbsterfüllende Prophezeiung“, weil die zivilen Opfer zu mehr Muslims führen, die gegen die USA kämpfen.Jeremy Egner: His Target Is Assassinations. In: The New York Times. 6. Juni 2013, abgerufen am 2. August 2014. Er berichtet auch über den jemenitischen Journalisten Abdulelah Haider Shaye, der verhaftet und wegen Terrorunterstützung verurteilt wurde, weil er über den Drohnenkrieg der USA berichtete.

Kritiken

Schmutzige Kriege – Dirty Wars erhielt ein gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes größtenteils positive Besprechungen und ordnet den Film dementsprechend als „Verbrieft Frisch“ ein. Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.

Trevor Johnston lobte den Film in Time Out für seinen Stil und dass er die Politik hinter Obamas Fassade als der „Guten“ beleuchte.

Auszeichnungen 2013: Sundance Film Festival Cinematography Award in der Kategorie US-amerikanischer Dokumentarfilm 2013: Nominierung: Sundance Film Festival Grand Jury Prize Bester Dokumentarfilm 2013: CPH:DOX Bester Dokumentarfilm 2013: Filmfestival von Little Rock Bester Dokumentarfilm 2013: Filmfestival von Little Rock für außerordentlichen Mut im Filmemachen 2013: Telluride Mountainfilm Festival Bester Dokumentarfilm 2013: Traverse City Film Festival Special Award Bester Dokumentarfilm 2013: Founders Prize Special Award Bester Dokumentarfilm 2013: Boston Independent Film Festival Bester Dokumentarfilm 2014: Nominierung: Oscar als Bester Dokumentarfilm 2014: Internationales Filmfestival von Warschau Bester Dokumentarfilm 2014: Nominierung: Cinema Eye Honors Award Beste Kamera 2014: Cinema for Peace Awards Bester Dokumentarfilm 2014: Nominierung: Golden Trailer Award 2014: Motion Picture Sound Editors Golden Reel Award für den besten Tonschnitt

Einzelnachweise

Weblinks

Interview mit Jeremy Scahill und Richard Rowley für Democracy Now! (Video)

Kategorie:Filmtitel 2013 Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Kommunikation und Medien (Politik)