Strengberg ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Geografie Strengberg liegt im Mostviertel in Niederösterreich zwischen Linz und Amstetten südlich der Donau. Diese fließt 230 Meter über dem Meer. Nach Süden steigt das Gemeindegebiet hügelig auf knapp 400 Meter Meereshöhe an. Die wichtigsten Gewässer neben der Donau sind die Erla und der Musterhartnerbach.

Die Gemeinde hat eine Fläche von 36,83 Quadratkilometer. Davon sind mehr als siebzig Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 19 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Au () Limbach () samt Johannessiedlung, Kleinhaag, Kroisbach, Plappach, Prölling, Rohrmühle und Schickenhof Ottendorf () samt Flachsberg, Koxegg, Masing, Musterharten, Steinbruckmühle, Thalling und Unterramsau Ramsau () samt Bleibergsiedlung, Glanding, Grub, Henning, Loipersberg und Oberramsau Strengberg () samt Achleiten, Buch, Gerstberg und Lampersberg Thürnbuch () samt Linden, Mähring und Mayerhofen

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Au, Limbach, Oberramsau, Ottendorf, Strengberg und Thürnbuch.

Nachbargemeinden

Geschichte Das Gebiet von Strengberg war bereits in vorchristlicher Zeit besiedelt. Die Kirche wurde im Jahr 1031 geweiht, Bestätigungsurkunden aus den Jahren 1163 und 1193 sprechen von der Celle Streneperc. Damit werden eine Mönchsbehausung und die Kirche bezeichnet, der Name Strengberg bedeutet „langgestreckter Berg“. Die Erhebung zum Markt erfolgte 1225, eine Schule ist für das Jahr 1550 belegt. Am Anfang des 17. Jahrhunderts wird die Schlosskapelle in Achleiten errichtet, in den Jahren 1727 bis 1734 wird das neue Schlosses Achleiten auf einer Hangstufe zwischen den Strengbergen und der Donau errichtet. Das alte Schloss, das Georg Matthäus Vischer 1672 zeichnete, war wegen seiner Nähe zur Donau oft von Hochwassern bedroht worden.

Teile des heutigen Gemeindegebietes gehörten bis 1803 zur Herrschaft Achleiten des Klosters Tegernsee. Der Ort selbst war sowohl von der Türkenbelagerung im Jahr 1529, dem Bauernaufstand 1597, dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648), den Napoleonischen Kriegen (1800–1809) als auch von den beiden Weltkriegen betroffen.

Einwohnerentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Schloss Achleiten mini|Pfarrkirche

Schloss Achleiten bei Limbach: Ehemaliger Besitz von Kloster Tegernsee (1011–1803) Katholische Pfarrkirche Strengberg Mariä Himmelfahrt: gotisch mit barocker Ausstattung Aukapelle Mariä Heimsuchung: Historisches Postgebäude: 1684 bis 1689 erbaut, heutiges Gemeindeamt Pestsäulen

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 128 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 72 Haupterwerbsbauern. Diese bewirtschafteten drei Viertel der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 63 Erwerbstätige im Bereich Herstellung von Waren, 29 in der Bauwirtschaft und einer in der Energieversorgung. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (66), Handel (62) und Beherbergung und Gastronomie (57 Mitarbeiter). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)128184134132Produktion22129390Dienstleistung9252260263 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 1023 Erwerbstätige in Strengberg. Davon arbeiteten 328 in der Gemeinde, zwei Drittel pendelten aus.

Feuerwehr Das Feuerwehrwesen besteht aus den zwei Freiwilligen Feuerwehren Strengberg und Thürnbuch/Au mit insgesamt etwa 140 Mitgliedern. Beide sind zum Unterabschnitt Strengberg zusammengefasst.

Bildung In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten mit dislozierten Gruppen sowie eine Volksschule und eine Neue Mittelschule.Schulensuche auf „Schulen-online.at,“ abgerufen am 4. September 2020.

Sport In der Gemeinde gibt es einen Fußballverein. Der 1983 gegründete FCU Strengberg spielt in der 2. Klasse Ybbstal. Der Vereinsobmann ist seit 2019 Florian Wagner.

Politik mini|Gemeindeamt (Ehemalige Poststation) Gemeinderat Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 7 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 6 SPÖ und 1 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP und 6 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 4 SPÖ und 2 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP und 5 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 3 SPÖ und 2 FPÖ.

Bürgermeister

bis 2010 Ernst Vösenhuber (ÖVP) 2010–2020 Roland Dietl (ÖVP) seit 2020 Johann Bruckner (ÖVP)

Wappen Der Gemeinde wurde 1981 folgendes Wappen verliehen:

In einem roten Schild ein auf einem grünen Dreiberg stehendes silbernes Kreuz, das von zwei grünen Fichten begleitet wird.

Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Leopold Freiherr von Unterberger (1734–1818), k. k. Feldzeugmeister Hans Ströbitzer (1930–2017), Journalist und Autor Karl Odorizzi (1931–2024), Architekt Florian Gschwandtner (* 1983), Unternehmer und Investor

Weblinks

Website der Marktgemeinde Strengberg Topothek Strengberg Bildmaterial zur Gemeinde Strengberg, verortet, beschlagwortet und datiert

Einzelnachweise