mini|160px|Ureia, taniwha als Begleiter und Beschützer (Seeungeheuer) Die sind große übernatürliche Wesen in der -Kultur. Taniwha können viele Formen annehmen, von Baumstämmen bis hin zu Reptilien und Walen. Den Mythen nach verstecken sie sich in Höhlen, Flüssen, Seen oder im Ozean, insbesondere an Orten mit gefährlichen Strömungen, töten Menschen und fressen sie oder entführen die Frauen der Māori. Andere Stämme glaubten in ihnen eine Art kaitiaki (Wächter) zu haben, den man mit Symbolen oder Riten und in Verbindung mit der Anrufung durch eine , einer Beschwörungsformel, positiv stimmen könne.

Gestalt und Aussehen Die Gestalt und das Aussehen der Taniwha kann je nach Iwi (Stamm) stark variieren. Auch können die Entlehnungen aus der Tierwelt recht unterschiedlich ausfallen. Während einige Stämme in den Taniwha mit dem Ngārara übergroße Reptilien sahen, gab es andere, die Haifische, Wale, Delfine oder noch andere Kreaturen in ihnen sahen. Die Taniwha sollen ihr Aussehen verändern und damit auch weibliche sowie männliche Gestalt annehmen können.

Verhalten und Eigenschaften Es wird erzählt, dass die mit einem Volksstamm verbunden von (das Herkunftsland der ) aus nach Neuseeland gekommen seien. Die Rolle der war nach der -Anschauung, einen (etwas Heiliges) zu erzwingen. Wenn etwas als definiert wurde, war es heilig und damit unantastbar. bestraften -Verstöße und waren damit auch gefährlich für andere Stämme, da auch Menschen entführen oder fressen konnten. Die glaubten auch, dass man den Respekt erweisen müsse, indem sie ihnen als Beispiel (Süßkartoffeln) als Opfergabe bringen. In dieser Weise milde gestimmt, würden ihren (Stamm) warnen, wenn Feinde in der Nähe seien.

Berühmte Taniwha in der Māorifolklore Tuhirangi , der in der Mythologie der Māori einer der Entdecker Neuseelands war, hatte einen ihn beschützenden namens . Der Legende nach soll das Schiff Kupes während der Seereise von nach Neuseeland begleitet und beschützt haben und nach der Reise sich dauerhaft in den gefährlichen Gewässern des French Pass, einer Passage zwischen der / und der Nordküste der Südinsel, niedergelassen haben. Die Meerenge gilt als eine der stürmischsten Meeresstraßen der Welt. Deswegen schützt die Schiffe, die hier vorbeikommen.

1888 wurde ein weißer Delfin als Pelorus Jack für sein außergewöhnliches Verhalten in der Meerenge bekannt. Über 20 Jahren begleitete er regelmäßig vorbeifahrende Schiffe durch den French Pass und war deswegen so beliebt, dass die neuseeländische Regierung ihn unter Artenschutz stellte. Obwohl von den (Weiße) Pelorus Jack genannt, sahen in ihm .

Pānia und Moremore of the Reef ist eine der großen romantischen Geschichten der -Kultur. war eine Seejungfrau, die bei Sonnenuntergang in der Nähe von Napier an Land schwamm und jedes Mal vor Tagesanbruch zurück ins Meer ging. Eines Abends fand sie versteckt im Flachs ein junger Häuptling und machte sie zu seiner Frau. Jede Nacht kam an Land und besuchte ihren Mann. Nach einiger Zeit bekam sie einen Sohn namens . Ihr Mann war besorgt, dass sein Sohn von den Meeresmenschen mitgenommen würde. Deshalb fragte er einen (sachverständiger Praktiker) um Rat. Der empfahl dem Mann, gekochtes Essen auf seine schlafende Frau und seinen Sohn zu legen, um ihre zu entfernen, doch das Ritual schlug fehl. ging zurück ins Meer und verwandelte sich in einen Fels. verwandelte sich in einen und beschützt von nun an, während der ihm zugehörige Stamm fischte und Meeresfrüchte sammelte, die Küstengewässer.

Kaiwhare wohnt in einer Unterwasserhöhle südlich von Piha. Er besuchte regelmäßig den Hafen von , um Angebote von Stämmen zu erhalten. Anfangs war er freundlich zu den Menschen, doch begann irgendwann aus einem nicht bekannten Grund Frauen und Männer zu töten. So wurde es bald gefährlich ans Meer zu gehen. Glücklicherweise wurde von einem Mann namens , der eine magische (Waffe) trug, gezähmt. Heutzutage soll keine Gefahr mehr für die Menschen darstellen.

Konflikte mit der modernen Gesellschaft Die moderne neuseeländische Gesellschaft schätzt immer noch die Rolle der Folklore und die Geschichte der . Und doch gab es einige Probleme in Bezug auf die traditionelle Rolle der im modernen Neuseeland.

Trotz der unten geschilderten Konflikte und obwohl nicht alle an glauben, spielen noch immer eine wichtige Rolle in der kulturellen Identität vieler -Stämme in Neuseeland.

Im frühen 20. Jahrhundert führten zwei Baustellen, von denen glaubten, dass an deren Orten lebten, zu einer öffentlichen Debatte und kontrovers geführten Diskussion. Einige Leute meinten, dass die vorgebrachten Einwände gegen die Baumaßnahmen lediglich der Versuch war, Entschädigungszahlungen zu bekommen. Auch dass die bezahlt werden könnten, um zu verschwinden, wurde verständlicherweise als fragwürdig angesehen. Selbst unter den herrschte Uneinigkeit darüber, ob das Engagement für die ehrlich gemeint war. Ein Konflikt bekam weltweite Beachtung, nachdem der BBC-Nachrichtendienst davon berichtete.

Konflikt um den Waikato Expressway Im Jahr 2002 erhob der Stamm in Einspruch gegen den Bau des Expressway, weil die Straße die Höhle eines ihrer , der als bekannt war, zerstört hätte. Transit New Zealand gab schließlich nach und ließ die Autobahn umleiten.

Ngawha im Gefängniskonflikt Der Bau eines Gefängnisses in , im neuseeländischen Northland, sollte u. a. auch wegen des Glaubens an einen , der die Form eines Holzscheites besaß, verhindert werden. Der lokale Stamm war besorgt, dass das Gefängnis die Reise des in die nahen Wasserstraßen behindern würde, was den Bau des Gefängnisses aber nicht verhindern konnte.

Taniwha und das Drachenfest 2013 war das erste Jahr, in dem Feste des chinesischen Kulturkreises und der der zusammenfielen. Die begrüßten mit einem , einer bis zu 2,5 Meter langen Holztrompete, die chinesische Gesellschaft, die wiederum mit ihren traditionellen chinesischen Trommelklängen antworteten. Das Fest, mit dem die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft geteilt werden sollte, fand am 27. April 2013 im in Auckland statt und wurde vom Ministry of Māori Development gefördert.

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Mythologie der Māori