mini|Friedhofstor mini|Soldatengräber Der Friedhof Plau am See ist die Hauptbegräbnisstätte in Plau am See im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Er ist ein geschütztes Baudenkmal.

Beschreibung Der mehr als 4 Hektar große Friedhof befindet sich westlich der Innenstadt. Der Haupteingang liegt in der Steinstraße westlich der Hausnummer 71. Durch seinen Bestand von etwa 460 Bäumen trägt der Friedhof den Charakter eines naturnahen Parkfriedhofes. Der größte Teil des Baumbestandes ist über 100 Jahre alt und besteht überwiegend aus Linden, Eschen und Ahorn. Zu finden sind aber auch Eichen, Platanen, Birken, Blutbuchen und andere Arten. Eine Stieleiche wird seit 1939 als Naturdenkmal geführt. In verschiedenen Bereichen befinden sich zahlreiche erhaltenswerte Grabmale, die sich zum Teil in stark sanierungsbedürftigem Zustand zeigen.

Vogelwelt Eine fachlich-ornithologische Erfassung der im Bereich des Friedhofes und seinem näheren Umfeld erbrachte am 29. April 2017 den Nachweis von 28 Vogelarten, die zum größeren Teil auch zum Brutvogelbestand gehören: Amsel Blaumeise / Buchfink Elster Fitis Gimpel / Girlitz / Graugans / Grünfink Hausrotschwanz / Haussperling / Heckenbraunelle Kernbeißer / Kleiber / Kohlmeise Lachmöwe Mönchsgrasmücke Nachtigall / Nebelkrähe Ringeltaube / Rotkehlchen Singdrossel / Star / Stieglitz Wacholderdrossel / Waldbaumläufer / Waldohreule (Beobachtung 12. Mai 2017) / Wintergoldhähnchen Zaunkönig / Zilpzalp

Geschichte Bis in das Jahr 1800 bestand die Hauptbegräbnisstätte der Stadt Plau am See im direkten Umfeld der Marienkirche. Außerhalb der Stadt befanden sich weitere kleine Friedhöfe. Durch jahrhundertelange Benutzung des begrenzten Areals um die Kirche gab es im 18. Jahrhundert zunehmende Probleme mit der Belegung. Zum einen waren es hygienische Gründe, zum anderen wuchs die Bevölkerung kontinuierlich an. So wurde der Entschluss gefasst, einen neuen Friedhof anzulegen, damals noch außerhalb der Stadtmauern. Dieser neue Begräbnisplatz wurde am 29. September 1800 geweiht und in Nutzung genommen. Im Jahr 1853 erfolgte eine erste Erweiterung der Fläche, gleichzeitig der Bau eines Totengräberhauses. Bis 1893 erfolgten noch mehrere Erweiterungen bis auf die heutige Größe.

Fortschreitende Änderungen in der Bestattungskultur führten insbesondere nach 1990 dazu, dass weite Bereiche des Friedhofes nicht mehr für Bestattungen genutzt werden.

Erhaltenswerte Grabmale Foto Name errichtet Anmerkungen 130px Ernst Alban (nach) 1856 ältestes erhaltenes Grabmal; gefertigt in der Alban’schen Eisengießerei; saniert 1997 130px Fam. Daries ~1918 entworfen von Bildhauer Wilhelm Wandschneider, Relief 2016 gestohlen 130px Fam. Gast/Köppen ~1914 130px Fam. Gantikow ~1906 130px Fam. Heinrich Haukohl 1902 nach Entwurf von Bildhauer W. Wandschneider; Figur 2006 gestohlen 130px Fam. Otto Haukohl 1917 130px Fam. Gustav Kern ~1901 130px Fam. Wandschneider 1890 130px Fam. Viktor Wentzel ~1905 130px Fam. Wilhelm Wilde 1882 gusseiserner Grabzaun 2015, bzw. 2019 gestohlen 130px Fam. Ziegenhagen 1924 130px Fam. Zimmermann 1923 130px Fam. Friedrich Zülow 1924

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