mini|Jürgen Meyer (links) mit Ulrich Lang (1983) Jürgen Meyer (* 26. März 1936 in Düsseldorf) ist ein deutscher Jurist, Rechtsanwalt, Hochschullehrer und Politiker (SPD). Er war von 1990 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Familie, Ausbildung und Beruf Jürgen Meyer, Sohn von Elisabeth Meyer, geborener Struzyna, und dem selbständigen Kaufmann Heinz Meyer, machte 1955 in Düsseldorf das Abitur und studierte anschließend Rechtswissenschaften an der Universität Münster und an der Freien Universität Berlin. 1963 wurde er an der Universität Tübingen mit dem Thema Dialektik im Strafprozessrecht zum Dr. jur. promoviert. Sein Doktorvater war Karl Peters. 1959 hatte er das 1. und 1964 das 2. juristische Staatsexamen bestanden. Von 1964 bis 1966 studierte er in Princeton/New Jersey und Ann Arbor/Michigan in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Im Jahr 1967 wurde Meyer Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg, 1971 außerdem Rechtsanwalt. Er habilitierte sich 1975 an der Universität Freiburg und wurde dort 1981 außerplanmäßiger Professor für deutsches und ausländisches Straf- und Strafprozessrecht sowie Kriminologie.
1972 heiratete er Gisela Zimmermann. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor.
Politische Tätigkeit Jürgen Meyer ist seit 1970 Mitglied der SPD. Er war von 1976 bis 1980 für den Wahlkreis Freiburg I Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg, ab 1979 war er Kreisrat, ab 1980 Gemeinderat. Seine Wohnung hatte er in KirchzartenMeyer, Jürgen. (2) In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 838. bei Freiburg im Breisgau. Von 1990 bis 2002 war er Mitglied des Bundestages.
Meyer war der Vertreter des Deutschen Bundestages im Grundrechtekonvent sowie im nachfolgenden EU-Verfassungskonvent. Er ist Herausgeber des Standardkommentars zur Charta der Grundrechte.
Ehrungen und Auszeichnungen Im Jahr 1981 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. 1984 erhielt der Skisportler das 14. Goldene Sportabzeichen und 2005 wurde ihm die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen.. Zu seinem 70. Geburtstag wurde er mit einer Festschrift geehrt.Freiheit, Sicherheit und Recht. Festschrift für Jürgen Meyer zum 70. Geburtstag. Nomos, Baden-Baden 2006, ISBN 3-8329-1848-5.
Schriften (Auswahl) Dialektik im Strafprozeß (Eine Untersuchung der Spannungen im Strafprozeß unter besonderer Berücksichtigung der dialektischen Gewinnung der Strafurteile im Kräftefeld der Schlußanträge). Mohr, Tübingen 1965; zugleich Dissertation Tübingen 1963. Die Wiederaufnahme des Strafverfahrens im deutschen und ausländischen Recht. 1974. Wiederaufnahmereform. 1977. Kommentar zur Charta der Grundrechte der Europäischen Union. 3. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-5286-0.
Literatur Meyer, Jürgen. (2) In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 838.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Baden-Württemberg) Kategorie:Politiker (Freiburg im Breisgau) Kategorie:Landtagsabgeordneter (Baden-Württemberg) Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1936 Kategorie:Mann Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied des Rechtsausschusses (Deutscher Bundestag)